Neandertaler

Der Neandertaler (früher auch „Neanderthaler“, wissenschaftlich Homo neanderthalensis) ist ein ausgestorbener Verwandter des anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens). Er entwickelte sich in Europa – parallel zum Homo sapiens in Afrika – aus einem gemeinsamen afrikanischen Vorfahren der GattungHomo und besiedelte zeitweise große Teile Süd-, Mittel- und Osteuropas. Offensichtlich im Verlaufe der letzten Eiszeit haben die Neandertaler ihr ursprünglich ausschließlich europäisches Siedlungsgebiet bis Westasien (Türkei, Levante, Nordirak), in Teile Zentralasiens (Usbekistan, Tadschikistan) und sogar bis in das Altai-Gebiet hinein erweitert. Die DNA-Sequenzierung des Neandertaler-Erbguts ergab Hinweise auf mehrfachen Genfluss zwischen Neandertaler und Homo sapiens.

Die Neandertaler stellten Werkzeuge aus Stein und Holz her und ernährten sich – je nach klimatischen Gegebenheiten – teils von Jagdbeute, teils von Pflanzennahrung. Auch beherrschten sie das Feuer.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Theodore D. McCown stirbt in Berkeley. Theodore Doney McCown war ein US-amerikanischer Paläoanthropologe und Hochschullehrer an der University of California, Berkeley. Er wurde in den 1930er Jahren in Fachkreisen international bekannt aufgrund seiner Ausgrabungen im Gebiet des Karmel-Gebirges im heutigen Israel. Zu seinen bedeutendsten Funden zählen die Fossilien von Skhul, die heute dem frühen anatomisch modernen Menschen zugeschrieben werden. McCown verfasste ferner die erste ausführliche Beschreibung von Funden aus der Tabun-Höhle, die heute als Neandertaler eingeordnet werden. In den 1950er und 1960er Jahren befasste er sich unter anderem mit der Interpretation von Funden der Gattung Homo aus Indien.
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Geboren: João Zilhão wird in Lissabon geboren. João Zilhão ist ein portugiesischer Paläoanthropologe und seit 2011 Professor an der Fakultät für Geografie und Geschichte der Universität Barcelona. Zilhão wurde international bekannt als Erforscher der Neandertaler.
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Geboren: Erik Trinkaus wird geboren. Erik Trinkaus ist ein US-amerikanischer Paläoanthropologe und seit 1997 Professor für Anthropologie an der Washington University in St. Louis. Trinkhaus wurde international bekannt für seine Hypothesen zur Verwandtschaft von Neandertalern und anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens).
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Geboren: Yoel Rak wird in Berlin geboren. Yoel Rak ist ein israelischer Anatom und Paläoanthropologe. Seit 1991 ist er ordentlicher Professor in der Abteilung für Anatomie und Anthropologie der Sackler-Fakultät für Medizin der Universität Tel Aviv. Rak wurde international bekannt aufgrund seiner Studien über Schädel und Gesicht der Australopithecinen sowie zum Körperbau und zur Verbreitung der Neandertaler in der Levante und in Europa.
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Geboren: Theodore D. McCown wird in Macomb, Illinois geboren. Theodore Doney McCown war ein US-amerikanischer Paläoanthropologe und Hochschullehrer an der University of California, Berkeley. Er wurde in den 1930er Jahren in Fachkreisen international bekannt aufgrund seiner Ausgrabungen im Gebiet des Karmel-Gebirges im heutigen Israel. Zu seinen bedeutendsten Funden zählen die Fossilien von Skhul, die heute dem frühen anatomisch modernen Menschen zugeschrieben werden. McCown verfasste ferner die erste ausführliche Beschreibung von Funden aus der Tabun-Höhle, die heute als Neandertaler eingeordnet werden. In den 1950er und 1960er Jahren befasste er sich unter anderem mit der Interpretation von Funden der Gattung Homo aus Indien.

Wissenschaft & Technik

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Johann Carl Fuhlrott und Hermann Schaaffhausen berichten -nach Untersuchung des Fossils Neandertal 1 -über eine bisher unbekannte vorzeitliche Menschenform, den Neandertaler, in einer Versammlung des Naturhistorischen Vereins der preußischen Rheinlande und Westphalens.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1997

Arbeitsschwerpunkte:
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Homo neanderthalensis von Warendorf-Neuwarendorf (Alfred Czarnetzki)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2005

Film:
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Neandertaler (ZDF) (Olgu Caglar)

Inhalt > Erwähnung geografischer Orte und paläoanthropologischer Funde

2006

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(Éditions Lécureux) Le Combat de Pierrette (freie dt. Übersetzung Pierrettes Kampf); Pierrette bezieht sich auf die französische Benennung eines Neandertaler-Schädelfundes (weiblicher Neandertaler mit verheilter Kopfverletzung) im Gebiet Paléosite de Saint-Césaire. (Rahan)

Tagesgeschehen

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Leipzig/Deutschland: Im Fachmagazin Nature berichtet eine Gruppe Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie um Svante Pääbo über die Schwestergruppe Denisova-Mensch des Neandertalers, von der bislang nur ein Fingerknochen und ein Zahn überliefert sind, deren Gene aber im modernen Menschen fortleben.

"Neandertaler" in den Nachrichten