Organisation Amerikanischer Staaten

Die Organisation Amerikanischer Staaten (englischOrganization of American States, OAS; spanischOrganización de los Estados Americanos; OEA, französischOrganisation des États Américains, OEA; portugiesischOrganização dos Estados Americanos, OEA) ist eine regionale Internationale Organisation in Amerika. Sie wurde am 30. April 1948 in Bogotá, Kolumbien, gegründet und hat ihren Hauptsitz in Washington, D.C. Mitglieder sind 35 unabhängige Staaten Nord- und Südamerikas.

Generalsekretär ist der ehemalige uruguayische Außenminister Luis Almagro. Er trat das Amt am 26. Mai 2015 offiziell an.



Geschichte




Die OAS ist aus verschiedenen panamerikanischen Konferenzen hervorgegangen. Am 30. August 1947 wurde ein kollektiver Interamerikanischer Vertrag über gegenseitigen Beistand in Rio de Janeiro unterzeichnet, der zunächst Rio-Pakt genannt wurde. Die endgültige Organisation unter dem heutigen Namen kam am 30. April 1948 in Bogotá zustande. Am gleichen Tag wurde der auch als Bogotá-Pakt bezeichnete Amerikanische Vertrag über die friedliche Streitschlichtung abgeschlossen.Für manche stellte die OAS von Beginn an ein Instrument der Vereinigten Staaten im aufziehenden Ost-West-Konflikt dar, zumal die USA durch die Bereitstellung von einem Großteil des regulären Budgets sowie den Sitz des Hauptquartiers in Washington D. C. nicht wenig Einfluss auf die Politik der Organisation nahmen. So wurde Kuba am 22. Januar 1962 auf Druck der USA wegen seiner „marxistisch-leninistischen“ Wende von der Teilnahme an den Aktivitäten der Organisation ausgeschlossen.Seit 1959 gibt es auch eine Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR/CIDH), die seit 1970 Hauptorgan der OAS ist. 1979 kam nach Inkrafttreten (1978) der bereits 1969 verabschiedeten Amerikanischen Menschenrechtskonvention der Interamerikanische Menschenrechtsgerichtshof in San José, Costa Rica, als weiteres Organ zur Menschenrechtsförderung und -verteidigung hinzu. Wenngleich die OAS besonders in den 1970er Jahren mehr autoritäre/diktatorische als demokratische Mitgliedstaaten in ihren Reihen aufwies, so vermochte das sogenannte interamerikanische Menschenrechtssystem (zunächst vor allem die Kommission), Menschenrechtsverletzungen etwa in Chile, Argentinien, dem Nicaragua Somozas oder in El Salvador aufzuzeigen und die Öffentlichkeit in der Hemisphäre auf die Verstöße aufmerksam zu machen.1991 verabschiedete die OAS-Generalversammlung in Santiago de Chile die Resolution 1081, welche empfindliche Einschränkungen in das einst sakrosankte Nichteinmischungsprinzip der Organisation beinhaltete. Zehn Jahre später, am 11. September 2001, wurde die Interamerikanische Demokratiecharta verabschiedet, die diesen Trend fortsetzte....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Alberto Lleras Camargo stirbt in Bogotá. Alberto Lleras Camargo war ein kolumbianischer Politiker der Partido Liberal Colombiano und zweimaliger Präsident Kolumbiens sowie Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten.
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Gestorben: Galo Plaza Lasso stirbt in Quito. Galo Plaza Lasso war ein ecuadorianischer Diplomat und Politiker. Er war von 1948 bis 1952 Präsident Ecuadors und von 1968 bis 1975 Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten.
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Geboren: Alberto Lleras Camargo wird in Bogotá geboren. Alberto Lleras Camargo war ein kolumbianischer Politiker der Partido Liberal Colombiano und zweimaliger Präsident Kolumbiens sowie Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten.
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Geboren: Galo Plaza Lasso wird in New York City geboren. Galo Plaza Lasso war ein ecuadorianischer Diplomat und Politiker. Er war von 1948 bis 1952 Präsident Ecuadors und von 1968 bis 1975 Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten.

Technische Daten > Fahrweg

1888

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Betriebseröffnung: 1. Mai (Turmbergbahn)

Politik & Weltgeschehen

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Paraguay wird Mitglied in der OAS (Organisation Amerikanischer Staaten)
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In Bogotá wird der Amerikanische Vertrag über die friedliche Streitschlichtung unterzeichnet und die Organisation Amerikanischer Staaten gegründet, ihr gehören die 21 Nationen Amerikas an.

Mitglieder

1991

1991

1990

1984

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Saint Kitts Nevis? St. Kitts und Nevis

Rundfunk, Film & Fernsehen

2004

Film:
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Silversun (Ryan Corr)

Tagesgeschehen

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Mexiko-Stadt/Mexiko: Die Staaten Lateinamerikas beschließen die Gründung einer neuen Organisation als Gegengewicht zur Organisation Amerikanischer Staaten, in der außer Kanada und den Vereinigten Staaten alle Staaten Amerikas Mitglieder sein sollen. Die Internationale Organisation soll „Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten“ (CELC) heißen und dem Vorbild der Europäischen Union folgen.
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Washington D.C./Vereinigte Staaten: Die Organisation Amerikanischer Staaten schließt Honduras aus. Zuvor hatte der Präsident der Übergangsregierung Roberto Micheletti mit dem Austritt seines Landes aus der OAS gedroht.
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San Pedro Sula/Honduras: Die 34 OAS-Staaten beschließen Kuba zum Beitritt einzuladen, das die Einladung jedoch ablehnt.
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Port of Spain/Trinidad und Tobago: Beim fünften Amerika-Gipfel der OAS spricht sich US-Präsident Obama für einen Neuanfang der Beziehungen zu Kuba aus.
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Haiti: Nach Aussage der UN-Mission MINUSTAH und der OAS sind die Wahlen gut verlaufen, doch gab es mehrere Tote. Aussichtsreichste Kandidaten für das Präsidentenamt sind René Préval, Charles Henry Baker und Leslie Manigat.

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