Nietzsche-Archiv

Das Nietzsche-Archiv war die erste Einrichtung, die sich der Archivierung, Erschließung und Herausgabe von Dokumenten zu Leben und Werk des Philosophen Friedrich Nietzsche widmete.

Das Archiv wurde 1894 in Naumburg gegründet und befand sich seit 1896 in Weimar. Seine Geschichte ist bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eng mit seiner Gründerin und jahrzehntelangen Leiterin Elisabeth Förster-Nietzsche, der Schwester des Philosophen, verknüpft. Obwohl es von Beginn an teilweise heftiger Kritik ausgesetzt war, konnte sich das – seit 1908 als Stiftung Nietzsche-Archiv geführte – Archiv bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs als zentrale Stelle der Nietzsche-Rezeption in Deutschland halten. In der DDR wurde es den Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar angeschlossen und 1956 formal aufgelöst. Seine Bestände wurden westlichen Forschern zugänglich gemacht, welche die fragwürdigen früheren Nietzsche-Ausgaben durch wissenschaftlich haltbare ersetzen konnten. In der DDR blieb Nietzsche allerdings ein faktisch verbotener Autor.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Carl August Emge stirbt in Bad Honnef. Carl August Emge war deutscher Rechtsphilosoph und Rechtssoziologe. Er war zeitweilig Leiter des Nietzsche-Archivs in Weimar.
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Gestorben: Elisabeth Förster-Nietzsche stirbt in Weimar. Therese Elisabeth Alexandra Nietzsche, bekannt als Elisabeth Förster-Nietzsche, war die Schwester des Philosophen Friedrich Nietzsche. Als alleinige Nachlassverwalterin ihres Bruders, Gründerin und Leiterin des Weimarer „Nietzsche-Archivs“ konnte sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Nietzsche-Kult in Deutschland inszenieren und lenken.
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Geboren: Carl August Emge wird in Hanau geboren. Carl August Emge war deutscher Rechtsphilosoph und Rechtssoziologe. Er war zeitweilig Leiter des Nietzsche-Archivs in Weimar.
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Geboren: Elisabeth Förster-Nietzsche wird in Röcken bei Lützen geboren. Therese Elisabeth Alexandra Nietzsche, bekannt als Elisabeth Förster-Nietzsche, war die Schwester des Philosophen Friedrich Nietzsche. Als alleinige Nachlassverwalterin ihres Bruders, Gründerin und Leiterin des Weimarer „Nietzsche-Archivs“ konnte sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Nietzsche-Kult in Deutschland inszenieren und lenken.

Kunst & Kultur

Kultur:
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Elisabeth Förster-Nietzsche, Schwester des seit 1889 geisteskranken Philosophen Friedrich Nietzsche, gründet in Naumburg das Nietzsche-Archiv.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1931

Sonderausstattungen der Reihe > Sonderausgaben für Vereinigungen und Unternehmen:
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Gesellschaft der Freunde des Nietzsche-Archivs: IB 421/1, Friedrich Nietzsche (Hrsg. Richard Oehler): Freundesbriefe, Titelblatt-Zudruck (Insel-Bücherei)

1903

Bauwerk:
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Nietzsche-Archiv“ in Weimar (Henry van de Velde)

1903

Werk:
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Nietzsche-Büsten für das das Nietzsche-Archiv (Karl Donndorf)
Literatur:
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Das Nietzsche-Archiv zieht von Naumburg nach Weimar um.

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