Oliver Cromwell

Oliver Cromwell (* 25. April 1599 in Huntingdon; † 3. September 1658 in Westminster) war während der kurzen republikanischen Periode der englischen Geschichte Lordprotektor von England, Schottland und Irland. Ursprünglich ein einfacher Abgeordneter des englischen Unterhauses, stieg er im Bürgerkrieg des Parlaments gegen König Karl I. erst zum Organisator, dann zum entscheidenden Feldherrn des Parlamentsheeres auf. Mit der von ihm betriebenen Hinrichtung Karls endeten alle Versuche der Stuart-Könige, England in einen absolutistisch regierten Staat umzuwandeln. Allerdings scheiterten am Ende auch Cromwells Bestrebungen, England dauerhaft in eine Republik umzuwandeln.

In der Geschichte der Britischen Inseln ist Cromwell eine umstrittene Persönlichkeit. Manche Historiker bewerten ihn als Königsmörder und Diktator, während er anderen als Freiheitsheld gilt. In einer Umfrage der BBC von 2002 wurde er als Zehnter unter den 100 Greatest Britons gewählt. In Irland ist er wegen seiner brutalen Maßnahmen gegen die katholische Bevölkerungsmehrheit, die von manchen Historikern als „genozidal“ bezeichnet wurden, verhasst.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Oliver Cromwell stirbt in Westminster. Oliver Cromwell war Lordprotektor von England, Schottland und Irland während der kurzen republikanischen Periode der britischen Geschichte. Ursprünglich ein einfacher Abgeordneter des englischen Unterhauses, stieg er im Bürgerkrieg des Parlaments gegen König Karl I. erst zum Organisator, dann zum entscheidenden Feldherrn des Parlamentsheeres auf. Mit der von ihm betriebenen Hinrichtung Karls endeten alle Versuche der Stuart-Könige, England in einen absolutistisch regierten Staat umzuwandeln. Allerdings scheiterten am Ende auch Cromwells Bestrebungen, England dauerhaft in eine Republik zu verwandeln.
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Geboren: Oliver Cromwell wird in Huntingdon geboren. Oliver Cromwell war Lordprotektor von England, Schottland und Irland während der kurzen republikanischen Periode der britischen Geschichte. Ursprünglich ein einfacher Abgeordneter des englischen Unterhauses, stieg er im Bürgerkrieg des Parlaments gegen König Karl I. erst zum Organisator, dann zum entscheidenden Feldherrn des Parlamentsheeres auf. Mit der von ihm betriebenen Hinrichtung Karls endeten alle Versuche der Stuart-Könige, England in einen absolutistisch regierten Staat umzuwandeln. Allerdings scheiterten am Ende auch Cromwells Bestrebungen, England dauerhaft in eine Republik zu verwandeln.

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Oliver Cromwell starb im Alter von 59 Jahren. Oliver Cromwell war im Sternzeichen Stier geboren.

England/Schottland/Irland

1648

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17.–19. August: Die Truppen Oliver Cromwells besiegen die von James Hamilton, 1. Duke of Hamilton angeführten Schotten und Royalisten in der Schlacht von Preston vernichtend.

Britische Inseln

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Oliver Cromwell landet mit einem Heer in Irland, um einen Aufstand katholischer Royalisten zu bekämpfen.
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König Karl I. von England wird wegen Hochverrats geköpft, womit der Englische Bürgerkrieg endet. England wird unter Oliver Cromwell zur Republik, Beginn des Commonwealth of England.
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Die belagerte Garnison in Newark-on-Trent ergibt sich den Parlamentstruppen. Die Truppen Oliver Cromwells begeben sich weiter nach Oxford.
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Das Ende des Vorjahres einberufene später als Langes Parlament bekannte englische House of Commons verfasst eine Beschwerdeschrift, die in 204 Artikeln alle Verfehlungen auflistet, die König Charles I. seit seinem Regierungsantritt nach Ansicht der Parlamentarier begangen hat. Die von John Pym mit Unterstützung von John Hampden und Oliver Cromwell initiierte sogenannte Große Remonstranz wird zu einem der Auslöser des englischen Bürgerkrieges.

