Nationalsprache

Nationalsprache ist die Bezeichnung für die Hoch- bzw. Standardsprache einer Nationalität, im erweiterten Sinne auch Sammelbezeichnung für alle Dialekte, Soziolekte und funktionalen Sprachvarianten im Rahmen einer historisch-politisch definierten Sprachgemeinschaft. Die Definition des Begriffs Nationalsprache ist jedoch problematisch, da der Definitionsrahmen von Nation, Staat und Sprache oft nicht einheitlich ist.

Der Begriff Nationalsprache ist als neuzeitlicher Begriff eng mit der Vorstellung der Kulturnation verknüpft, die als sprachlich, kulturell und politisch einheitliches Gebiet definiert wird. Wie der moderne Begriff Nation bildete sich auch im Frankreich des 16. Jahrhunderts der Pariser Dialekt der Langues d’oïl zur ersten Nationalsprache im neuzeitlichen Sinn heraus. Nationalsprachen wurden in vielen Fällen durch Sprachpolitik bewusst gefördert oder künstlich geschaffen und waren ein wichtiges Werkzeug zur Herausbildung von Nationalstaaten im 18. und 19. Jahrhundert. Die politisch gewollte Durchsetzung des alleinigen Gebrauchs von Nationalsprachen in manchen Staaten führte in der Geschichte zur Unterdrückung und Zurückdrängung vieler Minderheitensprachen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Joseph-Marie Raya stirbt in Barry’s Bay, Ontario, Kanada. Joseph-Marie Raya war von 1968 bis 1974 Erzbischof der Melkitischen Griechisch-Katholischen Kirche von Akka in Israel. Er wurde damit Nachfolger des zum Patriarchen von Antiochia ernannten Maximos V. Hakim. Er war nicht nur Theologe, sondern auch Bürgerrechtler und Autor. Als Erzbischof war er für sein Engagement zur Aussöhnung zwischen Christen und Juden und einem interreligiösem Dialog bekannt. Er war ein leidenschaftlicher Verfechter der Liturgie in den Landessprachen.
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Geboren: Joseph-Marie Raya wird in Zahlé im Libanon geboren. Joseph-Marie Raya war von 1968 bis 1974 Erzbischof der Melkitischen Griechisch-Katholischen Kirche von Akka in Israel. Er wurde damit Nachfolger des zum Patriarchen von Antiochia ernannten Maximos V. Hakim. Er war nicht nur Theologe, sondern auch Bürgerrechtler und Autor. Als Erzbischof war er für sein Engagement zur Aussöhnung zwischen Christen und Juden und einem interreligiösem Dialog bekannt. Er war ein leidenschaftlicher Verfechter der Liturgie in den Landessprachen.

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