Nationalsozialistische Rassenhygiene

Die Nationalsozialistische Rassenhygiene (oder NS-Rassenhygiene) war die zur Zeit des Nationalsozialismus betriebene Radikalvariante der Eugenik. Die praktische Umsetzung erfolgte durch den Einfluss auf die Wahl der Geschlechts- und Ehepartner durch die Nürnberger Rassengesetze und Eheverbote, durch Zwangssterilisationen bei verschiedenen Krankheitsbildern und Bevölkerungsgruppen, durch Zwangsabtreibungen bis zur „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ durch Mordprogramme wie die „Aktion T4“ beziehungsweise die so genannte „Kinder-Euthanasie“ im Rahmen der Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus.

Die NS-Machthaber ermöglichten den Eugenikern/Rassenhygienikern in Deutschland eine radikalere Umsetzung ihrer Ideen, als dies ihren Kollegen zum Beispiel in Großbritannien, den USA oder Schweden möglich war. Die meisten schlossen sich dem Nationalsozialismus an. Von den bekanntesten Anthropologen, Humangenetikern und Rassenhygienikern der NS-Zeit, deren Personalakten im Berlin Document Center (BDC) lagern, waren mehr als 90 % Mitglieder der NSDAP, 36 % davon gehörten der SS und 26 % der SA an.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Dieter Manzke stirbt in Dahlewitz. Dieter Egon Wilfried Manzke wurde in Dahlewitz von fünf jungen Männern im Alter zwischen 17 und 22 Jahren in einem leer stehenden Gartenbungalow zu Tode gefoltert. Motiv der Täter war eine rechtsextreme Einstellung, welche Obdachlose für lebensunwerte Existenzen hält.
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Gestorben: Hans Puvogel stirbt. Hans Puvogel war ein deutscher Jurist und Politiker (CDU). Er war seit 1976 Justizminister des Landes Niedersachsen und musste nach Bekanntwerden der nationalsozialistisch-rassenideologischen Inhalte seiner Dissertation in der Puvogel-Affäre 1978 zurücktreten.
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Gestorben: Lothar Stengel-von Rutkowski stirbt in Wittmund, Deutschland. Lothar August Arnold Stengel-von Rutkowski war Arzt, Dichter und Vertreter der Nationalsozialistischen Rassenhygiene.
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Gestorben: Hermann Wesse stirbt in Bad Hersfeld. Hermann Karl Wilhelm Wesse war ein deutscher Psychiater, der sich an den Euthanasieverbrechen der Nationalsozialisten in den 1930er und 1940er Jahren beteiligte. Er arbeitete in dieser Zeit an mehreren psychiatrischen Anstalten, unter anderem der Anstalt Andernach, der Anstalt Waldniel und dem Kalmenhof in Idstein. Im Unterschied zu den meisten anderen Tätern der nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen, die, sofern sie nicht unmittelbar zum Tode verurteilt und auch hingerichtet wurden, weitgehend unbeschadet blieben, musste Wesse nach dem Krieg eine fast zwanzigjährige Haftstrafe verbüßen.
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Gestorben: Johanna Haarer stirbt in München. Johanna Haarer, geborene Barsch, war eine österreichisch-deutsche Ärztin und Autorin von auflagenstarken Erziehungsratgebern im Dritten Reich, die eng an die Ideologie des Nationalsozialismus angelehnt waren. Haarer war seit 1937 Mitglied der NSDAP und zeitweise „Gausachbearbeiterin für rassenpolitische Fragen“ der NS-Frauenschaft in München. Auch nach 1945 wurden ihre Bücher in den Westzonen und der Bundesrepublik Deutschland in formal von nationalsozialistischer Terminologie bereinigter Form wieder aufgelegt und beeinflussten somit die Mütter der Kriegs- und der Nachkriegsgenerationen.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2010

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Publikation: Ein Denkmal der Ehrenamtlichkeit. In: Streiter für die Rechte der Verfolgten der Nazidiktatur. Walter Sylten zum 80. Geburtstag. Freunde, Weg- und Zeitgenossen berichten über ihre Begegnungen. Hrsg. im Auftr. der Evangelische Hilfsstelle für ehemals Rasseverfolgte v. PD Dr. Hartmut Ludwig. Logos-Verlag, Berlin (Eckhard Steinhaeuser)

2000

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Werk: Stein des Gedenkens für die Euthanasieopfer in der Diakonie Stetten (Markus Wolf (Bildhauer))

1940

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Werk: Vererbbare Krankheiten Kosmos-Franckh. Populärwiss. Broschüre, Gesellschaft der Naturfreunde (Gerhard Venzmer)

1940

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Werk: Vererbbare Krankheiten. Kosmos-Franckh. Populärwiss. Broschüre, Gesellschaft der Naturfreunde (Gerhard Venzmer)

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