Neue Synagoge (Berlin)

Die Neue Synagoge (2005)
Bild: Andreas Praefcke

Die Neue Synagoge an der Oranienburger Straße in der Spandauer Vorstadt im Ortsteil Mitte (Bezirk Mitte) von Berlin ist ein Gebäude von herausragender Bedeutung für die Geschichte der jüdischen Bevölkerung der Stadt und ein wichtiges Baudenkmal. Sie wurde 1866 eingeweiht. Der noch vorhandene Teil des Bauwerks steht unter Denkmalschutz. Die Architekten waren Eduard Knoblauch und Friedrich August Stüler.



Geschichte




Nachdem es zwischenzeitlich sogar Tendenzen gegeben hatte, das ganze Gebäude abzureißen und an seiner Stelle einen Gedenkstein zu errichten, wurde erst 1988 in Zusammenhang mit Gedenkveranstaltungen zum fünfzigsten Jahrestag der Pogromnacht die Stiftung „Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“ mit dem Ziel gegründet, die Neue Synagoge wiederaufzubauen und ein Zentrum für die Pflege und Bewahrung jüdischer Kultur zu schaffen.Zum neuen Klima gehörte auch, dass die DDR zur Unterstützung des Gemeindelebens von September 1987 bis Mai 1988 einen amerikanischen Rabbiner beschäftigte. Diesem standen Dienstwagen und -wohnung sowie eine Hausangestellte zu, die jedoch für das MfS arbeitete. Am 10. November 1988 fand eine symbolische Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der Ruine statt. Über die Art der Restaurierung war zuvor kontrovers diskutiert worden. Eine vollständige Wiederherstellung in den Originalzustand wurde verworfen – sie hätte als Versuch missverstanden werden können, die Leiden der Vergangenheit zu verdrängen und womöglich zu vergessen. Die Absicht war aber, mit dem Gebäude gleichzeitig ein Mahnmal zur ständigen Erinnerung zu erhalten....

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Religion

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Am jüdischen Neujahrsfest wird die Neue Synagoge in der Berliner Oranienburger Straße in Anwesenheit von Preußens Ministerpräsident Otto von Bismarck feierlich eingeweiht.

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Wilhelm Krützfeld stirbt in Berlin. Wilhelm Krützfeld war ein preußischer Polizeibeamter. Er bewahrte in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin vor der Zerstörung.

1949

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Geboren: Hermann Simon (Historiker) wird in Berlin geboren. Hermann Simon ist ein deutscher Historiker und Direktor der Stiftung Neue SynagogeBerlin - Centrum Judaicum. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Berlin.
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Geboren: Wilhelm Krützfeld wird in Hornsdorf, Gemeinde Seedorf, Kreis Segeberg geboren. Wilhelm Krützfeld war ein preußischer Polizeibeamter. Er bewahrte in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin vor der Zerstörung.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1996

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Film: Sein ist Anderssein ist ein deutscher Dokumentarfilm der Babel TV Film und Video GmbH im Auftrag des SWF Baden-Baden aus dem Jahr 1993, der im SWF ausgestrahlt wurde. Der Film wurde am 1. Dezember 1996 und am 4. Dezember 1996 wiederholt. Er entstand in den Jahren 1988 bis 1995 als dritte Folge einer Serie von vier Filmen, die den Wiederaufbau der Neuen Synagoge dokumentiert: „ Ner Tamid, Ewiges Licht“, „Vergeben und versöhnen ist nicht vergessen“, „Sein ist Anderssein“ und „Auferstehung - Neue Synagoge Centrum Judaicum“. Der Film wurde von Roza Berger-Fiedler produziert, die als Geschäftsführerin der BABEL Film und Video GmbH & Agentur und mit ihrem gleichnamigen Magazin Babel TV ein Nachrichten-Programm über das jüdische Leben in Berlin unterhält. Die Dokumentarische entstand in Zusammenarbeit mit Harry Hornig, Peter von Herwardt, Gunter Breßler, Rudolf Völkel, Holger Rogge. Die Produktionsleitung erfolgte durch Uwe Kremp, und Raimund Ulbrich leitete die Redaktion.

Stab:
Regie: Róza Berger-Fiedler, Harry Hornig
Produktion: Babel TV im Auftrag des SWF

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