Obdachlosigkeit

Obdachlosigkeit wird definiert als Zustand, in dem Menschen über keinen festen Wohnsitz verfügen und im öffentlichen Raum, im Freien oder in Notunterkünften übernachten. „Platte machen“, „schieben“ oder „auf Platte sein“ bezeichnet umgangssprachlich z. B. in Parkanlagen, auf Bänken, unter Brücken, in Hauseingängen, Baustellen und Bahnhöfen zu nächtigen. Der Begriff „Obdach“ bedeutet Unterkunft oder Wohnung.

Langzeitobdachlose sind heute in den meisten Großstädten präsent. Abfällige Bezeichnungen wie „Penner“ oder die Gleichsetzung mit Bettlern sind im städtischen Alltag weit verbreitet. Eine romantisch-verklärende Sicht findet sich im französischen Begriff Clochard.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Burkhard Horstmann stirbt in Berlin. Burkhard Horstmann, genannt Ingo vom Kotti, war ein bekannter Berliner Obdachloser und Berliner Original.
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Gestorben: David Pitt, Baron Pitt of Hampstead stirbt in London. David Thomas Pitt, Baron Pitt of Hampstead, of Hampstead in Greater London and of Grenada war ein aus Grenada stammender britischer Arzt und Politiker der Labour Party, der sich in Kampagnen gegen Rassendiskriminierung sowie gegen Obdachlosigkeit einsetzte und 1975 als Life Peer aufgrund des Life Peerages Act 1958 Mitglied des House of Lords wurde.
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Gestorben: Modesta Valenti stirbt in Rom. Modesta Valenti war eine Obdachlose, die aufgrund unterlassener Hilfeleistung starb und im Jahre 2002 durch die Benennung einer ungewöhnlichen Straße mit ihren Namen Bekanntheit erlangte.
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Geboren: Elizabeth Murray (Motivationstrainerin) wird geboren. Elizabeth „Liz“ Murray ist eine amerikanische Motivationstrainerin und Buchautorin (Breaking Night). Murray ist dafür bekannt, dass sie es als Kind zweier drogensüchtiger Eltern trotz zeitweiliger Obdachlosigkeit schaffte, in Harvard aufgenommen zu werden. Ihr Leben wurde unter dem Titel Homeless to Harvard: The Liz Murray Story verfilmt und außerdem in dem Kurzfilm Perseverance von Anson Schloat und John G. Young verarbeitet. In Urban Girls Revisited: Building Strengths wird sie als Fallbeispiel für Resilienz hervorgehoben.
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Geboren: Thomas Beckmann wird in Düsseldorf geboren. Thomas Beckmann ist ein deutscher Cellist, der auch durch sein Engagement für wohnungslose Menschen bekannt ist.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1932

Werk:
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Heimlosigkeit und Familienleben. Allgemeine Untersuchung. Bearb. unter Leitung von Hanna Meuter. Reihe: Forschungen über "Bestand und Erschütterung der Familie in der Gegenwart", Bd. 8, Hg. der Reihe: Deutsche Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit, Alice Salomon. Verlagsgesellschaft R. Müller, Eberswalde o. J.

Widmungen, Jahrestage & zukünftige Ereignisse

1987

Jahreswidmungen:
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1987 ist „Internationales Jahr zur Beschaffung von Unterkünften für Obdachlose

Natur & Umwelt

2012

Naturereignisse:
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Bei einer Kältewelle in Europa kommen im Februar über 600 Menschen, meist Obdachlose, ums Leben.
Katastrophen:
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Im Bundesstaat Rio de Janeiro kommen 300 Menschen durch Überschwemmungen und einen Erdrutsch ums Leben; ca. 50.000 Menschen werden obdachlos.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2012

Preisträger:
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Wolfgang Pucher für seine Hilfe bei Obdachlosigkeit (Essl Social Prize)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2007

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Film: Skid Row ist ein experimenteller Dokumentarfilm aus dem Jahr 2007, der sich mit dem Leben in Obdachlosigkeit befasst. Pras Michel begibt sich in Begleitung versteckter Kameras über einen Zeitraum von neun Tagen als Inkognito-Obdachloser auf die berüchtigte Skid Row, einen Bereich im Gewerbegebiet von Los Angeles, der durch hohe Kriminalitäts- und Obdachlosenrate größere Bekanntheit erlangte.

