Neuhochdeutsch

Neuhochdeutsch (Abk.: nhd./Nhd.) ist ein Terminus für die bis heute andauernde sprachgeschichtliche Periode der deutschen Sprache. Dem Neuhochdeutschen ging das Mittelhochdeutsch (bis etwa 1350) voran, und in seiner frühen Form ist es als Frühneuhochdeutsch (etwa 1350–1650 oder auch 1350–1500) bekannt. In der Einteilung nach Wilhelm Scherer († 1886) wird der Beginn des Neuhochdeutschen auf Mitte des 17. Jahrhunderts datiert. Zuweilen werden das Ende des Mittelhochdeutschen und der Beginn des Neuhochdeutschen bei 1500 angesetzt.

In Mittel- und Norddeutschland ist das Neuhochdeutsche seit etwa 1650 die Sprache der Literatur und gedruckter Texte. In den historischen Gebieten von Oberdeutschland (Süddeutschland, Österreich und der Schweiz z. B. in Vorderösterreich) und auf dem Territorium des heutigen Schwabenlandes sowie Bayerns setzte sich das Neuhochdeutsche erst ab etwa 1750 durch und verdrängte damit die dort zuvor gebräuchliche oberdeutsche Schreibsprache.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Werner Besch wird in Erdmannsweiler/ Schwarzwald geboren. Werner Besch ist ein deutscher Germanist und emeritierter Inhaber des Lehrstuhls für Deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur (unter Einschluss der deutschen Dialektologie) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seine hauptsächlichen Forschungsgebiete umfassten die Ausformung der neuhochdeutschen Sprache, Sprachwandel und Dialektologie, die deutsche Sprachgeschichte des Spätmittelalters und des Frühneuhochdeutschen.
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Gestorben: Franz Joseph Bob stirbt in Freiburg im Breisgau. Franz Joseph Bob war ein vorderösterreichischer Kameralist und Philologe und gilt als erster Professor auf einem wirtschaftswissenschaftlichen Lehrstuhl an der Universität Freiburg. 1768 verfasste er eine eigene Grammatik und Anleitung zur Rechtschreibung der oberdeutschen Schreibsprache, die sich jedoch nicht durchsetzen konnte, da sich schon kurz darauf die Gottsched'sche Variante des Neuhochdeutschen im ganzen deutschsprachigen Raum als Standardnorm durchsetzte.
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Gestorben: Friedrich Carl Fulda stirbt in Ensingen. Friedrich Carl Fulda war ein evangelischer Theologe und Philologe. Er gehörte zu den führenden Germanisten seiner Zeit und beteiligte sich an der Ausformulieren eines einheitlichen Standards des Neuhochdeutschen, lehnte dabei jedoch die Position der Anomalisten, vertreten vor allem durch Johann Christoph Gottsched und Johann Christoph Adelung, ab.
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Gestorben: Ignaz Weitenauer stirbt Salomonsweiler. Ignaz von Weitenauer war ein bayerisch-österreichischer Jesuit, Orientalist und Professor an der Universität Innsbruck. Er erstellte ein Bibellexikon, fertigte eine deutsche Bibelübersetzung mit Anmerkungen an und verfasste eine sprachkritische Schrift, mit der er sich am spätbarocken Sprachenstreit zwischen der oberdeutschen Schreibsprache und dem Neuhochdeutschen beteiligte.
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Geboren: Franz Joseph Bob wird in Dauchingen geboren. Franz Joseph Bob war ein vorderösterreichischer Kameralist und Philologe und gilt als erster Professor auf einem wirtschaftswissenschaftlichen Lehrstuhl an der Universität Freiburg. 1768 verfasste er eine eigene Grammatik und Anleitung zur Rechtschreibung der oberdeutschen Schreibsprache, die sich jedoch nicht durchsetzen konnte, da sich schon kurz darauf die Gottsched'sche Variante des Neuhochdeutschen im ganzen deutschsprachigen Raum als Standardnorm durchsetzte.

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