Oscar Straus (Komponist)

Oscar Straus (1918)Fotografie von Edith Barakovich
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Oscar Straus, eigentlich Oscar Nathan Strauss (* 6. März 1870 in Wien; † 11. Januar 1954 in Bad Ischl), war ein österreichischer Operettenkomponist.



Inhaltsverzeichnis



Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscar Strauss, Sohn des jüdischen Bankiers Leopold Strauss, änderte seinen Nachnamen später in Straus, um Verwechslungen mit der Walzerdynastie Strauss zu vermeiden. Um die Jahrhundertwende schrieb er mehrere erfolgreiche Operetten, am bekanntesten davon ist Ein Walzertraum von 1907, und komponierte später am Broadway und in Hollywood.

Er lernte bei Max Bruch und hatte erste kleinere Erfolge als Kapellmeister in Brüx und Teplitz-Schönau. In Berlin wirkte er beim ersten deutschen Musikkabarett, dem Überbrettl, mit, wo nach ihm auch der junge Arnold Schönberg für einige Zeit tätig war. Nach dem „Anschluss“ Österreichs musste er 1939 nach Paris emigrieren, später nach New York und Hollywood. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Europa zurück.

Aus seiner ersten Ehe mit der Geigerin und Konzertmeisterin Nelly Irmen stammen Katharina (1898), Louis (1895) und Leo Straus (1897–1944), der als Dramaturg und Librettist wirkte. Im Jahr 1908 schloss Straus eine zweite Ehe mit der Sängerin Clara Singer (1886–1967); aus dieser Ehe stammen zwei Söhne, der Komponist Erwin Straus (1910–1966) und der Schriftsteller und Regisseur Walter Straus (1913–1945).

Straus’ Grab befindet sich auf dem Friedhof Bad Ischl.

Notentitelblatt für Straus’ Kompositionen für das Überbrettl
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Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Operetten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Mailer: Weltbrger der Musik. Eine Oscar-Straus-Biographie. sterreichischer Bundesverlag, Wien 1985, ISBN 3-215-05645-3.
  • Dorothea Renckhoff: Glanz und Verdunkelung. Frische Blumen fr Straus. Theaterstck. Felix Bloch Erben Theaterverlag, Berlin 1999
  • Dorothea Renckhoff: Von Ischl nach Ischl, welch ein Leben in Dur und Moll. ber Oscar Straus. Klner Stadt-Anzeiger, 8/9. Mai 1993, Beilage S. 4/5
  • Dorothea Renckhoff: Keine Rose ohne Dornen, Das Leben von Oscar Straus und Vom Helden zum Leckermaul. Die abenteuerliche Geschichte des Tapferen Soldaten. in: WDR-Programmheft zur konzertanten Auffhrung von Oscar Straus ?Der tapfere Soldat? am 27. November 1992 in Kln, Sendesaal. S. 5?21
  • Dorothea Renckhoff: Ich komponiere doch nicht mit den Fingern. Das Leben von Oscar Straus. und: Bndigung der blonden Bestie? Zur Geschichte der Lustigen Nibelungen. in: Oscar Straus, Die lustigen Nibelungen. Klner Operetten-Konzerte 3, 17. Februar 1995, Hrsg. Westdeutscher Rundfunk Kln, S. 7?22
  • Dorothea Renckhoff: Oscar Straus und seine Lustigen Nibelungen. Booklet zur CD Die Lustigen Nibelungen, Capriccio 1996, Delta Music GmbH Knigsdorf
  • Oscar Straus, online bei Exil-Archiv., Else Lasker-Schler-Stiftung: Verbrannte und verbannte Dichter-/ KnstlerInnen ? fr ein Zentrum der verfolgten Knste, Wuppertal


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscar Straus (1918)Fotografie von Edith BarakovichBild: Walter AntonLizenz: Public domain
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Notentitelblatt für Straus’ Kompositionen für das ÜberbrettlBild: Walter AntonLizenz: Public domain
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Oscar Straus, eigentlich Oscar Nathan Strauss (* 6. März 1870 in Wien; † 11. Januar 1954 in Bad Ischl), war ein österreichischer Operettenkomponist.

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Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1950

1939

Ehrung:
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– Ritter der Ehrenlegion

Kunst & Kultur

Kultur:
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Uraufführung der Operette Bozena von Oscar Straus in München
Musik & Theater:
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Uraufführung der Operette Drei Walzer von Oscar Straus am Stadttheater Zürich
Kultur:
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Uraufführung der Operette Die Teresina von Oscar Straus am Deutschen Künstlertheater in Berlin
Musik & Theater:
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Uraufführung der Operette Die Perlen der Cleopatra von Oscar Straus am Theater an der Wien in Wien
Musik & Theater:
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Uraufführung der Operette Der letzte Walzer von Oscar Straus am Berliner Theater in Berlin

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Oscar Straus (Komponist) stirbt in Bad Ischl. Oscar Straus, eigentlich Oscar Nathan Strauss, war ein österreichischer Operettenkomponist.
Geboren:
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Oscar Straus (Komponist) wird in Wien geboren. Oscar Straus, war ein österreichischer Operettenkomponist.

