Notwasserung

Eine Notwasserung ist eine Notlandung auf dem Wasser durch ein Fluggerät, das nicht für Wasserlandungen ausgelegt ist. Notwasserungen kommen in der modernen Luftfahrt äußerst selten vor.

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Chesley B. Sullenberger wird in Denison, Texas geboren. Chesley Burnett „Sully“ Sullenberger III ist ein US-amerikanischer Pilot mit über 20.000 Flugstunden Erfahrung. Er führte 2009 erfolgreich eine Notwasserung des US-Airways-Fluges 1549 auf dem Hudson River durch.
Gestorben:
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Lawrence Sperry stirbt nach Notwasserung im Ärmelkanal, sein Leichnam wurde am 11. Januar 1924 gefunden. Lawrence Burst Sperry, war US-amerikanischer Pilot und Luftfahrtpionier.

Liste von Notwasserungen von Verkehrsflugzeugen

2002

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fielen beim Flug Garuda Indonesia 425 mit einer Boeing 737 beide Triebwerke aufgrund starken Hagels aus. Mehrere Versuche, die Triebwerke wieder zu starten, scheiterten, so dass sich die Piloten gezwungen sahen, auf dem Fluss Bengawan Solo nahe Yogyakarta zu landen. Von den insgesamt 60 Personen an Bord verstarb eine Flugbegleiterin.

1996

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wurde eine Boeing 767-200ER auf dem Ethiopian-Airlines-Flug 961 entführt. Nachdem der Treibstoff ausgegangen war, machten die Piloten eine Landung auf dem recht seichten Wasser des Indischen Ozeans, etwa 500? m vor der Küste der Inselgruppe Komoren, bei deren Hauptstadt Moroni. Dabei zerbrach das Flugzeug in mehrere Teile. 52 der 175 Insassen überlebten. Einige starben, da sie die Schwimmwesten bereits in der Kabine aufgeblasen hatten und somit an Bord gefangen waren.

1968

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landete eine Douglas DC-8 der Japan Airlines bei dichtem Nebel etwa vier Kilometer vor der Landebahn des Flughafens San Francisco im Meer. Als Ursache wurde mangelnde Erfahrung des Piloten mit dem Instrumentenlandesystem festgestellt. Den Unfall überlebten alle Passagiere und Besatzungsmitglieder des Fluges. Das Flugzeug wurde wenige Tage später aus der Bucht von San Francisco geborgen, danach repariert und wieder in Dienst gestellt.

1963

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konnte eine Tu-124 der Aeroflot nach dem Start in Tallinn ihr Fahrwerk nicht vollständig einfahren. Der Flughafen war jedoch bereits wegen Nebels geschlossen, so dass die Crew die Maschine in Leningrad auf einer Schotterpiste landen wollte. Wegen der defekten Treibstoffanzeige flogen sie acht Runden, bis die Besatzung bemerkte, dass auf den Anzeigen der Treibstoff nicht weniger wurde. Gleichzeitig setzte eines der Triebwerke aus. Um es noch rechtzeitig zum Flughafen zu schaffen, bekam die Crew die Erlaubnis, direkt über der Stadt zu fliegen. Dann setzte auch das zweite Triebwerk aus und die Maschine musste sofort auf dem Fluss landen. Die 52 Passagiere blieben unverletzt. Die Crew wurde für unschuldig erklärt, und die Schuld wurde der Flughafenleitung zugesprochen, weil diese einem Flugzeug ohne Treibstoff eine Flugerlaubnis über der Stadt erteilt hatte.

1963

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konnte eine Tu-124 der Aeroflot nach dem Start in Tallinn ihr Fahrwerk nicht vollständig einfahren. Der zusätzliche Luftwiderstand erhöht den Treibstoffverbrauch. Der Flughafen war jedoch bereits wegen Nebels geschlossen, so dass die Crew die Maschine in Leningrad auf einer Schotterpiste landen wollte. Wegen einer defekten Treibstoffanzeige flogen sie acht Runden, bis die Besatzung bemerkte, dass auf den Anzeigen der Treibstoff nicht weniger wurde. Gleichzeitig setzte eines der Triebwerke aus. Um es noch rechtzeitig zum Flughafen zu schaffen, bekam die Crew die Erlaubnis, direkt über der Stadt zu fliegen. Dann setzte auch das zweite Triebwerk aus und die Maschine musste sofort auf dem Fluss landen. Die 52 Passagiere blieben unverletzt. Die Crew wurde für unschuldig erklärt, und die Schuld wurde der Flughafenleitung zugesprochen, weil diese einem Flugzeug ohne Treibstoff eine Flugerlaubnis über der Stadt erteilt hatte.

Tagesgeschehen

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New York/Vereinigte Staaten: Eine Notwasserung auf dem Hudson River überstehen alle 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord eines Airbus A320 der US-Fluggesellschaft US Airways unverletzt. Die Maschine war auf dem Weg vom New Yorker Flughafen LaGuardia nach Charlotte. Der Pilot hatte kurz nach dem Start über Probleme mit einem Vogelschwarm berichtet. Augenzeugen gaben an, das Flugzeug sei nach dem Start nicht schnell genug gestiegen und habe dann an Höhe verloren, Passagiere berichteten über Triebwerksprobleme und Triebwerksausfall. Dem Piloten gelang anschließend eine Notwasserung der vollbesetzten Maschine auf dem Hudson River. Die herbeigeeilten Rettungskräfte und Fährschiffe konnten die Passagiere, welche sich teilweise auf den Tragflächen vor den eiskalten Wassertemperaturen in Sicherheit gebracht hatten, an Land bringen. Anschließend konnte ein vollständiges Versinken der Maschine verhindert und das Flugzeug zu einem etwa 3 km flussabwärts gelegenen Bootsanleger geschleppt und dort vertäut werden. Bilder vom Unglücksort auf welt.de

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