Odoaker

Odoaker, auch Odowakar oder Odovakar, in althochdeutschen GlossenOtacher und im Hildebrandslied in der Form Otachre,lateinischFlavius Odovacer, Odovacar oder Odovacrius, (* um 433; † vermutlich 15. März 493 in Ravenna) war ein weströmischer Offizier germanischer Herkunft und nach der Absetzung des Romulus Augustus 476 König von Italien (rex Italiae). Von Boethius wurde Odoaker als rex Erulorum, „König“ der Heruler, tituliert und vom oströmischen Kaiser mit dem Titel patricius angesprochen.

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Vandalenreich

477 n. Chr.

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Die Vandalen verlieren Sizilien an das Reich Odoakers.

Politik & Weltgeschehen

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Theoderichs Heer schlägt Odoaker in der Schlacht am Isonzo.

480 n. Chr.

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Odoaker vereitelt den Versuch des früheren weströmischen Kaisers Julius Nepos, Italien zurückzugewinnen. Julius Nepos kommt ums Leben.

Ereignisse

491 n. Chr.

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Die Ostgoten und Theoderich dem Großen beginnen mit der Belagerung von Ravenna (Rabenschlacht), der Hauptstadt des Reiches Odoakers; sie dauert zwei Jahre an.

487 n. Chr.

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Odoaker, König von Italien, zieht an die Donau und zerstört das dortige Reich der Rugier. Ihr König Feletheus wird gefangengenommen und in Ravenna hingerichtet, dessen Sohn Fredericus flieht zu den Ostgoten unter Theoderich den Großen.

481 n. Chr.

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Odoaker erobert Dalmatien für sein Reich.

470 n. Chr.

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Odoaker wird zum Führer der germanischen Hilfstruppen Westroms ernannt.

Europa

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In einer Schlacht an der Adda siegen die Ostgoten unter Theoderich dem Großen gegen das Heer Odoakers, der sich daraufhin nach Ravenna zurückzieht und mit seinen Truppen dort einigelt.
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Ein Teil von Odoakers Heer ergibt sich Theoderich dem Großen in Mailand.

488 n. Chr.

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Faktisch unter der Herrschaft der Rugier, deren Reich sein Zentrum bei Krems am Nordufer der Donau hat, leben am Südufer in Ufernoricum u. a. Romanen, die früher von Donauorten oberhalb der Enns evakuiert wurden, unter ihnen die Angehörigen des Severin-Konvents. Da auch ein Teil der Rugier zugunsten Ostroms gegen Odoaker kämpfen will, zerstört dieser das Rugierreich und lässt die Romanen durch seinen Bruder Hunulf nach Italien evakuieren, um die Wiederherstellung des Rugierreichs durch einen überlebenden Prinzen zu verhindern. Der nördliche Donaulimes des römischen Reichs wird faktisch aufgegeben. Auch die Reliquien des Severin von Noricum werden mitgeführt.
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Westeuropa: Der Germanenführer Odoaker erhebt sich gegen den römischen Heermeister Orestes und dessen Sohn, den letzten weströmischen Kaiser Romulus Augustulus. Orestes, der seinen Sohn Romulus im Vorjahr eingesetzt hat, wird bei Piacenza geschlagen, gefangengenommen und hingerichtet. Romulus selbst wird abgesetzt, sein Leben jedoch verschont und er darf auf einem Landgut leben. Julius Nepos, den Orestes 475 vertrieben hat, residiert noch bis 480 in Dalmatien als weströmischer Kaiser, Romulus Augustulus war im Unterschied zu ihm nie von Ostrom anerkannt worden. Da Odoaker anders als noch Orestes auf die Einsetzung eines westlichen (Schatten-)Kaisers verzichtet, markiert das Jahr 476 das faktische Ende des Weströmischen Reiches. Dies wurde früher oft mit dem Ende der Antike gleichgesetzt.

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