Neuverfilmung

Der Begriff Neuverfilmung, oft auch Remake (verkürzt für englischfilm remake), bezeichnet einen Film, der auf einem bereits veröffentlichten Film oder einer zuvor schon verfilmten Vorlage basiert. Neuverfilmungen sind seit Bestehen des Films üblich und werden aus unterschiedlichen, besonders häufig jedoch kommerziellen Gründen gedreht. Es gibt verschiedene Typen und Unterkategorien von Neuverfilmungen, deren Abgrenzung zueinander nicht immer eindeutig möglich ist. Eng verwandt mit dem Remake ist auch das Reboot (dt. ‚Neustart‘): Entsteht aus einem erfolgreichen Film eine Kinoserie (Bsp. Spider-Man) wird diese oft mit einem Reboot neu von vorne fortgesetzt.



Geschichte




Bereits seit Beginn des Filmes wurden Ideen oder ganze Filme als Neuverfilmungen wieder dem Zuschauer angeboten. So wird etwa L’Arrivée d’un train à La Ciotat (1895), einer der ersten Filme der Brüder Lumière, als Vorlage für die Neuverfilmungen der konkurrierenden Filmproduktionsfirmen Empire State Express (Bioscope, 1896) und Black Diamond Express (Edison, 1896) gesehen., S. 89 Als der Film in den folgenden Jahren als Jahrmarktsattraktion durch die Länder zog, waren Neuverfilmungen an der Tagesordnung. So finanzierte etwa der ortsansässige Unternehmer Ludwig Stollwerck eine Neuverfilmung am Kölner Hauptbahnhof. Dabei waren nicht nur das Ansinnen, erfolgreiche und beliebte Filme anderer zu kopieren, sondern auch der Verbrauch der Filmnegative als Grund zu nennen. Als ab den 1900er Jahren der Film komplexer wurde und eine sich langsam entwickelnde Autorenschaft der Filmschaffenden Rechtsstreite mit sich führte, verhalfen immer mehr abgewandelte Neuverfilmungen bei der Ausformulierung erster Filmgenres., S. 91In den Folgejahren wurden Neuverfilmungen in der Filmindustrie aus mehreren Gründen produziert: Erfolgreiche Filme boten oft eine Garantie auf einen Erfolg der Neuverfilmung. Die gekauften, teuren Rechte an einer Vorlage wurden mehrfach verwertet, um den Profit zu erhöhen. So wurden in den 1930er und 1940er Jahren Neuverfilmungen durch dasselbe Studio oft bereits in Abständen von wenigen Jahren gedreht. Auch wurden technische Erneuerungen, etwa der Tonfilm, Farbfilm, Cinemascope oder computergestützte Spezialeffekte, durch Verwendung bereits erfolgreicher Film als Vorlage getestet und eingeführt. Die Bedrohung durch neue Medien wie das Fernsehen oder Video führten ebenfalls zu einer erhöhten Produktion von Neuverfilmungen. Die hohe Anzahl von Neuverfilmungen bis in die 1950er Jahre wird auch mit dem damaligen Verständnis von Produzenten und Zuschauern begründet, die Filme nur als aktuelles Produkt ansahen....

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Anmerkungen

1931

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Der Film arbeitet mit vielen Hinweisen auf die Dracula-Verfilmung von William Tuttle, der Make-up-Designer des Films, wirkte schon damals mit. George Hamilton gibt dem Vampirfürsten den ungarischen Akzent, mit dem bereits Bela Lugosi arbeitete. Arte Johnson ahmt in seiner Rolle als Renfield die Darstellung von Dwight Frye aus der damaligen Version nach. Zudem erschien der Film im selben Jahr wie eine weitere „reguläre“ Verfilmung des Romans, Dracula von John Badham. Dieser Film war wiederum eine Neuverfilmung der Version von (Liebe auf den ersten Biss (Film))

Rundfunk, Film & Fernsehen

1967

Film:
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Winchester 73, Remake für das Fernsehen (Stuart N. Lake)

Rezeption

1996

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veröffentlichte Bernd Eichinger ein Remake der Thiele-Verfilmung von 1958 (Titelrolle: Nina Hoss). (Rosemarie Nitribitt)

Fortsetzungen

2001

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erschien eine US-amerikanischeNeuverfilmung des ersten Films unter dem Titel Just Visiting – Mit Vollgas in die Zukunft. Reno und Clavier spielten neben Christina Applegate wieder die Hauptrollen. (Die Besucher)

Hintergrund

1991

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Eine Neuverfilmung erschien mit Steve Martin, Diane Keaton und Kimberly Williams in den Hauptrollen, siehe Vater der Braut. (Vater der Braut (1950))

1985

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drehte Stan Dragoti eine Neuverfilmung mit dem Titel Der Verrückte mit dem Geigenkasten (alternativer Verleihtitel: Der große Blonde mit dem roten Schuh). Die Hauptrolle übernahm Tom Hanks. (Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh)

1957

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Das Produktions- und Schauspielerteam, mit Christopher Lee und Peter Cushing in den Hauptrollen, wurde bei den folgenden Hammer-Filmen meist beibehalten. Besonders wurden Filmvorlagen der Universal Studios aus den 1930er Jahren neu bearbeitet. Es handelte sich dabei jedoch nicht um simple Remakes, sondern es gelang Hammer häufig, eigene Interpretationen zu schaffen. Im Vergleich zu dem berühmten Dracula-Film von 1931 mit Bela Lugosi in der Hauptrolle ist dieser Film eher actionreich angelegt. Der fast zwei Meter große Christopher Lee verpasste der Person Dracula eine ganz eigene Erscheinung, und für Peter Cushing war die Rolle des Van Helsing nach seinem Auftritt in Frankensteins Fluch eine weitere Paraderolle. (Dracula (1958))

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