Occupy Wall Street

Occupy Wall Street (englisch für Besetzt die Wall Street; abgekürzt auch OWS) war ab dem 15. Oktober 2011 die größte Protestbewegung in Nordamerika, die angeregt durch die sich rasch verbreitenden weltweiten Aufrufe im Internet im Zuge der Proteste in Spanien 2011/2012, des Arabischen Frühlings und der kanadischen Adbusters Media Foundation entstanden ist.Kalle Lasn, Gründer von Adbusters, und sein Chefredakteur Micah White initiierten erste Aktionen über soziale Netzwerke im Juni 2011. Im Gefolge wurden der Zuccotti Park in Lower Manhattan in New York City von Demonstranten besetzt und auf den früheren Namen Liberty Plaza Park provisorisch wieder umbenannt sowie ein Zeltdorf darauf errichtet. Dies geschah ausdrücklich mit Bezug auf die Besetzung des Tahrir-Platzes in Ägypten während des Arabischen Frühlings. Parallel registrierte Adbuster OccupyWallStreet.org als zugehörige Webadresse. Die zunächst nur auf die Abonnenten der Zeitschrift Adbusters begrenzte Aktion verbreitete sich weltweit. Die zentralen Forderungen der Bewegung sind eine stärkere Kontrolle des Banken- und Finanzsektors durch die Politik, die Verringerung des Einflusses der Wirtschaft auf politische Entscheidungen und die Reduzierung der sozialen Ungleichheit zwischen arm und reich. Der Versuch, die Parkbesetzung rechtlich als Demonstration anerkennen zu lassen, wurde mittlerweile aufgegeben. Die Parkbesetzung hatte wie die Bewegung von Beginn an einflussreiche Fürsprecher, so etwa Nancy Pelosi, Michael Bloomberg und die Ökonomen Jeffrey Sachs und Joseph E. Stiglitz.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Richard D. Wolff wird in Youngstown, Ohio geboren. Richard D. Wolff ist ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler. Er forschte an der University of Massachusetts in Amherst zur ökonomischen Methodologie und zur Klassenstruktur der Vereinigten Staaten. Er ist emeritierter Professor der University of Massachusetts, Amherst und Gastprofessor im Graduiertenprogramm dfür Internationale Politik der New School University in New York. Er lehrte an der Yale University, City University of New York, der University of Utah, der University von Paris I (Sorbonne) und am Brecht Forum in New York City. Bekannt wurde sein Buch „Occupy the Economy: Challenging Capitalism“ durch die Bewegung „Occupy Wall Street“.

Politik & Weltgeschehen

2011

Ereignisse > Politik:
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Am 17. September finden erste Proteste der Occupy Wall Street-Bewegung statt, die bereits einen Monat später die größte Protestbewegung Nordamerikas ist. Konkrete Forderungen werden nicht genannt, jedoch richten sich die meisten Aktionen gegen soziale Ungleichheiten, Spekulationsgeschäfte von Banken sowie den Einfluss der Wirtschaft auf die Politik. In der Folge kommt es auch in anderen Ländern, darunter Deutschland, zu Protestaktionen mit ähnlichen Zielen. (2010er)

Tagesgeschehen

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Nach dem Vorbild der US-amerikanischen Protestbewegung Occupy Wall Street finden im Rahmen eines globalen Aktionstages in rund 1000 Städten weltweit Demonstrationen und Aktionen gegen die Macht der Finanzmärkte statt.

"Occupy Wall Street" in den Nachrichten