Geboren & Gestorben

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Gestorben: Alfred Neugebauer (Feuerwehrmann) stirbt in Dresden. Alfred Neugebauer war ein deutscher Feuerwehrmann, Bergsteiger und Denkmalpfleger. Er rettete den Davidstern der Dresdner Synagoge während der Novemberpogrome 1938 vor der Zerstörung.
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Gestorben: Wilhelm Krützfeld stirbt in Berlin. Wilhelm Krützfeld war ein preußischer Polizeibeamter. Er bewahrte in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin vor der Zerstörung.
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Gestorben: Nathan Saretzki stirbt in Auschwitz/Oberschlesien. Nathan Saretzki war ein deutscher Tenor, Religionslehrer, letzter Oberkantor und Rabbinatsverweser der liberalen jüdischen Hauptsynagoge in der Börnestraße von Frankfurt am Main sowie Kantor an der liberalen Westend-Synagoge dieser Stadt. Während der Pogrome am 9. November 1938 rettete er aus der brennenden Hauptsynagoge Bände mit Noten und sicherte damit die Überlieferung historisch wertvoller liturgischer Kompositionen für den modernen, liberalen, synagogalen Ritus. Diese Partituren bilden heute die Basis der Oberkantor-Nathan-Saretzki-Stiftung des Europäischen Zentrums für jüdische Musik in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Von Margot Käßmann wurde die Rettung der liberalen jüdischen Liturgie durch Saretzki in ihrer Eigenschaft als Bischöfin der hannoverschen Landeskirche im März 2005 als Beispiel für „im Bösen gelebte Geschwisterlichkeit“ bezeichnet.
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Gestorben: Hanns Günther von Obernitz stirbt bei Exin. Hanns Günther von Obernitz, auch fälschlich Heinz Günther von Obernitz, war ein deutscher Offizier, SA-Obergruppenführer und Politiker (NSDAP). Während des Nationalsozialismus amtierte er von Anfang September 1933 bis Anfang Juli 1934 als Polizeipräsident von Nürnberg-Fürth. Er war in Nürnberg maßgeblich an antijüdischen Ausschreitungen beteiligt und organisierte dort 1938 die Novemberpogrome.

1942

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Gestorben: Herschel Grynszpan stirbt vermutlich im KZ Sachsenhausen. Herschel (Hermann) Feibel Grynszpan – gelegentlich auch Grünspan – war ein in der Weimarer Republik geborener und aufgewachsener Jude polnischer Staatsangehörigkeit, der 1942 wahrscheinlich im KZ Sachsenhausen von SS-Leuten ermordet wurde. Grynszpan war als 14 jähriger im Jahr 1935 aus Deutschland nach Frankreich emigriert, weil es in Deutschland keine Zukunft für ihn gab. Als er Anfang November 1938 davon erfuhr, dass seine Eltern mit zehntausenden anderen Polen zwangsweise unter menschenunwürdigen Umständen nach Polen deportiert worden waren, verübte er am 7. November 1938 in Paris ein Revolver-Attentat auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath. Rath erlag zwei Tage später seinen Verletzungen. Herrschel Grynszpan hatte seine Tat begangen, um die Demütigung und schlechte Behandlung seiner Eltern und seiner Verwandten und Freunde zu rächen. Dem nationalsozialistischen Regime diente diese Tat als Vorwand, um unter dem Motto Rache für den Mord an vom Rath, schon lange vorbereitete Novemberpogrome 1938 gegen die kleine Bevölkerungsgruppe jüdischen Glaubens durchzuführen.

Arten > Jahrestage

1938

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der 9. November als Tag des gescheiterten „Hitlerputsches“ im Jahr 1923 sowie der „Reichskristallnacht“ im Jahr (Rechtsextreme Symbole und Zeichen)

Geschichte > Eckpunkte der Stadtgeschichte > Villingen

1938

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Der Betsaal der Jüdischen Gemeinde in der Gerberstraße wurde beim Novemberpogrom von SA-Männern zerstört. Heute erinnern ein Brunnen und eine Gedenktafel an dieses Gotteshaus und an die jüdischen Opfer der Shoa (Villingen-Schwenningen)

