Orientalische Frage

Orientalische Frage ist ein Begriff der europäischen Diplomatiegeschichte, der die aus dem Zerfall des Osmanischen Reiches entstandenen Problemstellungen bezeichnete. Diese beruhten auf dessen militärischem Niedergang, den Rivalitäten unter den europäischen Staaten, die daraus ihren Nutzen zu ziehen versuchten, und den aufkommenden Nationalbewegungen.

Im 19. Jahrhundert wurde das vormals mächtige Osmanische Reich, das von den Medien der Zeit als kranker Mann am Bosporuspersifliert wurde, durch Aufstände innerhalb seiner europäischen Territorien (Rumelien) geschwächt und immer mehr zum Spielball der europäischen Mächte. 1804 erhoben sich die Serben und erhielten bis 1830 eine weitgehende Autonomie. Auch die Phanariotenherrschaft in den Donaufürstentümern fand 1826 ihr Ende. In den 1820er Jahren gewann die von einigen Europäern unterstützte Unabhängigkeitsbewegung in Griechenland an Dynamik. Von 1831 bis 1841 beherrschte der ägyptische Vizekönig Muhammad Ali Pascha neben Ägypten, dem Sudan, Arabien auch die Levante und Syrien.

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Ereignisse

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Mit der mündlich vereinbarten Konvention von Reichstadt werden sich die Großmächte Österreich-Ungarn und das Russische Reich in der Orientalischen Frage einig. Unter anderem wird auf dem Balkan die Einflusssphäre der beiden Mächte mit fast völligem Einvernehmen abgegrenzt.

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