Stab:
Regie: Marshall Tyler Niva Dorell Ross Clarke
Produktion: Teryn Fogel Pras Michel Rob A. Wisdom
Musik: Klaus Badelt Craig Eastman
Kamera: Andrew Brinkman
Schnitt: Brendan Cusack

Besetzung: Pras Michel
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Serienstart: Fabrixx war eine deutsche Kinder- und Jugendfernsehserie, die in einem gleichnamigen Jugendhaus in Stuttgart spielte. Dabei wurden sowohl gesellschaftliche Themen wie zum Beispiel Liebeskummer, Scheidung der Eltern, Alkohol- und Drogenprobleme, Rassismus, Obdachlosigkeit und ungewollte Schwangerschaft als auch das Alltagsleben von Jugendlichen dargestellt. Mit der Hilfe der Betreuer oder durch den Zusammenhalt untereinander finden die Jugendlichen Lösungen für ihre alltäglichen und besonderen Probleme, haben Spaß und setzen sich kreativ für ihre Ziele ein.

Genre: Seifenoper
Produktion: Michael von Mossner
Musik: Andreas Weidinger

Nebenfiguren: Sophie Birkner, Oliver Lausberg, Gisela Peltzer, Friedrich Schütter, Roswitha Schreiner, Juliane Rautenberg, Siegfried Grönig, Gerhard Friedrich, Mady Rahl, Gudrun Genest, Brigitte Mira, Andreas Mannkopff, Andreas Fröhlich, Manfred Lehmann, Christel Harthaus, Inge Wolffberg, Karl Schönböck, Horst Pinnow, Peter Matic, Wolfgang Bathke, Friedrich Schoenfelder, Gerhard Wollner, Ursula Buchfellner, Christel Peters, Peter Fitz, Adelheid Arndt, Stefan Behrens, Marianne Berendsdorf, Katharina Beyer, Detlef Bierstedt, Davia Dannenberg, Gerd Duwner, Günter Glaser, Evelyn Gressmann, Walter Gross, Wilfried Herbst, Rainer Hunold, Käte Jaenicke, Hellmut Lange, Manfred Lehmann, Christian Lemke, Lena Lessing, Ralf Lindermann, Ralph Lothar, Michele Marian, Bettina Martell, Michael Nowka, Gundula Petrovska, Jörg Pleva, Ilja Richter, Peter Schiff, Hugo Schrader, Luciano Simioni, Karsten Speck, Wolfgang Spier, Edith Teichmann, Christian Wolff, Inge Wolffberg, Gerhard Wollner, Heinrich Schmieder, Shira Fleisher, Petra Berndt, David Rott, Dietz-Werner Steck, Elke Czischek, Jürgen Haug, Max Gertsch, Lara Körte, Maria Salfa, Susanne von Medvey, Helga Storck, Mia Martin, Oliver Lentz, Wookie Mayer, Gianni Anzellotti, Simona Caparrini, Luigi Santamaria, Lisa Bernardini, Andreas Schreyer, Anna Lutz-Pastré, Sylvia Ulrich, Romina Nowack, Elisabeth Kaza, Ernst Theo Richter, Shane Sweet, Cheech Marin, Harold Sylvester, E.E. Bell, Dan Tullis Jr., Juliet Tablak, Teresa Parente, Lisa Kushell, Jake Thomas, Jordan Puryear, Zolee Griggs, J.R. Nutt, Mark Valley, Hayley Erin, Dana Powell, Seven-Summits

1991

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Film: Die Liebenden von Pont-Neuf (Originaltitel: Les Amants du Pont-Neuf) ist ein Spielfilm des französischen Regisseurs Leos Carax aus dem Jahr 1991. Das Drama, für das Carax auch das Drehbuch schrieb, erzählt von einem jungen Clochard (gespielt von Denis Lavant), der auf der Pariser Brücke Pont Neuf lebt. Dort verliebt er sich in eine erblindende Malerin (Juliette Binoche), die sich aus ihrer bürgerlichen Welt in die Obdachlosigkeit geflüchtet hat.

