Nikolaiviertel

Blick von Westen auf den Straßenzug Spreeufer des Nikolaiviertels. Im Hintergrund die Nikolaikirche und der Fernsehturm

Das Nikolaiviertel in Berlin ist zusammen mit Cölln das älteste Siedlungsgebiet der Stadt und war die Keimzelle der späteren Doppelstadt Berlin-Cölln. Es entstand am östlichen Ufer der Spree rund um die Nikolaikirche in dem Karree SpreeuferRathausstraßeSpandauer StraßeMühlendamm im heutigen Ortsteil Mitte.



Geschichte




Ursache für die Gründung der beiden Orte Berlin und Cölln war der zwischen 1220 und 1230 gebaute Mühlendamm. Im Zentrum der Siedlung Berlin am östlichen Spreeufer wurde um das Jahr 1230 die Kirche St. Nikolai fertiggestellt, eine spätromanische Feldsteinbasilika. Zur gleichen Zeit entstand direkt gegenüber am westlichen Ufer auf der Spreeinsel die Petrikirche als Mittelpunkt für das etwas kleinere Cölln, das im Jahr 1237 erstmals urkundlich erwähnt wird. Das Jahr galt als Grundlage für die Stadtjubiläen 1937 (700 Jahre) und 1987 (750 Jahre), obwohl die einzig erhaltene Bestätigungsurkunde erst von 1238 datiert und in ihr nur Cölln, nicht aber Berlin erwähnt wird. Genaueres ist über die Anfänge der beiden Städte nicht bekannt, eventuelle schriftliche Zeugnisse – Gründungsurkunden oder dergleichen – sind vermutlich beim Stadtbrand von 1380 vernichtet worden.Die erste erhaltene Urkunde mit der Erwähnung Cöllns stammt vom 28. Oktober 1237. Berlin wird erst am 26. Januar 1244 in einem Schriftstück genannt. Weil beide Städte bald zusammenwuchsen, gilt 1237 als Geburtsjahr Berlins, die großen Stadtjubiläen orientieren sich an diesem Datum, was jedoch den Werbespruch „Nikolaiviertel – im Mittelpunkt seit 1237“ nicht richtiger macht. Am 20. März 1307 wurden die beiden Orte zur Doppelstadt Berlin-Cölln vereinigt, 1486 machte der Kurfürst Johann Cicero sie zu seiner ständigen Residenz. Zu dieser Zeit war die Siedlung zu einem bedeutenden Handelsplatz herangewachsen, der sich im 14. Jahrhundert auch der Hanse angeschlossen hatte.Wachsende Wirtschaftskraft und relativer Wohlstand erlaubten es der Bürgerschaft, ihr zentrales Bauwerk, die Nikolaikirche, schon um 1264 wesentlich umzubauen. Es entstand eine gotische Hallenkirche, die auch in den folgenden Jahrhunderten immer wieder verändert wurde. Wesentliches Merkmal der Kirche und des alten Berliner Stadtzentrums blieb aber bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die asymmetrische mittelalterliche Fassade mit dem einen, schlanken Turm, der erst in den 1870er Jahren durch einen neogotischen Doppelturm ersetzt wurde. Während Berlin sich ringsherum ständig ausdehnte und neue städtische Zentren sich bildeten, veränderte sich das Nikolaiviertel kaum; hauptsächlich Handwerker wohnten und arbeiteten in den engen, winkligen Gassen.

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Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1987

Werk:
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Bronzeplastik Leierkastenmann, Berlin, Nikolaiviertel (Gerhard Thieme)

1987

Werk > Münzen:
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Nicolaiviertel Berlin 5 M (Joachim Rieß)

1987

Werk:
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Bronzeplastik Berliner Originale, Berlin, Nikolaiviertel (Gerhard Thieme)

1972

Werk:
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Brunnenfiguren Berliner Typen (auch Marktbrunnen genannt), Berlin, zuerst hinter dem Neubau der Zentralmarkthalle, später in den Rathauspassagen, seit den 1990er Jahren im Nikolaiviertel aufgestellt. (Gerhard Thieme)

Das neue Nikolaiviertel

1988

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Wohn- und Geschäftsstraße Am Nußbaum

1987

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Wiederaufbau des Nikolaiviertels

"Nikolaiviertel" in den Nachrichten