Oberhausener Manifest

Das Oberhausener Manifest ist eine Erklärung, die am 28. Februar 1962 anlässlich der „8. Westdeutschen Kurzfilmtage“ Oberhausen in einer Pressekonferenz mit dem Titel „Papas Kino ist tot“ von 26 Filmemachern abgegeben wurde darunter Peter Schamoni und Edgar Reitz, die bis dahin vorwiegend im Kurz- und Dokumentarfilm erfolgreich waren. Ziel war die Erneuerung der damals als desolat angesehenen westdeutschen Filmproduktion und der Anspruch der Kurzfilmregisseure, einen neuen deutschen Spielfilm zu schaffen. Das Manifest beschrieb nicht konkret den neuen deutschen Film, sondern forderte und versprach mehr Unabhängigkeit der Filmemacher.

Es war eine Aktion der Gruppe „DOC 59“ aus München unter der Leitung von Haro Senft. Der Text wurde von Ferdinand Khittl verlesen, die Moderation der nachfolgenden Diskussion übernahm Alexander Kluge. Die Unterzeichner des Manifests wurden künftig durch die Presse als „Oberhausener Gruppe“ bezeichnet. Filmhistoriker sehen dieses Datum zunehmend als die Geburtsstunde des „Jungen deutschen Films“ und damit auch den Beginn der gesellschaftspolitischen Trendwende der bundesdeutschen Filmkultur nach dem Zweiten Weltkrieg. 1982, zwanzig Jahre später, wurde der „Oberhausener Gruppe“ der „Deutsche Filmpreis“ verliehen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Peter Schamoni stirbt in München. Peter Schamoni war ein deutscher Filmregisseur und -produzent. Er war Mitautor des Oberhausener Manifests.
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Gestorben: Ferdinand Khittl stirbt in München. Ferdinand Khittl war ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Am 28. Februar 1962 verlas er im Auftrag der Gruppe DOC 59 das Oberhausener Manifest.
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Geboren: Peter Schamoni wird in Berlin geboren. Peter Schamoni war ein deutscher Filmregisseur und -produzent. Er war Mitautor des Oberhausener Manifests.

1929

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Geboren: Walter Krüttner wird in Saaz, Tschechoslowakei geboren. Walter Krüttner (alias Victor Stuck) ist ein ehemaliger deutschsprachiger Filmemacher, Drehbuchautor und mit seiner Firma Cineropa-Filmproduktion Produzent. Er war Mitunterzeichner des Oberhausener Manifests. Er war mit Arlette Pielmann verheiratet.
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Geboren: Ferdinand Khittl wird in Franzensbad, Tschechoslowakei geboren. Ferdinand Khittl war ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Am 28. Februar 1962 verlas er im Auftrag der Gruppe DOC 59 das Oberhausener Manifest.

Chronik

1962

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Verlesung des Oberhausener Manifests (Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1973

Der Beginn des „Neuen Deutschen Spielfilms“:
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Norbert Kückelmann, Die Sachverständigen

1972

Der Beginn des „Neuen Deutschen Spielfilms“:
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Rudolf Thome, Über Nacht

1972

Der Beginn des „Neuen Deutschen Spielfilms“:
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Hark Bohm, Tschetan, der Indianerjunge

1971

Der Beginn des „Neuen Deutschen Spielfilms“:
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Ula Stöckl, Das goldene Ding

1971

Der Beginn des „Neuen Deutschen Spielfilms“:
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Niklaus Schilling, Nachtschatten

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1982

Ehrung:
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Filmband in Gold als Unterzeichner des Oberhausener Manifests. (Rob Houwer)

"Oberhausener Manifest" in den Nachrichten