Nowokusnezk

Stadt
Nowokusnezk
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FlaggeWappen
Flagge
FderationskreisSibirien
OblastKemerowo
StadtkreisNowokusnezk
Innere Gliederung6 Stadtrajons
BrgermeisterSergei Kusnezow
Gegrndet1618
Frhere NamenKusnezk (bis 1931)
Nowokusnezk (1931–1932)
Stalinsk (1932–1961)
Stadt seit1931
Flche424km
Bevlkerung547.904 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)
Bevlkerungsdichte1292 Einwohner/km
Hhe des Zentrums200m
ZeitzoneUTC+7
Telefonvorwahl(+7) 3843
Postleitzahl6540xx
Kfz-Kennzeichen42, 142
OKATO32431
Websitewww.admnkz.ru
Geographische Lage
Koordinaten5345?N, 877?OKoordinaten:5345?0?N, 877?0?O
Lage in Russland
Lage in der Oblast Kemerowo
Liste der Stdte in Russland

Nowokusnezk (russisch Новокузнецк; Aussprache?/i) ist eine russische Großstadt im Steinkohlerevier des Kusbass in der Oblast Kemerowo am Fluss Tom im Südwesten Sibiriens. Sie hat 547.904 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010) und liegt 308 km südlich der Gebietshauptstadt Kemerowo.



Inhaltsverzeichnis



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nowokusnezk wurde 1618 von Kosaken als Kusnezk (Кузнецк) gegründet. Anfangs bestand die Ortschaft aus einem befestigten Ostrog am Tom-Ufer, der seinen Namen Kusnezk der bevorzugten Beschäftigung der einheimischen Bevölkerung, der Eisenmetallurgie (russ. kusnez = „Schmied“), verdankte. 1622 erhielt die Festung erstmals Stadtrechte und diente noch bis zum 18. Jahrhundert als militärischer Stützpunkt an Russlands östlicher Grenze. Anfang des 19. Jahrhunderts verlor die Festung jedoch endgültig ihre militärische Bedeutung und wurde wieder zu einem Dorf abgestuft.

Einen entscheidenden Wachstumsschub für den Ort gab es in den 1930er-Jahren. 1929 begann hier die Errichtung eines Metallurgiekombinats, welches die industrielle Verarbeitung der in der Region vorhandenen Steinkohle und Erze aufnehmen sollte. Im Zuge des 1932 abgeschlossenen Baus des Kombinats vereinigten sich das ehemalige Kusnezk sowie mehrere angrenzende Ortschaften (darunter die Arbeitersiedlung Sad-Gorod) zu einer neuen Industriestadt, die 1931 ihre Stadtrechte erhielt. 1931 bekam die neue Stadt ihren heutigen Namen, wurde jedoch 1932 zu Ehren Josef Stalins in Stalinsk (Сталинск) umbenannt und hieß noch bis 1961 so, als die Stadt wieder den Namen Nowokusnezk (wörtlich „Neu-Kusnezk“) erhielt. Bis zu den 1960er-Jahren wurden in der Stadt weitere drei Metallurgie-Großbetriebe aufgebaut.

In Nowokusnezk bestand das Kriegsgefangenenlager 525, Stalinsk, für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.

Bevlkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

JahrEinwohner
18973.117
1939169.393
1959376.730
1970499.183
1979541.356
1989599.947
2002549.870
2010547.904

Anmerkung: Volkszählungsdaten



Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nowokusnezker Metallurgiekombinat
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Die Stadt Nowokusnezk ist verwaltungstechnisch in sechs Stadtbezirke (auch Stadtrajons genannt) unterteilt, die mit dem Stand vom 1. Januar 2007 die folgenden Einwohnerzahlen haben:

StadtrajonRussischer NameEinwohner
(14. Oktober 2010)
Bemerkung
Kuibyschewski????????????79.121Name bedeutet Rajon Kuibyschew
Kusnezki?????????50.390
Nowoiljinski?????????????73.755
Ordschonikidsewski?????????????????82.050Name bedeutet Rajon Ordschonikidse
Sawodskij?????????98.133Name bedeutet Werksrajon
Zentralny???????????164.455Name bedeutet Zentraler Rajon


Sehenswrdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erlöser- Verklärungskathedrale von Nowokusnezk
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Trotz einer Vielzahl von Industriebetrieben gilt Nowokusnezk als eine vergleichsweise grüne Stadt, da das Zentrum beim Bau in den 1930er-Jahren gemäß den Idealen einer Gartenstadt entwickelt wurde. Neben einer Vielzahl von Gebäuden aus den 1930ern und der Nachkriegszeit sind in Nowokusnezk mit der Erlöser-Verklärungskathedrale (Спасо-Преображенский собор) und der ehemaligen Kusnezker Festung zwei markante Bauwerke der Zarenzeit erhalten geblieben. Die Erlöser-Verklärungskathedrale in ihrer heutigen Gestalt wurde in den Jahren 1792–1835 erbaut und gilt als Beispiel des sogenannten „sibirischen Barocks“, das sonst nur in alten sibirischen Städten wie Irkutsk, Tomsk oder Tobolsk anzutreffen ist.



Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pädagogische Hochschule in Nowokusnezk
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Nowokusnezk ist eines der größten Industriezentren Westsibiriens. Hier befinden sich die beiden Metallurgiekombinate Kusnezk (gegründet 1929) und Westsibirien (1961), die beide zu den größten russischen Herstellern von Eisenbahnschienen gehören, außerdem das Nowokusnezker Aluminiumwerk, die Nowokusnezker Fabrik für Eisenlegierungen, mehrere Steinkohlebergwerke des Kusnezker Beckens, Maschinenbaubetriebe, Nahrungsmittelfabriken und zwei Heizkraftwerke. Aufgrund der Vielzahl der Industrieobjekte und deren relativ hohen Schadstoffausstoßes gilt die Umweltsituation in Nowokusnezk als überaus angespannt.



Unglcke in Kohlebergwerken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. März 2007 ereignete sich in der Uljanowskaja-Mine eine schwere Methangas-Explosion, bei der 110 Bergarbeiter zu Tode gekommen sind. Die Mine wurde erst im Jahr 2002 in Betrieb genommen und gehört zum Imperium des Oligarchen Roman Abramowitsch.

Am 24. Mai 2007 hat sich erneut ein schweres Grubenunglück in Nowokusnezk ereignet. Bei einer Methangas-Explosion in einem Bergwerk unweit des schon im März 2007 von einer Methangas-Explosion betroffenen Schachts kam es in 500 Metern Tiefe zu der Verpuffung, der 38 Bergarbeiter zum Opfer fielen. Zum Zeitpunkt der Detonation befanden sich 217 Arbeiter unter Tage. 179 Bergleute konnten gerettet werden. Die zu hohen und somit gefährlichen Methangaskonzentrationen sollen den Bergwerksbetreibern bekannt gewesen sein.



Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nowokusnezk ist ein bedeutender Eisenbahnknoten. Direkte Zugverbindungen existieren beispielsweise nach Kemerowo, Meschduretschensk und Nowosibirsk, auch Fernzüge aus Moskau halten hier. Der internationale Flughafen Nowokusnezk befindet sich 18 km westlich der Stadt.

Das innerstädtische Netz des öffentlichen Verkehrs besteht aus rund 90 Linien mit einem eigenständigen Straßenbahn- und einem Trolleybusnetz.



Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eishockeymannschaft von Metallurg Nowokusnezk spielt in der Kontinentalen Hockey-Liga, die Fußballer des Vereins FK Metallurg Nowokusnezk sind in der 1. Division aktiv.



Nowokusnezk in der Belletristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bau des Metallurgiekombinats Kusnezk ist Thema des 1933 erschienenen Romans „Der zweite Tag“ (День второй) von Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg.



Stdtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shne und Tchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere bekannte Persnlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abcItogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. ?islennost? i razme??enie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszhlung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevlkerung). Tabellen 5, S. 12?209; 11, S. 312?979 (Download von der Website des Fderalen Dienstes fr staatliche Statistik der Russischen Fderation)
  2. ?Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
  3. ?spiegel.de
  4. ?Moskau (dpa) - In russischen Kohlebergwerken kommt es wegen Sicherheitsmngeln immer wieder zu schweren Unglcken.
  5. ?Donnerstag, 24. Mai 2007 Schweres Grubenunglck in Sibirien: 38 Tote bei Methangas-Explosion in Bergwerk

Nowokusnezker MetallurgiekombinatBild: Unknownwikidata:Q4233718Lizenz: PD-RU-exempt (flags)
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Die Erlöser- Verklärungskathedrale von NowokusnezkBild: Unknownwikidata:Q4233718Lizenz: PD-RU-exempt (flags)
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Pädagogische Hochschule in NowokusnezkBild: Unknownwikidata:Q4233718Lizenz: PD-RU-exempt (flags)
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Flagge der Oblast Kemerowo

Flagge der Oblast Kemerowo

Nowokusnezk (russischНовокузнецк; Audio-Datei / HörbeispielAussprache?/i) ist eine russische Großstadt im Steinkohlerevier des Kusbass in der Oblast Kemerowo am Fluss Tom im Südwesten Sibiriens. Sie hat 547.904 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010) und liegt 308 km südlich der Gebietshauptstadt Kemerowo.

mehr zu "Nowokusnezk" in der Wikipedia: Nowokusnezk

Geboren & Gestorben

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Geboren: Sachar Wadimowitsch Arsamaszew wird in Nowokusnezk geboren. Sachar Wadimowitsch Arsamaszew ist ein russischer Eishockeyspieler, der seit Mai 2014 bei Sewerstal Tscherepowez in der Kontinentalen Hockey-Liga unter Vertrag steht.
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Geboren: Maxim Alexejewitsch Kizyn wird in Nowokusnezk, Russische SFSR geboren. Maxim Alexejewitsch Kizyn ist ein russischer Eishockeyspieler, der seit Juli 2013 bei den Los Angeles Kings in der National Hockey League unter Vertrag steht und für die Manchester Monarchs in de American Hockey League spielt.
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Geboren: Dmitri Wladimirowitsch Orlow wird in Nowokusnezk, Russische SFSR geboren. Dmitri Wladimirowitsch Orlow ist ein russischer Eishockeyspieler, der seit Februar 2011 bei den Washington Capitals aus der National Hockey League unter Vertrag steht und parallel für deren Farmteam, die Hershey Bears, in der American Hockey League zum Einsatz kommt.
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Geboren: Jelena Olegowna Prostewa wird in Nowokusnezk geboren. Jelena Olegowna Prostewa ist eine russische Skirennläuferin. Sie startet in allen Disziplinen.

Strategien der USA / NATO

1945

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beauftragte US-Präsident Harry S. Truman die US Air Force einen Operationsentwurf für einen möglichen Krieg mit der UdSSR auszuarbeiten. Im Dezember wurde unter Führung von General Dwight Eisenhower der Plan Operation Totality (JIC 329/1) ausgearbeitet, der bei einem sowjetischen Überraschungsangriff den Abwurf von bis zu 30 Atombomben auf 20 sowjetische Städte vorsah. Hierzu zählten: Moskau, Gorki, Kuibyschew, Swerdlowsk, Nowosibirsk, Omsk, Saratow, Kasan, Leningrad, Baku, Taschkent, Tscheljabinsk, Nischni Tagil, Magnitogorsk, Molotow/Perm, Tiflis, Stalinsk/Nowokusnezk, Grosny, Irkutsk und Jaroslawl.Damit sollte Zeit für eine Mobilmachung der konventionellen Streitkräfte gewonnen werden. Dieser Plan wurde bis Mai 1948 mehrmals ergänzt, im Dezember 1948 sah er bereits den Abwurf von 133 Atombomben auf 20 sowjetische Städte vor. Im Falle einer Eskalation einer Krise war auch ein Präventivschlag (First Strike) gegen die Sowjetunion vorgesehen. (Nuklearstrategie)

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