Neugotik

Die Neugotik, auch Neogotik oder englisch Gothic Revival genannt, ist ein auf die Gotik zurückgreifender historistischer Kunst- und Architekturstil des 19. Jahrhunderts. Die Neugotik zählt zu den frühesten stilistischen Unterarten des Historismus, der auf Kunst- und Architekturstile der vorausgegangenen zwei Jahrtausende zurückgriff.

Im Mittelpunkt der Verbreitung der Neugotik stand ein umfassendes Bau- und Einrichtungsprogramm, das bis in die Literatur und den Lebensstil Einzug hielt. Die Formensprache der Neugotik orientierte sich an einem idealisierten Mittelalterbild. Ihre Blüte hatte sie in der Zeit von 1830 bis 1900. Unter der Auffassung, an Freiheit und Geisteskultur mittelalterlicher Städte anzuknüpfen, errichtete man in neugotischem Stil vor allem Kirchen, Parlamente, Rathäuser und Universitäten, aber auch andere öffentliche Bauten wie Postämter, Schulen oder Bahnhöfe.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Giles Gilbert Scott stirbt in London. Sir Giles Gilbert Scott, OM war ein britischer Architekt. Er ist bekannt für Gebäude wie die Liverpool Cathedral, die Battersea Power Station oder die Bibliothek der Universität Cambridge. Außerdem hat er als Sieger eines Design-Wettbewerbs der britischen Postbehörde 1924 die berühmten roten Telefonzellen (Typ K2) mit Kuppeldach entworfen. Er war bekannt dafür, Neugotik mit modernen Baumethoden zu kombinieren, und verwandelte dadurch funktionale Gebäude in beliebte Sehenswürdigkeiten.

1941

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Gestorben: Paul Follot stirbt in Sainte-Maxime bei St. Tropez. Paul Follot war ein französischer Designer des Art Déco und der Neugotik.
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Gestorben: Karl Federlin stirbt in Ulm. Karl Wilhelm Christian Federlin war ein deutscher Bildhauer des Historismus, der in seinem Schaffen eine Stilentwicklung vom neugotischenNazarenertum über klassizistische Anklänge und Neobarock hin zu einem sich immer mehr verhärtenden Monumentalstil vollzog. Ein wesentlicher Teil seines Werks ist mit dem Ulmer Münster verbunden: für dieses Bauwerk schuf er 45 überlebensgroße Sandstein-Skulpturen.
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Gestorben: Ludwig Winter (Architekt) stirbt in Braunschweig. Ludwig Winter war ein deutscher Architekt des Historismus; er wirkte lange als Stadtbaurat in Braunschweig. Winters Entwürfe zeigen überwiegend die Stilformen der Neugotik und Neorenaissance. Er leitete auch den nachempfundenen Wiederaufbau bedeutender mittelalterlicher Bauwerke, so der Burg Dankwarderode.
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Gestorben: Bernhard Hertel stirbt in Köln. Bernhard Hertel war ein deutscher Architekt des Historismus. In der Aufbauphase der deutschen katholischen Kirche nach dem Ende des Bismarckschen Kulturkampfs entstanden nach seinen Entwürfen mehrere große neugotische Pfarrkirchen. Von 1903 bis zu seinem Tod war er Kölner Dombaumeister.

F

1860

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Ferstelgasse, 1886 benannt nach dem Architekten Heinrich von Ferstel (1828–1883); bekannt wurde er durch den Bau der Votivkirche am Alsergrund (1856–1879), eines der bedeutendsten neugotischenSakralbauwerke der Welt. Mit einer Höhe von 99 m ist sie die zweithöchste Kirche Wiens. Ferstel baute in der Folge u.a. das Gebäude der späteren Österreichisch-Ungarischen Bank, der Notenbank der Monarchie, mit dem Café Central und an der Ringstraße das k.k. Museum für angewandte Kunst (1871), die benachbarte k.k. Kunstgewerbeschule (1877) und die Universität Wien (1883). Die Gasse hieß vorher 1881–1886 Petrarcagasse. (Liste der Straßennamen von Wien/Alsergrund)

Sehenswürdigkeiten, Einrichtungen

1860

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NeogotischeDorfkirche Priborn aus Backstein von um 1860

Sehenswürdigkeiten > Sonstiges

1900

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ehem. evangelische Kirche , im Baustil der Neugotik des Baumeisters Karl Rieger an der Aupitzer Straße (Trutnov)

Architektur

1901

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das Flaschenlagergebäude , mit historisierender neugotischer Begrenzungsmauer, von H. O. Obrikat (Bärenquell-Brauerei)

