Nationalratswahl in Österreich 2006

Die Nationalratswahl am 1. Oktober 2006 war die 23. in der Geschichte der Republik Österreich. Stimmenstärkste Partei wurde die SPÖ mit Alfred Gusenbauer, die leichte Stimmverluste gegenüber der letzten Nationalratswahl 2002 hinnehmen musste und in weiterer Folge nach den Koalitionsverhandlungen den Bundeskanzler stellte. Mit starken Verlusten belegte die ÖVP mit ihrem Spitzenkandidaten, dem vorigen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, den zweiten Platz. SPÖ und ÖVP vereinbarten im Rahmen von Koalitionsverhandlungen nach der Wahl eine Große Koalition.

Die Grünen mit Alexander Van der Bellen wurden mit dem sehr knappen Vorsprung von 532 Wählerstimmen (~ 0,011 %) auf die FPÖ mit Heinz-Christian Strache erstmals in der Geschichte drittstärkste Kraft bei einer Wahl und stellten dementsprechend den 3. Nationalratspräsidenten; an Mandaten lagen die beiden Parteien mit je 21 Mandaten gleichauf. Das BZÖ mit dem Spitzenkandidaten Peter Westenthaler erreichte 4,1 % und überwand damit die Vier-Prozent-Hürde.

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Wahlwerbende Parteien > Sozialdemokratische Partei Österreichs

2002

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Die derzeitige Frauenpolitik der Regierung, insbesondere die Abschaffung eines eigenständigen Frauenministeriums in den Jahren 2000

Politik & Weltgeschehen

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Nationalratswahl in Österreich: Die SPÖ wird stimmenstärkste Partei.

Tagesgeschehen

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Wien: Bundespräsident Heinz Fischer beauftragt den SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer mit Regierungsverhandlungen mit der ÖVP, die morgen beginnen sollen. Bei Österreichs Nationalratswahl am 1. Oktober hatte die SPÖ zwar 1 %, die bisherige Regierungspartei ÖVP aber 7 % an Stimmen eingebüßt, sodass die Sozialdemokraten nun mit 68:66 Mandaten stärkste Parlamentspartei sind. Vor dem Start der als langwierig eingestuften Verhandlungen bekräftigen beide Großparteien einige ihrer Standpunkte, u. a. zu Pensionsreform 2005 und Nachbeschaffung moderner Abfangjäger. Gusenbauer will einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Kaufvertrag der Eurofighter und der Kompensationsgeschäfte, was ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer als unfreundlichen Akt ansieht, der die Verletzungen des Wahlkampfs und das gegenseitige Misstrauen verstärke. Der unveröffentlicht zu bleibende Kaufvertrag sei zweimal vom Rechnungshof als einwandfrei befunden worden. Indessen beauftragt die ÖVP den noch amtierenden Bundeskanzler Wolfgang Schüssel mit der Führung ihres Verhandlungsteams. (BR, Ö1)
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Wien: Die Auszählung der Wahlkarten zur österreichischen Nationalratswahl 2006 ist abgeschlossen und erbringt wegen der großen Zahl (260.067 statt erwarteter 240.000) noch kleine Verschiebungen: Der Abstand zwischen SPÖ und ÖVP sinkt auf 1,0 % (1. Okt. noch 1,5 %, doch die Mandate bleiben bei 68:66), die Die Grünen gewinnen ein 21. Mandat auf Kosten des BZÖ (nun 7, jedoch weiterhin 4,1 %) und werden knapp drittstärkste Partei. Wie schon 2002 ist der „grüne“ Stimmenanteil bei den Wahlkarten relativ hoch, sodass sie gegenüber dem - sie legen vorläufigen Ergebnis vom 1. Oktober um 0,6 % auf 11,1 % zulegen und die FPÖ (11,0 statt 11,1 %) um 538 Stimmen überholen. Die FPÖ (1999 noch ex äquo Platz 2 mit der ÖVP) fällt auf Platz 4 zurück, was den Verlust des 3.Parlamentspräsidenten bedeuten dürfte. Das 21. Mandat bringt der Grünen in der kommenden Legislaturperiode außerdem den 3. Volksanwalt und jährlich 400.000 € mehr an Parteienförderung.
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Wien/Österreich: Bei der vom Parlament im Juni einstimmig beschlossenen Nationalratswahl erleidet die Österreichische Volkspartei (ÖVP) mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel überraschend deutliche Verluste (nun 34,6 %), während die Sozialdemokratische Partei (SPÖ) mit Alfred Gusenbauer nur wenig an Stimmen einbüßt und 35,7 % erhält. Der seit Juni stabil vorausgesagte 3-Prozent-Vorsprung der ÖVP kehrt sich damit fast um. Die Wahlbeteiligung ist mit 74 % fast 10 % niedriger als 2002, was u. a. mit Politikverdrossenheit wegen des BAWAG-Affäres der Gewerkschaft erklärt wird. Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei (FPÖ) mit Parteiobmann Heinz-Christian Strache wird mit 11,2 % drittstärkste Kraft, gefolgt von den Grünen mit 10 % und dem 2005 gegründeten BZÖ mit 4,2 %. Damit ist eine Große Koalition wahrscheinlich, weil die von den Linksparteien angestrebte Rot-Grün-Variante keine Mehrheit erzielte. Die Diskrepanzen zwischen SPÖ und ÖVP, die seit 2000 den Bundeskanzler stellt, sind jedoch erheblich.

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