Oral History

Oral History ist eine Methode der Geschichtswissenschaft, die auf dem Sprechenlassen von Zeitzeugen basiert. Dabei sollen die Zeitzeugen möglichst wenig von der/dem Historiker/in beeinflusst werden. Insbesondere Personen aus diversen Milieus sollen auf diese Weise ihre Lebenswelt und Sichtweisen für die Nachwelt darstellen können.

Verwendet wird die Methode vor allem für die Alltagsgeschichte und Volkskunde, auch Lokalgeschichte. Der Begriff Oral History kam in den 1930er-Jahren auf und wird seit den 1960er-Jahren auch im deutschen Sprachraum verwendet. Oft wird er auf alle Formen des Gesprächs mit Zeitzeugen angewandt, obwohl die Methode gerade kein Gespräch, sondern das freie Sprechen beinhaltet. Die meisten Oral History-Projekte zeichnen die lebensgeschichtlichen Erinnerungen als Audio- oder Video-Interviews auf.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Günter Peis stirbt in Innsbruck. Günter Alexander Peis war ein österreichischer Journalist und Historiker. Er war einer der Pioniere des investigativen Journalismus. Als zentrale Forschungsmethode verwendete Peis die systematische Befragung von Zeitzeugen (Oral History).
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Gestorben: Ronald Fraser (Historiker) stirbt in Valencia. Ronald Angus Fraser war ein britischer Historiker, der sich insbesondere mit der Geschichte Spaniens befasste und maßgeblich dazu beitrug, die sogenannte Oral History als eigenständige Methode der Geschichtswissenschaft zu etablieren.
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Gestorben: Studs Terkel stirbt in Chicago, Illinois. Louis „Studs“ Terkel war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Radiomoderator. Bekannt wurde er vor allem durch seine Radio-Interviews – er nannte sie Gespräche –, als Pionier der Oral History und Jazzkenner. Er bezeichnete sich selbst als Guerilla-Journalist.
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Gestorben: Studs Terkel, US-amerikanischer Radiojournalist und Pionier der Oral History stirbt 96-jährig in Chicago.
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Gestorben: Marta Feuchtwanger stirbt in Pacific Palisades. Marta Feuchtwanger wurde als drittes Kind des jüdischen Textilkaufmanns Leopold Löffler und Johanna Reitlinger Löffler in München geboren. Sie war die Ehefrau des Schriftstellers Lion Feuchtwanger und eine wichtige Persönlichkeit im Kreis der deutschen Exilanten und des kulturellen Lebens in Los Angeles. 1933 emigrierte sie mit ihrem Mann zunächst nach Sanary-sur-Mer, von wo aus sie 1940 über Spanien und Portugal ins amerikanische Exil nach Los Angeles floh. Nach dem Tod ihres Mannes 1958 übertrug sie ihr Haus, die Villa Aurora, sowie die Bibliothek Lion Feuchtwangers der USC Library und verwaltete diese bis zu ihrem Tod 1987. Darüber hinaus nahm sie über 50 Stunden Oral History auf und erhielt 1966 das Große Bundesverdienstkreuz sowie 1980 die Ehrendoktorwürde der University of Southern California.

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