Nové Město na Moravě

Nov M?sto na Morav?
Wappen von Nové Město na Moravě
Basisdaten
Staat:Tschechien
Region:Kraj Vyso?ina
Bezirk:??r nad Szavou
Flche:6113 ha
Geographische Lage:4934?N, 165?OKoordinaten:4933?40?N, 164?30?O
Hhe:594mn.m.
Einwohner:10.110 (1. Jan. 2017)
Postleitzahl:592 31
Kfz-Kennzeichen:J
Verkehr
Strae:??r nad Szavou - Byst?ice nad Pern?tejnem
Bahnanschluss:??r nad Szavou - Ti?nov
Struktur
Status:Stadt
Ortsteile:10
Verwaltung
Brgermeister:Michal ?marda (Stand: 2010)
Adresse:592 31 Nov M?sto na Morav?
Vratislavovo nm?st 103
Gemeindenummer:596230
Website:www.nmnm.cz

Nové Město na Moravě ist eine Stadt in Tschechien in der Region Vysočina zehn Kilometer östlich der früheren Bezirksstadt Žďár nad Sázavou.



Inhaltsverzeichnis



Deutscher Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nové Město heißt ins Deutsche übersetzt „neue Stadt“ bzw. „Neustadt“, wie viele andere Städte und Ortsteile in Tschechien mit dem gleichen Namen. Mit dem Zusatz „na Moravě“ handelt es sich hierbei also um „Neustadt in Mähren“. In diesem besonderen Fall gibt es für Nové Město jedoch im Deutschen auch den Namen „Neustadtl“, der bei den anderen Orten in Tschechien nicht verwendet wird. Beide Schreibweisen finden heute in Fach- und Reiseliteratur Verwendung.



Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nové Město na Moravě liegt am Südrand der Žďárské vrchy (Saarer Berge) im Ostteil der Böhmisch-Mährischen Höhe im westlichen Mähren am Oberlauf des Flüsschens Bobrůvka. Nördlich der Stadt befindet sich der Ochozawald, im Westen erheben sich der Harusův kopec (741 m) und der Šibenice (706 m).



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde um 1250 von Boček von Jaroslavice und Zbraslav († 1255), dem Gründer des Zisterzienserklosters Saar, gegründet. Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte 1267 als „Bočkanov“ in einer Urkunde des Olmützer Bischofs Bruno von Schauenburg, in der er dem Kloster die Zehntansprüche aus den ehemaligen Gütern Bočeks von Jaroslavice und Zbraslav bestätigte. 1293 wurde der Ort unter dem Namen „Nova Civitas“ in einer Urkunde Wenzels II. erstmals als Städtchen bezeichnet und unterstand der Gerichtsbarkeit des Klosters. Mit dem Tode von Smil von Obřany erlosch 1312 die Stammlinie des Boček von Jaroslavice und Zbraslav im Mannesstamme und ihre Güter fielen den Herren von Leipa zu. Nachfolgend entwickelte sich die Stadt zum Zentrum einer Herrschaft. 1482 übernahm Wilhelm II. von Pernstein die Herrschaft als Vormund für Pertold von Leipas nachgelassenen Sohn Heinrich und kaufte sie ihm 1495 ab. 1499 erhielt Neustadtl das Privileg für zwei Jahrmärkte. Im Jahre 1500 teilte Wilhelm von Pernstein die Herrschaft in die Anteile Neustadtl und Ingrowitz. Unter Johann von Pernstein begann die Abtrennung der Herrschaft Ingrowitz.