Stab:
Regie: Leos Carax
Drehbuch: Leos Carax
Produktion: Christian Fechner
Kamera: Jean-Yves Escoffier
Schnitt: Nelly Quettier

Besetzung: Juliette Binoche, Denis Lavant, Klaus-Michael Grüber, Edith Scob
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Rundfunk: Mit den Worten "Mes amis, au secours!" appelliert der französische Priester und Gründer Wohltätigkeitsorganisation Emmaus, Abbé Pierre über Radio Luxemburg an seine Landsleute, für Obdachlose, die während des außergewöhnlich harten Winters 1953/54 vom Kältetod bedroht sind, zu spenden. Der „Aufruf von Abbé Pierre“ löst eine beispiellose Welle der Solidarität aus, die französische Presse spricht von einem "Aufstand der Barmherzigkeit".

Tagesgeschehen

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Bangladesch, Indien und Nepal: Aufgrund der Überschwemmungen sind in Assam, Bihar, Uttar Pradesh und Nepal 20 Millionen Menschen obdachlos geworden. Alleine in Indien sollen 1.300 Menschen an den Folgen (Ertrinken, Mangel an sauberem Trinkwasser, Ruhr) gestorben sein.
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Honiara/Salomonen: Nach dem Tsunami vom Vortag hat sich die Zahl der Opfer auf mindestens 25 erhöht. Insgesamt sind auf der Inselgruppe ca. 900 Häuser zerstört, wodurch rund 5000 Personen obdachlos geworden sind. Ministerpräsident Manasseh Sogavare ruft den Notstand aus. Die Flutwelle betraf auch Papua-Neuguinea, wo eine fünfköpfige Familie ins offene Meer gespült wurde.
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Philippinen: Präsidentin Gloria Arroyo ruft nach den verheerenden Muren vom Freitag den Notstand aus, ersucht um internationale Hilfe und gibt 20 Mill.$ für Sofortmaßnahmen frei. Das Rote Kreuz befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer auf über 1000 ansteigt. Nach Berichten von Überlebenden riss die Schlammlawine Baumstämme und Felsblöcke mit sich und kam so schnell, dass man sich kaum mehr in höhere Stockwerke retten konnte. Über 100.000 Häuser wurden völlig zerstört und fast 1 Million Menschen obdachlos. Neben der Provinz Albay rund um den Vulkan hat der Taifun, der über 200 km/h hatte, auch in anderen Provinzen gewütet und zieht nun nach Vietnam weiter, wo etwa 50.000 Evakuierungen anlaufen.
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Westbengalen: Bei Überschwemmungen werden im indischen Bundesstaat Westbengalen 250.000 Einwohner obdachlos; 19 Menschen kommen ums Leben.
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Pakistan: Bei einem Erdbeben der Stärke 7,6 (Richterskala) in der Grenzregion zwischen Pakistan und Indien nahe Islamabad werden mehr als 30.000 Menschen getötet; besonders betroffen ist der pakistanische Teil von Kaschmir, wo hunderte Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten sind. Die erbetene internationale Hilfe läuft rasch an, u.a. mit 20 Transporthubschraubern. Eine Woche später sind es zwar bereits über 120 Hubschrauber, doch erhöht sich die geschätzte Opferzahl auf 40–50.000 Tote, fast 100.000 Verletzte und 2 bis 2,5 Millionen Obdachlose.

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