Olympische Sommerspiele 1976

Die Olympischen Sommerspiele 1976 (offiziell Spiele der XXI. Olympiade genannt) fanden vom 17. Juli bis zum 1. August 1976 im kanadischen Montreal statt. 16 afrikanische Länder verzichteten auf die Teilnahme an den Spielen, weil Neuseeland zuvor den internationalen Sportbann gegen den Apartheid-Staat Südafrika gebrochen hatte, indem es gegen die dortige Rugby-Nationalmannschaft gespielt hatte. Im Vorfeld der Spiele kam es zu großen Verzögerungen beim Bau der Sportstätten, da technische Probleme und Streiks der Bauarbeiter den Zeitplan erheblich durcheinanderbrachten; die Spiele mussten in einem unvollendeten Stadion eröffnet werden. Nach dem Terroranschlag bei den vorangegangenen Spielen in München stellten die Organisatoren in Montreal die Sicherheit der Athleten in den Mittelpunkt aller Bemühungen. Sicherheitskontrollen bestimmten das Bild an allen Wettkampfstätten.

Herausragende Sportler der Spiele von Montreal waren der sowjetische Turner Nikolai Andrianow mit viermal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze sowie der US-Schwimmer John Naber, der viermal Olympiasieger und einmal Silbermedaillengewinner wurde. Bei den Damen ragten die DDR-Schwimmerin Kornelia Ender mit viermal Gold und einmal Silber und die erst 14-jährige rumänische Turnerin Nadia Comăneci mit drei Goldmedaillen, einer Silber- und einer Bronzemedaille heraus. Als bisher einziger Gastgeber von Olympischen Sommerspielen blieb Kanada ohne Olympiasieg.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Alexander Thieme stirbt in Jahnsdorf/Erzgeb.. Alexander Thieme war ein deutscher Leichtathlet, der für die DDR startend als 100-Meter-Läufer erfolgreich war. Sein größter Erfolg war die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1976 in Montréal mit der 4-mal-100-Meter-Staffel der DDR (38,66?s, zusammen mit Klaus-Dieter Kurrat, Manfred Kokot und Jörg Pfeifer), wofür er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze ausgezeichnet wurde.
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Gestorben: Wladimir Wazlawowitsch Romanowski stirbt. Wladimir Wazlawowitsch Romanowski war ein sowjetischer Kanute. Bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal wurde er gemeinsam mit Serhij Nahorny im Zweierkajak über 1000 m Olympiasieger und gewann mit diesem über 500 m zudem die Silbermedaille. Zudem gewann er drei Medaillen (zwei Titel 1981 und 1982) bei Weltmeisterschaften. Er startete für Dynamo Slonim.
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Gestorben: Angela Voigt stirbt in Magdeburg. Angela Voigt, geb. Schmalfeld, war eine deutsche Leichtathletin, die – für die DDR startend – bei den Olympischen Spielen 1976 die Goldmedaille im Weitsprung gewann.
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Gestorben: Paul Ackerley stirbt in Wellington. Paul Ackerley war ein neuseeländischer Hockeyspieler und -trainer, der bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal die Goldmedaille im Hockey gewann.
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Gestorben: Jiří Kavan stirbt in Olmütz, Protektorat Böhmen und Mähren. Jiří Kavan war ein tschechischer Handballspieler, der 1972 und 1976 bei den Olympischen Spielen angetreten ist.

Palmarès

1976

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Zweifacher Vize-Olympiasieger im Teamstraßenrennen (Ryszard Jan Szurkowski)

1972

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Zweifacher Vize-Olympiasieger im Teamstraßenrennen (Ryszard Jan Szurkowski)

Personen

1976

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Gerd Kische begann seine Fußballkarriere bei der BSG Einheit, wurde später DDR-Oberligaspieler beim FC Hansa Rostock, war 63-facher Fußballnationalspieler und wurde Goldmedaillengewinner bei Olympia (SV Teterow 90)

Olympiasiegerinnen am Schwebebalken

1976

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Rumänien 1965 Nadia Com?neci (Schwebebalken)

Olympiasieger im Sprung > Männer

1976

Olympiasieger am Pauschenpferd

1976

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Ungarn 1957 Zoltán Magyar (Pauschenpferd)

Olympiasieger am Boden > Männer

1976

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Sowjetunion 1955 Nikolai Andrianow (Bodenturnen)

Olympiasieger im Sprung > Frauen

1976

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Sowjetunion 1955 Nelli Kim (Sprung (Gerätturnen))

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1976

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Erfolg: Olympische Spiele: Platz drei mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:01,98? min, zusammen mit Franz-Peter Hofmeister, Lothar Krieg und Harald Schmid; Bernd Herrmann als Schlussläufer); im 400-Meter-Lauf im Halbfinale ausgeschieden (Bernd Herrmann (Leichtathlet))

1976

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Erfolg: 3. Platz bei den Olympische Spielen (Jerzy Klempel)

1976

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Erfolg: Bronzemedaille im Einer bei den Olympischen Sommerspiele in Montreal hinter Pertti Karppinen und Peter-Michael Kolbe (Joachim Dreifke)

1976

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Erfolg: Olympische Spiele: Platz 4 (75,46? m) (Karl-Hans Riehm)

1976

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Erfolge: Dritter mit 65,70 m Olympische Spiele (John Powell (Diskuswerfer))

Fackellauf und olympisches Feuer

Sport

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Ereignisse > Sport: Bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal erhält die 14-jährige Rumänin Nadia Com?neci als erste Turnerin überhaupt die Höchstnote 10,0 für ihre Übung auf dem Stufenbarren, eine Note, die sie bei diesen Spielen noch sechs weitere Male erhalten wird. (18. Juli)

1976

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Palmares > Olympische Spiele: Silber Sprint (Daniel Morelon)

1976

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Maskottchen im Sport > Olympische Spiele: Montréal (Kanada): „Amik“ (Biber) (Maskottchen)

1976

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Olympiasieger an den Ringen: Sowjetunion 1955 Nikolai Andrianow (Ringeturnen)

1976

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Luis Hernández (*1955), 10.000-Meter-Läufer mit einer Teilnahme in Montreal an den olympischen Sommerspielen (Xalapa)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1996

Werk:
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Comic Mahlzeit (nach einem Stück von M. G. Wanko) (Jörg Vogeltanz)

Kunst & Kultur

2003

Ausstellung:
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Feuermale – die brennbare Welt. Einzelausstellung in der Galerie Gesellschaft, Auguststr. 83, 10117 Berlin; 10. Mai–18. Juni (Albert Müller (Bildhauer))

Geschichte > Einwohnerentwicklung

2005

"Olympische Sommerspiele 1976" in den Nachrichten