Neue Sachlichkeit (Architektur)

Als Neue Sachlichkeit bezeichnet man in der Architektur – wie auch in der Literatur und in der Kunst – die Abgrenzung vom Expressionismus der frühen 1920er Jahre bis in die ersten Nachkriegsjahre des Zweiten Weltkrieges. Man meint in der Architektur damit insbesondere jene zweckbetonten Werke, die später als Bauhausstil oder Bauhausarchitektur berühmt wurden. Die Neue Sachlichkeit in der Architektur gehört gemeinsam mit weiteren Stilrichtungen zur Bewegung des Neuen Bauens.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Bohdan Lachert stirbt in Warschau. Bohdan Lachert war ein polnischer Architekt, Warschauer Hochschullehrer und bedeutender Vertreter des polnischen Modernismus.
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Gestorben: Bernard Bijvoet stirbt in Haarlem, Niederlande. Albertus Maria (Bernard) Bijvoet war ein niederländischer Architekt, der durch die Anwendung der Prinzipien des Neuen Bauens und der Neuen Sachlichkeit bekannt wurde.
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Gestorben: Lucian Bernhard stirbt in New York City. Lucian Bernhard, eigentlich Emil Kahn, oft auch Lucien Bernhard, war ein deutscher Grafiker und Designer der Neuen Sachlichkeit, Typograf, Architekt und erster Professor für Plakatkunst überhaupt. Die Familie von Schriftstilen, die er entwickelte, wird als Bernhard bezeichnet. Kaffee Hag, Pelikan und die Bosch-Zündkerze sind noch heute stilistisch von Lucian Bernhard geprägt.
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Gestorben: Wilhelm Bräck stirbt in Lübeck. Wilhelm Bräck, auch Willi Bräck, war ein deutscher Architekt, der in Lübeck tätig war und dort in den 1920er Jahren zu den Vertretern der Neuen Sachlichkeit gehörte.
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Gestorben: Hans Heinrich Grotjahn stirbt in Stuttgart-Vaihingen. Hans Heinrich Grotjahn, getauft als Heinrich Karl Wilhelm Grotjahn, war ein deutscher Architekt, der in den 1920er Jahren im Stil der Neuen Sachlichkeit bzw. des Neuen Bauens baute.

Wissenswertes

1920

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Kurz nach 1933 ist die zwischen modernster Technik und Satanskult angesiedelte Figur des Architekten Hjalmar Poelzig von Regisseur Ulmer, der selbst österreichischer Herkunft und jüdischer Abstammung war, offensichtlich inspiriert von dem deutschen Maler, Architekten, Bühnenbildner und Hochschullehrer Hans Poelzig (* 30. April 1869 in Berlin; ??? 14. Juni 1936 in Berlin). Bemerkenswert ist dessen plastische Filmarchitektur im Stil des Expressionismus für den Film Der Golem, wie er in die Welt kam von Paul Wegener und Carl Boese. Den infolge der industriellen Revolution stattfindenden Wandel von der handwerklich geprägten Produktion zur industriellen Fertigung veranschaulichte der anfänglich noch stark diesem architektonischen Expressionismus verpflichtete Poelzig in seinen Berliner Jahren ab : Durch seine Bauten war er hier beteiligt an der Schaffung der Grundlagen für die Neue Sachlichkeit. Der von ihm so genannte Materialstil brachte durch seine Schlichtheit die Eigenschaften der verwendeten Materialien viel stärker zur Geltung als der ornamental geprägte Stil, der bis in die 20er Jahre verbreitet war. (siehe auch Neues Bauen) (Die schwarze Katze (1934))

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1926

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Werk: entwarf er einen Reichsadler, der 1928 zunächst als Erkennungszeichen der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Sommerspielen in Amsterdam zum Einsatz kam. Die Gestalt dieses Reichsadlerwappens ist durch die Neue Sachlichkeit beeinflusst. Sie fand Anklang beim Amt des Reichskunstwarts und wurde im gleichen Jahr für das Staatswappen des Deutschen Reichs eingeführt. Das Wappen ist heute als Bundeswappen Deutschlands bekannt. Es wurde Anfang 1950 durch den Bundespräsidenten Theodor Heuss als Staatswappen der Bundesrepublik Deutschland angenommen und als farbiges Muster am 4. Juli 1952 amtlich festgelegt (Bundesanzeiger Nr. 169 vom 2. September 1952). (Karl-Tobias Schwab)

1926

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Werk: entwarf er die 1928 eingeführte Form des Staatswappens des Deutschen Reichs, die einen Reichsadler in einer durch die Neue Sachlichkeit beeinflussten Gestalt zeigt. Dieses Wappen ist heute als Bundeswappen Deutschlands bekannt. Es wurde Anfang 1950 durch den Bundespräsidenten Theodor Heuss als Staatswappen der Bundesrepublik Deutschland angenommen und als farbiges Muster am 4. Juli 1952 amtlich festgelegt (Bundesanzeiger Nr. 169 vom 2. September 1952). (Karl-Tobias Schwab)

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