Während der Herrschaft der Herren von Pernstein erreichte die Stadt in der Renaissance ihre größte Blüte. 1564 übernahm die Stadt einen Teil der Schulden von Vratislav von Pernstein, der ihr im Gegenzuge eine weitgehende Selbstverwaltung gewährte. Nach Vratislavs Tod verkauften seine Söhne Jan und Maximilian von Pernstein die verschuldete Herrschaft an Wilhelm Dubský von Třebomyslice, der das Schloss Neustadtl zu seinem Sitz machte. 1603 kaufte Dubský auch die Herrschaft Ingrowitz auf. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurden die Güter Dubskýs 1624 wegen Beteiligung am Ständeaufstand konfisziert und an Kardinal Franz Xaver von Dietrichstein verkauft, der bereits 1616 die Güter des Klosters Saar erworben hatte. Dessen Erbe fiel 1636 seinem Bruder Maximilian zu, der die Herrschaft 1638 an den Verwalter Simon Kratzer von Schönsberg verpachtete. Kratzer wurde 1645 beim Angriff der Schweden auf Neustadtl erschossen. Sein Sohn Franz Maximilian Kratzer von Schönberg errichtete in den Saarer Bergen mehrere Eisenhütten und -hämmer. 1660 kaufte Kratzer die Herrschaft. Als er 1679 verstarb, hinterließ er große Schulden und die Herrschaft ging in die Verwaltung eines der Hauptgläubiger, Ferdinand Fürst von Dietrichstein, über. Dessen Sohn Leopold überließ die Herrschaft 1699 dem adeligen Damenstift Maria Schul in Brünn. Das Damenstift leitete im 18. Jahrhundert eine weitere Kolonisation der Saarer Berge ein.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften wurde Nové Město /Neustadtl ab 1850 Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Gerichtsbezirkes in Mähren. Mit dem Bau der Strecke von Tišnov (Tischnowitz) nach Žďár nad Sázavou (Saar) erhielt die Stadt 1905 einen Anschluss an das Eisenbahnnetz. 1906 erfolgte zur Unterscheidung von „Mährisch-Neustadt“, damals und heute tschechisch Uničov, die Erweiterung des bisherigen tschechischen Stadtnamens „Nové Město“ (dt.: Neustadt) zu Nové Město na Moravě (dt.: Neustadt in Mähren). Die Stadt verlor 1949 ihren Status als Bezirksstadt und wurde dem Okres Žďár nad Sázavou angeschlossen.



Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besteht aus den Ortsteilen Hlinné (Hlinny, auch Leimfeld), Jiříkovice (Jirschikowitz), Maršovice (Marschowitz), Nové Město na Moravě (Neustadtl), Olešná (Oleschna), Petrovice (Petrowitz), Pohledec (Pochledetz), Rokytno, Slavkovice (Slawkowitz) und Studnice (Studnitz) sowie der Ortslage Horní Dvůr (Oberhof).



Sehenswrdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erhaltene historische Stadtkern bildet eine städtische Denkmalzone, deren reiche Ausschmückung der Straßen und Plätze mit Plastiken der in der Stadt geborenen Bildhauer Jan Štursa und Vincenc Makovský ergänzt wird. Zu den bedeutendsten Denkmälern gehören die katholische Kirche St. Kunigunde (Kostel svaté Kunhuty), das Alte Rathaus und das Schloss.

  • Katholische Kirche St. Kunigunde (Kostel svat Kunhuty), Wratislaw-Platz (Vratislavovo nm?st), 14. Jahrhundert
  • Friedhofskirche Mari Himmelfahrt (Kostel Nanebevzet Panny Marie), Ersterwhnung 1596
  • Evangelische Kirche, Neo-Renaissance 1898
  • Schloss, Entstehung zweite Hlfte des 16. Jahrhunderts. Im Schloss ist jetzt die Hochlandgalerie (Horck galerie) untergebracht.
  • Altes Rathaus, 1555 aus zwei Stadthusern am Oberplatz umgebaut. Im Gebude befindet sich das Hochland-Heimatmuseum (Horck muzeum).
  • Haus Nr. 121, 1608 Einrichtung einer Schule auf Kosten eines Beamten
  • Haus Nr. 13, Haus der jdischen Familie Brady. Das Schicksal der Tochter Hana Brady wurde durch das Buch der kanadischen Schriftstellerin Karen Levine, hnlich wie das Schicksal von Anne Frank, bekannt.
  • Haus Nr. 97 aus der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. Heute Sitz des Stadtinformationszentrums
  • Haus Nr. 103 aus der Mitte des 16. Jahrhunderts mit Renaissance-Ursprngen, ursprnglich mit Braurecht. Rekonstruktion 2002?2003 als Sitz der Stadtverwaltung
  • Haus Nr. 7, Hotel ?Pansk d?m? (Herrenhaus)
  • Haus Nr. 124, Gebude der I. Grundschule von 1879
  • Haus Nr. 11, Geburtshaus des Bildhauers Vincenc Makovsk


Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordwestlich der Stadt Nové Město na Moravě befindet sich am Harusův kopec und im Ochozawald das bedeutendste Skizentrum auf der Böhmisch-Mährischen Höhe, wo seit 1934 jährlich der Wettkampf um den Pokal Goldener Ski der Böhmisch-Mährischen Höhe ausgetragen wird. Dieser Wettkampf ist seit 1981 Teil des Skilanglauf-Weltcups. Nové Město na Moravě war mit der 2006 eröffneten Vysočina Arena Gastgeber der Biathlon-Europameisterschaften 2008 und 2014. Zudem bewarb sich die Stadt als Ausrichter für die Biathlon-Weltmeisterschaften 2011, verlor die Abstimmung aber gegen Chanty-Mansijsk. Stattdessen wurden die Biathlon-Weltmeisterschaften 2013 in Nové Město na Moravě ausgetragen. Im Januar 2012 fand dort erstmals ein Biathlon-Weltcup statt.



Stdtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niederlande Waalre, Niederlande
  • DeutschlandOsterreichUngarnTschechienSlowakeiPolenNiederlande Die Stadt ist Mitglied der internationalen Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa, der 37 Stdte und Gemeinden mit dem Namen Neustadt in sieben europischen Staaten (Deutschland, sterreich, Ungarn, Tschechische Republik, Slowakei, Polen und Niederlande) angehren.


Shne und Tchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ??esk statistick ?ad ? Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)

Nové Město na Moravě ist eine Stadt in Tschechien in der Region Vysočina zehn Kilometer östlich der früheren Bezirksstadt Žďár nad Sázavou.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Martina Sáblíková wird in Nové Město na Moravě geboren. Martina Sáblíková ist eine tschechische Eisschnellläuferin. Sie ist eine auf Lang- und Mittelstrecken spezialisierte Mehrkämpferin. Zudem ist sie im Speedskating und als Radrennfahrerin erfolgreich.
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Geboren: Eva Vítečková wird in Nové Město na Moravě geboren. Eva Vítečková ist eine tschechische Basketballspielerin.
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Geboren: Martin Koukal wird in Nové Město na Moravě geboren. Martin Koukal ist ein tschechischer Skilangläufer.
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Geboren: Radek Jaroš wird in Nové Město na Moravě geboren. Radek Jaroš ist ein tschechischer Bergsteiger. Von den weltweit 14 Achttausendern hat er bereits 13 bestiegen. Zur Besteigung aller Achttausender fehlt ihm nur noch der Gipfelerfolg auf dem K2.
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Geboren: Miroslava Němcová wird in Nové Město na Moravě geboren. Miroslava Němcová ist eine tschechische Politikerin der Partei ODS und erste weibliche Präsidentin des Abgeordnetenhauses des tschechischen Parlamentes.

Sport

2013

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6.–17. Februar: 46. Biathlon-Weltmeisterschaften in Nove Mesto na Morave, Tschechien

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2013

Sportlicher Erfolg > Weltmeisterschaft > Biathlon:
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in Nové Město na Moravě: 5. Platz mit der Staffel (Christoph Sumann)

Tagesgeschehen

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Nové Město na Moravě/Tschechien: Beginn der Biathlon-Weltmeisterschaften 2013

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