Episoden > Kapitel 4: Hitler an der Macht

1938

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Die Pogromnacht (100 Jahre – Der Countdown)

Ereignisse während seiner Amtszeit

1938

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Novemberpogrome , Renovierung des Stadttheaters, die Stadt scheidet aus dem Landkreis Mainz aus und wird kreisfrei (Robert Barth (Politiker))

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1975

Veröffentlichungen:
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Zweierlei Inschriften (Nachdenkliches zum 9. November), in: Kirchengemeinde Brake. Informationen und Meinungen, Nr. 38/ (Heinrich Diestelmeier)

1965

Werk > Werke in Köln:
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Roonstraße 50, Inschrift in die Fassade der Synagoge zur Erinnerung an die Zerstörung am 9. November 1938 bei den Novemberpogrome 1938, Entwurf und Ausführung, 1964 bis (Eduard Schmitz (Bildhauer))

1938

Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke und Kunstdenkmäler > Denkmäler:
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Am ehemaligen Standort der Synagoge erinnert eine Skulptur an die Novemberpogrome (Hildesheim)

Tagesgeschehen

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Mainz/Deutschland: Am Standort des 1938 von den Nationalsozialisten zerstörten alten Gotteshauses wird die neue Synagoge eingeweiht.
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Berlin/Deutschland: Zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer reisen 30 Staats- und Regierungschefs an, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Höhepunkt beim Fest der Freiheit ist ein symbolischer Mauerfall, repräsentiert durch 1000 bemalte, riesige Dominosteine. Daneben wurde den Novemberprogromen von 1938 gedacht, bei denen Synagogen und jüdische Geschäfte geplündert wurden.
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90. Jahrestag des Endes der Monarchie im Deutschen Kaiserreich.

Politik & Weltgeschehen

1988

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Chronologie: Zur Erinnerung an die so genannte „Reichspogromnacht“, 1938, errichtet Helnwein in Köln die 100 Meter lange Installation Neunter November Nacht zwischen Museum Ludwig und dem Kölner Dom. Helnwein konfrontiert die Passanten mit übergroßen blassen Kindergesichtern in endlos scheinender Reihe, wie zur KZ-Selektion aufgereiht. Schon nach einigen Tagen kam es zu ersten Beschädigungen: Unbekannte schlitzen die Kinderportraits in der Höhe der Kehlen auf. (Gottfried Helnwein)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Im Rahmen der Novemberpogrome ordnet Reichserziehungsminister Bernhard Rust die sofortige Entlassung jüdischer Schüler aus staatlichen Schulen an. Die Teilnahme am Unterricht wird ihnen verboten. (14. November)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Pogromnacht: Im Deutschen Reich kommt es reichsweit zu organisierten Übergriffen gegen Juden und jüdische Einrichtungen, bei denen unter anderem Synagogen in Brand gesteckt werden. Polizei und Feuerwehr haben Weisung, nur nichtjüdisches Eigentum zu schützen. (9. November)
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Das Deutsche Reich & dessen Expansion: auf 10. NovemberReichspogromnacht“: Pogrom gegen die Juden im Deutschen Reich.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Am Jahrestag der reichsweiten Pogrome von 1938 wird die restaurierte ehemalige Synagoge im westfälischen Drensteinfurt als Kulturstätte eröffnet.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2013

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Rundfunkberichte: Michael Reitz: Die Reichspogromnacht 1938 – Fanal des größten Verbrechens der Geschichte in SWR2 Wissen vom 8. November
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Rundfunk: Für die politische Nachrichtensendung Zeitfunk des „Reichssender Wien“ berichtet der NS-Journalist Eldon Walli in einer Reportage von der zerstörten Synagoge in der Tempelgasse in Wien-Leopoldstadt über die Auswirkungen der Novemberprogrome. Zynisch bedankt sich Walli bei der NSDAP: „Hier muss man es wieder der Partei zuschreiben, dass das Judentum vor dem größten Unglück bewahrt wurde, wenn auch die Volksmeinung und die Massen der Bevölkerung erbittert gegen die Juden auftreten, so ist es immer wieder die Partei, die ihnen wenigstens noch das Leben rettet und sie vor dem gänzlichen Untergang bewahrt.“

"Novemberpogrome 1938" in den Nachrichten