1876

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wurde das von John Hubbard Sturgis und Charles Brigham im neugotischen Stil entworfene Museum of Fine Arts fertiggestellt. Es befand sich ursprünglich an der Südseite des Platzes, wurde aber nach dem Umzug in den Stadtteil Fenway–Kenmore 1910 abgerissen, um Platz für das Copley Plaza Hotel zu machen. (Copley Square)

Kunst & Kultur

1981

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Kultur und Sehenswürdigkeiten: Bützower Rathaus, 1848 bis 1850 als neugotischer Putzbau errichtet, 1995 renoviert; davor der Gänsebrunnen von Walter Preik

1948

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Sehenswürdigkeiten: Kirche St. Martin in Friesheim. Neugotische Kirche mit fast vollständigem Holzinventar (Altäre, Chorgestühl, Kanzel und Bänke): Entwurf Gebäude und Inventar August Lange. Besonders sehenswert ist ein Triumphkreuz vom Anfang des 14. Jahrhunderts, sowie ein Glasgemälde Maria und Johannes unter dem Kreuz , das erste Werk dieser Art von Walter Benner. (Erftstadt)
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Kunst: Die nach dem Brand 1842 im Stil der Neugotik wiedererrichtete St.-Nikolai-Kirche in Hamburg wird eingeweiht. Der Turm, der die Kirche zum vorerst höchsten Gebäude der Welt machen wird, wird erst in den nächsten zehn Jahren fertiggestellt.

1845

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Kultur und Sehenswürdigkeiten: Die Stadtkirche Kröpelin ist eine Gotische Backsteinkirche mit einem zweijochigem Chor vom 13. Jahrhundert und dem einschiffigem, dreijochigem Langhaus vom 14. Jh. Der Turm vom 15. Jahrhundert erhielt 1883 ein neues Obergeschoss und seinen Turmhelm. Das Bronze-Taufbecken stammt von 1508, die barocke Kanzel von 1786, die neugotische Altarwand von 1857 und die Orgel von

Sehenswürdigkeiten

1993

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Die katholische Pfarrkirche St. Georg wurde von 1606 bis 1622 erbaut. 1857 wurde sie mit den Bau des Querschiffes erweitert, 1993 bis 1994 im neugotischen Stil restauriert. Vor der Kirche befindet sich ein Steinkreuz aus dem Jahre 1763 sowie der Pfarrbrunnen von (Poppenhausen (Wasserkuppe))

1904

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Pfarrkirche Jennersdorf: römisch-katholisch, 1780-1800 erbaut, barock, neugotischer Schnitzaltar von

1888

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Dorfkirche Lexow; Saalkirche aus Feldstein von um 1400 mit einer 300 Jahre alten Kanzel; neugotischer schmaler Turm aus Backstein von (Walow)

1883

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Neugotische Dorfkirche von (Sukow)

1877

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1877 bis 1889 wurde die Pfarrkirche St. Josef, ein dreischiffiger, neugotischer Bau, nach Plänen von Lambert von Fisenne in der Nähe einer Kapelle des 16. Jahrhunderts auf einem zugeschütteten Maar errichtet. In ihr befindet sich eine denkmalgeschützte Orgel aus dem Jahre 1892. (Bocket)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2000

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Sakralbauten: St. Benno-Kirche, katholische Kirche im neugotischen Stil, geweiht 1887, durch Brandanschlag und Flut (2002) geschädigt, Erneuerung abgeschlossen im Oktober 2003 (Meißen)

1965

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke > Kirche: Döse: St. Gertrud zu Döse ist eine evangelische neugotische, einschiffige Backsteinkirche, die nach Plänen von Kirchenpauer 1886 entstand. 1452 wurde eine Kapelle buten den Dieks in Steinmarne (Döse) urkundlich erwähnt. Von 1526 bis 1530 umgebaut, erhielt sie 1534 den Namen St.? Gertrud. 1866 wurde sie abgerissen. Die Orgel stammt von 1887, der neue Kirchturm von (Cuxhaven)

1926

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Bauwerke: St. Joseph Kirche Hünningen , gotischer Stil. Das Gebäude ersetzt eine ehemalige Kapelle und besitzt einen achteckigen Glockenturm auf einem quadratischen Sockel. (Henry Cunibert)

1910

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Bauwerke – Auswahl: Cadet Chapel in West Point (New York)

1907

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Werke (unvollständig): Auch das „Lehrlingsheim“ des Stiftes zeigt einen gotisierenden Stil „insbesondere in den Spitzbogenfenstern mit Dreipaßmotiv im Obergeschoß sowie den Eingangsrisaliten mit fialenähnlichen Giebelaufsätzen“. Die beiden anfangs getrennt stehenden Gebäude wurden 1914 nach Entwurf von Werner Koech mit einem Mitteltrakt verbunden. (Heinrich Wegener)

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