Orkan

Als Orkan werden im weiteren Sinn Winde mit Geschwindigkeiten von mindestens 64 kn (117,7 km/h = 32,7 m/s) bezeichnet. Auf der Beaufortskala werden Orkane mit der Stärke 12 klassifiziert. Im engeren Sinn werden darunter außertropische Tiefdruckgebiete verstanden, in denen Winde mit Orkanstärke auftreten.

Orkane können massive Verwüstungen anrichten und bilden auf See eine Gefahr für den Schiffsverkehr.

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Ereignisse

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Die in einem Orkan vor der dänischen Westküste gestrandeten britischen Schiffe HMS Defence und HMS St. George brechen in der Brandung. Vor Thorsminde sinken die Wracks. Etwa 1.300 Seeleute sterben.

Nennenswerte Orkane

2013

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Xaver, 5./6. Dezember

Natur & Umwelt

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Katastrophen: Ein Orkan über Nordbaden hebt das Bahnsteigdach des damaligen Mannheimer Hauptbahnhofs, unterbricht sämtliche Telegrafenleitungen, versenkt fünf Schiffe im Neckar und zerstört beinahe einen Omnibus. Weitere Schäden entstehen in Baden-Baden, wo die Bahnsteighalle vollständig zertrümmert wird, sowie in Karlsruhe, Pforzheim und Umgebung.
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Katastrophen: 700 Meilen westlich von Irland sinkt der britische Dampfer Hibernia, nachdem in einem Orkan die Welle gebrochen war. 78 Menschen kommen dabei ums Leben.
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Katastrophen: Der amerikanische Passagierdampfer Evening Star sinkt 180 Seemeilen östlich von Tybee Island in einen schweren Orkan. 262 Passagiere und Besatzungsmitglieder sterben.

1806

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Naturereignisse: ein Orkan über Königsberg fegt einen der drei Schloßhofgiebel des Berwartbaus herab (Naturereignisse in Ostpreußen)

1801

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Naturereignisse: am 3. November Westorkan mit gewaltigem Rückstau; Schiffe liegen auf Wiesen und in Königsberg auf dem Wall (Naturereignisse in Ostpreußen)

Tagesgeschehen

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Deutschland/Europa: Der OrkanKyrill wird zum schwersten Sturm für Deutschland und Teile Europas seit fast 20 Jahren. Mit Windgeschwindigkeiten jenseits von Windstärke 12 und über 200 km/h führt er in Deutschland zu einem landesweiten Verkehrschaos, da die Deutsche Bahn erstmals in der Geschichte der deutschen Eisenbahn den Zugverkehr aus Sicherheitsgründen ab dem frühen Abend komplett einstellt. Am schlimmsten wütet der Sturm in Nordrhein-Westfalen, wo ein Motorradfahrer in Essen und eine Autofahrerin bei Lippstadt sowie zwei Feuerwehrleute von umstürzenden Bäumen erschlagen werden. In Bayern erschlägt eine herausgerissene Scheunentür einen 73-Jährigen. Ebenso verliert eine Zweijährige ihr Leben durch eine Balkontür, die dem Sturm nicht standhielt; in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg werden zwei weitere Autofahrer getötet. Die zahlreichen Autobahnbrücken über den Rhein müssen fast ausnahmslos gesperrt werden. Eine regelrechte Sturmflut an der Nordseeküste bleibt jedoch aus. Insgesamt sterben in Deutschland zehn Personen durch den OrkanKyrill; europaweit 29 Menschen.
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Sylt/Amrum: Die Sturmfronten der vergangenen Woche verursachten schwerwiegende Schäden an den Nordsee-Inseln in Schleswig-Holstein. Im Süden der Insel Sylt verzeichnet der Landschaftsverband Sylt nach dem Orkan „Fritz“ einen Landverlust von 30 bis 50 Metern. In Kampen (Sylt) werden schon Stücke aus dem Kliff gespült. Zwischen Westerland und Wenningstedt sind bereits die Vordünen bedroht. An den meisten anderen Orten wird der künstlich zum Schutz der Insel aufgespülte Strand nahezu völlig abgetragen. So seien 100.000 Kubikmeter Sand von den Wellen davongetragen worden, ohne dass man eine Chance habe, während des andauernden Sturms Gegenmaßnahmen zu treffen. Auch Amrum hat es schwer getroffen. Dort berichtet man von Dünenverlusten bis zu 20 Metern im Nordwesten der Insel. Selbst in Helgoland verliert man an den Dünen am Nordstrand geschätzte 10.000 m3 Sand, was ungefähr 1000 Lastwagenladungen entspricht.
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Nordeuropa. Ein Orkan wütet mit hohen Windgeschwindigkeiten und teilweise sehr starken Regengüssen über Nordeuropa. In Dänemark und Schweden sterben mehrere Menschen, auch in Deutschland wurden Autofahrer von umstürzenden Bäumen erschlagen. Der Fähr- und Flugverkehr in einigen skandinavischen Ländern musste eingestellt werden. In Schleswig-Holstein wurde auch der Zugverkehr eingestellt. In Großbritannien und Irland sind je 50.000 und 60.000 Menschen ohne Strom.
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Norddeutschland, Südschweden, Dänemark: Der Orkan Anatol löst sich auf. In den zwei Tagen zuvor verursachte er in Dänemark und Norddeutschland erhebliche Schäden. In Dänemark gilt er seitdem als schlimmster Orkan des 20. Jahrhunderts.

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