Naturrecht

Der Begriff Naturrecht (lateinischius naturae oder jus naturae, aus iusRecht‘ und naturaNatur‘; bzw. natürliches Recht, lat. ius naturale oder jus naturale, aus naturalis ‚natürlich‘, „von Natur entstanden“) oder überpositives Recht ist eine Bezeichnung für universell gültiges Recht, das rechtsphilosophisch, moralphilosophisch oder theologisch begründet wird. Von diesen Vorstellungen abgeleitet dient es dem gesetzten (manchmal auch gesatzten) oder positiven Recht als höchstrangige Rechtsquelle zur Legitimierung. Der Rechtspositivismus vertritt dagegen die Auffassung, dass verfassungsmäßig zustande gekommenes Recht keine höhere Begründung braucht.

Die säkularen rechtsphilosophischen Ausprägungen des Naturrechts, die nicht aus religiösen Grundwerten hergeleitet sind, sondern von der Erkennbarkeit durch menschliche Vernunft, werden als Vernunftrecht bezeichnet.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Friedrich August von der Heydte stirbt in Landshut, Niederbayern. Friedrich-August Johannes Wilhelm Ludwig Alfons Maria Freiherr von der Heydte war ein deutscher Staats- und Völkerrechtler, hochdekorierter Offizier und rechtskonservativ-katholischer Politiker (CSU). Von der Heydte diente im Zweiten Weltkrieg als Stabsoffizier in der Fallschirmjägertruppe der Wehrmacht und wurde als Bundeswehrangehöriger zum ersten Brigadegeneral der Reserve befördert. In der Bundesrepublik war er einer der Schlüsselpersonen der Flick-Affäre der Union und der Spiegel-Affäre. Als Abgeordneter saß er von 1966 bis 1970 im Bayerischen Landtag. Von 1951 bis 1975 war er Ordinarius an den Universitäten in Mainz und Würzburg für Öffentliches Recht und Politische Wissenschaften. Von der Heydte war u.?a. ein Schüler von Alfred Verdross in Wien und gilt in der Rechtswissenschaft als ein wichtiger Vertreter der Naturrechtslehre im 20. Jahrhundert. Ihm wurden verschiedene Ehrungen zuteil wie das Große Bundesverdienstkreuz.
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Gestorben: Erich Kaufmann stirbt in Heidelberg. Erich Kaufmann war als Jurist einer der führenden Staats- und Völkerrechtler der Weimarer Zeit und der frühen Bundesrepublik. Der Jurist bezog in dem Methodenstreit der Weimarer Staatsrechtslehre Stellung gegen den positivistischen Neukantianismus. Kaufmann war ein Verfechter des klassischen Naturrechts und ein Befürworter einer ontologischen und metaphysischen Betrachtungsweise des Rechts.
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Geboren: Franz-Josef Bormann wird in Hildesheim geboren. Franz-Josef Bormann ist ein deutscher katholischer Moraltheologe. Er ist Experte für die Moraltheologie des Thomas von Aquin und in Fachkreisen bekannt für seine Studien zum Naturrecht.
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Gestorben: Louis Le Fur stirbt in Evry-Petit-Bourg. Louis Érasme Le Fur war ein französischer Jurist. Bereits mit 27 Jahren zum Professor ernannt, wirkte er für Jahrzehnte hauptsächlich an verschiedenen Universitäten und nahm nur selten Aufträge außerhalb des akademischen Rahmens wahr. Als Völkerrechtler vertrat eine Rückkehr zu einer universellen Tradition, die er in einem Naturrecht verwirklicht sah und untrennbar mit einer christlichen Moral verbunden sei.
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Geboren: Erich Kaufmann wird in Demmin geboren. Erich Kaufmann war als Jurist einer der führenden Staats- und Völkerrechtler der Weimarer Zeit und der frühen Bundesrepublik. Der Jurist bezog in dem Methodenstreit der Weimarer Staatsrechtslehre Stellung gegen den positivistischen Neukantianismus. Kaufmann war ein Verfechter des klassischen Naturrechts und ein Befürworter einer ontologischen und metaphysischen Betrachtungsweise des Rechts.

Religion

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In der Enzyklika Pergrata nobis steht die römisch-katholische Kirche in Portugal im Mittelpunkt der Betrachtungen Papst Leos XIII. Er fordert die portugiesische Regierung auf, der Kirche den ihr kraft Naturrechts zustehenden staatlichen Schutz zu gewähren.

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