Odol

Odol ist ein Markenname der GlaxoSmithKline Consumer Healthcare für eine Pflegeserie zur Gesunderhaltung von Zahnfleisch, Zähnen, Mund und Rachen.

Das KunstwortOdol ist ein Kofferwort aus dem griechischenodous = Zahn und dem lateinischen Wort oleum = Öl.



Geschichte




Im Jahr 1892 brachte der Dresdner Unternehmer Karl August Lingner das MundwasserOdol auf den Markt, ein Mittel, das durch die Beimischung ätherischer Öle erstmals die kosmetische mit der medizinischen Wirkung durch Zusatz eines Antiseptikums verband. Erfinder des Mundwassers war Richard Seifert. Am 5. März 1895 wurde die Marke Odol als „Zahn- und Mund-Reinigungs-Mittel“ in das deutsche Markenregister eingetragen. Ende der 1930er-Jahre wurde Odol in mehr als zwanzig Ländern hergestellt.Mit für die damalige Zeit ungewöhnlich hohen Werbeaufwendungen konnte das Unternehmen renommierte Künstler für ihre Werbung gewinnen, darunter den deutschen Jugendstilmaler Franz von Stuck und den italienischen Komponisten Giacomo Puccini, der dem Mundwasser L’ode all’ Odol, eine „Odol-Ode“, widmete.Im Jahr 1945 wurden die Dresdner Lingner-Werke völlig zerstört. 1949 sicherte sich dann ein Düsseldorfer Betrieb die alleinigen Markenrechte, jedoch wurde auch in der DDR ein Mundwasser unter dem Namen Odol produziert, das ebenfalls traditionell in kleinen Flaschen mit schiefem Hals gehandelt wurde. Dieses jedoch ging 1957 zusammen mit den Leowerken in dem VEB Elbe-Chemie auf. In den 1970er und 1980er Jahren wurde Odol von Lingner & Fischer hergestellt, die 1989 im Konzern SmithKline Beecham aufging und seit 2000 zu GlaxoSmithKline gehört. Heute wird das Odol-Mundwasser ausschließlich in Herrenberg hergestellt.Unter dem Dach von GlaxoSmithKline hat sich Odol zur größten Mundhygienemarke in Deutschland entwickelt. Heute beansprucht Odol einen Anteil von rund 70 Prozent am Mundwassermarkt und hat dazu den Weg zur Dachmarke beschritten. So werden unter anderem verschiedene Zahncremes (seit 1989) und Zahnpflege-Kaugummis unter der Bezeichnung Odol-med3 angeboten. Außerdem gibt es Pastillen, Mundsprays und diverse Mundspülungen unter der Markenbezeichnung Odol.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Richard Seifert stirbt in Neucoswig, heute zu Coswig. Bruno Richard Seifert war ein deutscher Chemiker sowie ab 1907 Generaldirektor (entsprechend heute Vorstandsvorsitzender) der Chemischen Fabrik v. Heyden. Seine Zeitgenossen gaben ihm den Beinamen „Chemiker von Gottes Gnaden“. Neben zahllosen anderen Produkten stammte von ihm die Rezeptur zu einem Mundwasser, das sein Freund Karl August Lingner als Odol erfolgreich vermarktete.
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Geboren: Charlotte Serda wird in Karlsruhe geboren. Charlotte Serda, auch Charlotte Junkermann, war eine deutsche Schauspielerin, Drehbuchautorin und Fotografin. Sie stammte aus der Beziehung ihrer Mutter Julia Serda zu dem Odol-Fabrikanten Karl August Lingner. Der Schauspieler Hans Junkermann, den ihre Mutter 1911 heiratete, war ihr Stiefvater.
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Geboren: Richard Seifert wird in Schmorkau, Oberlausitz geboren. Bruno Richard Seifert war ein deutscher Chemiker sowie ab 1907 Generaldirektor (entsprechend heute Vorstandsvorsitzender) der Chemischen Fabrik v. Heyden. Seine Zeitgenossen gaben ihm den Beinamen „Chemiker von Gottes Gnaden“. Neben zahllosen anderen Produkten stammte von ihm die Rezeptur zu einem Mundwasser, das sein Freund Karl August Lingner als Odol erfolgreich vermarktete.

Wirtschaft

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Auf Anregung des Odol-Fabrikanten Karl August Lingner wird im Städtischen Ausstellungspalast in Dresden die Internationale Hygiene-Ausstellung eröffnet. Sie dauert bis zum 31. Oktober und ist bis heute die am stärksten besuchte Ausstellung in Dresden.

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