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Oscar Straus (Komponist) starb im Alter von 83 Jahren. Oscar Straus (Komponist) war im Sternzeichen Fische geboren.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1950

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Werk: Der Reigen (La Ronde) ist ein französischer Film von Max Ophüls aus dem Jahr 1950, der auf dem Theaterstück Reigen von Arthur Schnitzler basiert.

Stab:
Regie: Max Ophüls
Drehbuch: Jacques Natanson
Max Ophüls, nach dem Bühnenstück Reigen von Arthur Schnitzler
Produktion: Ralph Baum Sacha Gordine
Musik: Oscar Strauss
Kamera: Christian Matras
Schnitt: Léonide Azar

Besetzung: Anton Walbrook (Adolf Wohlbrück), Simone Signoret, Serge Reggiani, Simone Simon, Daniel Gélin, Danielle Darrieux, Fernand Gravey, Odette Joyeux, Jean-Louis Barrault, Isa Miranda, Gérard Philipe

1950

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Werk > Instrumentalwerk: Filmmusik zu La Ronde von Max Ophüls

1948

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Werk > Operette: Die Musik kommt

1940

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Werk > Filmmusik: Von Mayerling bis Sarajewo (De Mayerling ?? Sarajevo)

1931

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Werk: Der lächelnde Leutnant (im Original The Smiling Lieutenant) ist eine US-amerikanische musikalische Filmkomödie des deutschstämmigen Regisseurs Ernst Lubitsch. Das Drehbuch des 1931 entstandenen Films basiert auf der Operette Ein Walzertraum von Oscar Straus, Leopold Jacobson und Felix Dörmann sowie auf der Novelle Nux, der Prinzgemahl von Hans Müller. Der Film kam am 14. September 1931 in die deutschen Kinos. In der Schweiz erschien der Film unter dem Titel Ein Walzertraum.

Stab:
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Ernst Lubitsch Samson Raphaelson Ernest Vajda
Produktion: Ernst Lubitsch
Musik: Oscar Straus
Kamera: George J. Folsey
Schnitt: Merrill White

Besetzung: Maurice Chevalier, Claudette Colbert, Miriam Hopkins, Charles Ruggles, George Barbier, Hugh O'Connell

Rundfunk, Film & Fernsehen

1953

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Film: Madame de … ist ein französisch-Italienisches Filmdrama von Max Ophüls aus dem Jahr 1953. Das Buch ist eine Adaption der gleichnamigen Novelle von Louise de Vilmorin. Alternativtitel ist Madame de … -Die Liebe ihres Lebens.

Stab:
Regie: Max Ophüls
Drehbuch: Marcel Achard
Max OphülsAnnette Wademant
Produktion: Ralph Baum
Musik: Oscar StrausGeorges van Parys
Kamera: Christian Matras
Schnitt: Borys Lewin

Besetzung: Charles Boyer, Danielle Darrieux, Vittorio De Sica, Jean Debucourt, Jean Galland, Lia Di Leo

1941

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Film: The Chocolate Soldier ist eine US-amerikanische Filmoperette mit Nelson Eddy und Risë Stevens aus dem Jahr 1941. Das Drehbuch basiert auf der Bühnenkomödie The Guardsman, der englischen Fassung des Stück A Testőr (dt. Der Leibgardist) von Ferenc Molnar. Das Libretto und der Titel sind der englischen Fassung der deutschen Operette Der tapfere Soldat von Oscar Straus entlehnt, die selbst auf der Komödie Helden (original: Arms and the Man) von George Bernhard Shaw basiert.

Stab:
Regie: Roy Del Ruth
Drehbuch: Leonard Lee, Keith Winter
Produktion: Victor Saville für MGM
Musik: Bronislau Kaper, Herbert Stothart
Kamera: Karl Freund

Besetzung: Nelson Eddy, Risë Stevens, Nigel Bruce, Florence Bates

1932

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Film: Eine Stunde mit Dir (Original: One Hour with You) aus dem Jahr 1932 ist ein amerikanisches Musical von Ernst Lubitsch. Der Film ist eine Neuverfilmung seines Films Die Ehe im Kreise (Original: The Marriage Circle) von 1924. Beide basieren auf dem erstmals 1909 aufgeführten Lustspiel Nur ein Traum von Lothar Schmidt.

Stab:
Regie: Ernst Lubitsch , einzelne Szenen George Cukor
Drehbuch: Samson Raphaelson
Produktion: Ernst Lubitsch
Musik: W. Franke Harling, Oscar Straus,
Rudolph G. Kopp,
John Leipold
Kamera: Victor Milner
Schnitt: William Shea

Besetzung: Maurice Chevalier, Jeanette MacDonald, Genevieve Tobin, Charles Ruggles, Roland Young

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