England / Schottland / Irland

1650

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ab 22. Juli: Oliver Cromwell landet in Schottland, um die Covenanters, die Royalisten in Schottland, zu bekämpfen.

Commonwealth of England

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Englands erste geschriebene Verfassung, das „Instrument of Government“ wird vom englischen Armeerat in London verkündet. Oliver Cromwell nimmt den Titel "Lord protector of England, Scotland and Ireland" an.
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In England vertreibt Oliver Cromwell mit 30 Bewaffneten die rund 100 Abgeordneten des Rumpfparlaments. Sie weigerten sich in den Tagen zuvor, die Selbstauflösung des Parlaments zu beschließen.

Europa

Weitere Ereignisse in Europa:
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Nachdem Oliver Cromwell den 1290 von Edward I. verhängten Judenbann aufgehoben hat, dürfen Juden sich wieder in England und den britischen Kolonien niederlassen.

Politik & Weltgeschehen

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Oliver Cromwell wird, über zwei Jahre nach seinem Tod, gemeinsam mit John Bradshaw und Henry Ireton, exhumiert und in London posthum exekutiert.

1655

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Englisch-Spanischer Krieg: Oliver Cromwell versucht, den seit 1635 andauernden Französisch-Spanischen Krieg für sich zu nutzen. In der Operation Western Design plant England die Eroberung der spanischen Kolonien Hispaniola und Kuba.

1645

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Englischer Bürgerkrieg: Die Aufstellung von Oliver CromwellsNew Model Army ist größtenteils abgeschlossen. Kommandeur ist Thomas Fairfax, 3. Lord Fairfax of Cameron. Oliver Cromwell kommandiert die Reiterei, die sogenannten Ironsides.
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Englischer Bürgerkrieg: In der Schlacht von Marston Moor siegt das parlamentarische Heer unter Oliver Cromwell über die Truppen der Royalisten.

Künstlerische Rezeption

2008

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The Devil´s Whore (BBC - Miniserie, )

2003

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To Kill a King (Film, )

Rundfunk, Film & Fernsehen

2003

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Film: To Kill A King ist ein britisches Filmdrama des Regisseurs Mike Barker aus dem Jahr 2003. Es hat den aufkeimenden und später eskalierenden Konflikt der Freunde und gemeinsamen Kampfgefährten im Englischen Bürgerkrieg, Oliver Cromwell und Lord Thomas Fairfax, zum Gegenstand. Dieser Gegensatz bricht nach dem Sieg über den König zwischen den beiden aus und entzündet sich an entgegengesetzten Vorstellungen, wie mit den ehemaligen Gegnern umzugehen sei. In Deutschland ist der Film auf DVD seit dem 12. Februar 2009 erhältlich.

Stab:
Regie: Mike Barker
Drehbuch: Jenny Mayhew
Produktion: Kevin Loader
Musik: Richard G. Mitchell
Kamera: Eigil Bryld
Schnitt: Guy Bensley

Besetzung: Tim Roth, Rupert Everett, Dougray Scott, Olivia Williams, James Bolam, Corin Redgrave

1970

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Film: Cromwell ist ein britisches Filmdrama des Regisseurs Ken Hughes aus dem Jahr 1970, das das Leben und Wirken des englischen Republikaners Oliver Cromwell (1599–1658) zum Gegenstand hat. Deutschland-Premiere war am 18. September 1970.

Stab:
Regie: Ken Hughes
Drehbuch: Ken Hughes, Ronald Harwood
Produktion: Irving Allen
Musik: Frank Cordell
Kamera: Geoffrey Unsworth
Schnitt: Bill Lenny

Besetzung: Richard Harris, Alec Guinness, Robert Morley, Dorothy Tutin, Frank Finlay, Timothy Dalton, Patrick Magee, Charles Gray

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