Ost-Berlin

Ost-Berlin, auch Ostberlin, ist eine Bezeichnung für den Teil Groß-Berlins, der nach der Besetzung der Stadt durch die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs 1945 den sowjetischen Sektor bildete.

Nachdem die Rote Armee der Sowjetunion nach der Schlacht um Berlin das gesamte Gebiet Berlins erobert hatte, zog sie sich aufgrund der Beschlüsse der Konferenz von Jalta im Sommer 1945 aus den westlichen der daraus konstituierten Sektoren zurück.



Geschichte




Mit dem Londoner Protokoll vom November 1944 beschlossen die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion und das Vereinigte Königreich, Deutschland nach der bedingungslosen Kapitulation in zunächst drei Besatzungszonen aufzuteilen und in ein „besonderes Berliner Gebiet, das gemeinsam von den drei Mächten besetzt wird.“ Später kam als vierte Macht noch Frankreich hinzu (gemeinsam die Alliierten oder Vier Mächte). Für Gesamt-Berlin wurde im Mai durch die Sowjetunion eine Regierung mit der Bezeichnung Magistrat von Groß-Berlin eingesetzt (Magistrat Werner). Am 5. Juni 1945 stellten die Alliierten die gemeinsame Besetzung Berlins nochmals fest. Die östlichen damaligen Stadtbezirke Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Pankow, Weißensee, Lichtenberg, Treptow und Köpenick bildeten fortan den Sowjetischen Sektor von Groß-Berlin. Im Juni 1948 verließ der sowjetische Vertreter die Alliierte Kommandantur und in den Folgemonaten zerbrach die gemeinsame Verwaltung Berlins. Im sowjetischen Sektor wurde eine separate Stadtregierung eingesetzt, die sich jedoch weiterhin als Magistrat von Groß-Berlin bezeichnete, später auch mit dem Zusatz Demokratischer Sektor.Am 23. Mai 1949 wurde mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Nach dessen Artikel 23 alter Fassung sollte es auch für ein Land Groß-Berlin gelten. Die Sowjetunion lehnte jedoch eine Anwendung des Grundgesetzes auf ihren Sektor Berlins ab, und in den anderen Sektoren konnte es durch den Vorbehalt der Westalliierten nur eine eingeschränkte Gültigkeit entfalten.Der sowjetischen Besatzungszone blieb nach der Konstituierung der Bundesrepublik nur noch eine Teilstaatsgründung. Die gesamtdeutsch konzipierte Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik wurde daher am 7. Oktober 1949 (dem Tag der Republik) durch die provisorische Volkskammer für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg in Kraft gesetzt und somit die Deutsche Demokratische Republik gegründet. In Art. 2 dieser Verfassung wurde bestimmt: „Die Hauptstadt der Republik ist Berlin“, ein Hinweis auf die ursprünglich erhoffte gesamtdeutsche Staatsgründung....

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Sport

2000

Persönliche Bestleistungen:
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m: 5:47,58 min, 22. September 1985, Ost-Berlin (Ines Bibernell)

1966

Weltrekord:
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Dreikampf 490 kg Ms Ost-Berlin (Jaan Talts)
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Unter großem propagandistischem Aufwand werden die III. Weltjugendfestspiele in Ost-Berlin eröffnet.

Musik

2001

Diskografie > Album:
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Peace Concert (live in Ost-Berlin) (Big Country)

1988

Diskografie > Barclay James Harvest (BJH) > Livealbum:
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Glasnost (live in Ost-Berlin) (Barclay James Harvest)

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Lothar Loewe, deutscher Fernsehjournalist (ARD-Korrespondent aus Washington, Moskau und Ost-Berlin) stirbt 81-jährig in Berlin.
Geboren:
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Sarah Kuttner, deutsche Fernsehmoderatorin wird in Ost-Berlin geboren.
Geboren:
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Anna Thalbach, deutsche Schauspielerin wird im damaligen Ost-Berlin geboren.
Geboren:
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Wolfgang Lippert, deutscher Moderator und Entertainer wird in Ost-Berlin geboren.
Geboren:
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Peter Zimmermann, deutscher Schauspieler wird in Ost-Berlin geboren.

Ereignisse

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In Ost-Berlin wird der Deutsche Anglerverband gegründet.

Geschichte > Neuzeit > 20. Jahrhundert

1962

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wurden die ersten studentischen „Botschafter“, die nach Ost-Berlin einreisen durften, gezwungen, alle ihre mitgebrachten Bücher und Manuskripte vor der Einreise zu verbrennen. (Bücherverbrennung)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1973

Werk:
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The Lion an the Jewel (Theaterstück, 1959), deutsch: Der Löwe und die Perle, Verlag Volk und Welt, Berlin (Wole Soyinka)

1970

Werk:
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Holzschnittfolge zur Befreiung vom Faschismus und neueren Geschichte Berlins (DDR), um 1970 (Dorothea Kobs-Lehmann)

Vor der Neuen Wache

1977

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Die Neue Wache als touristischer Anziehungspunkt inOst-Berlin

Kunst & Kultur

1988

Kultur & Gesellschaft:
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10. März: Ödipussi hat als erster Spielfilm von Victor von Bülow alias Loriot gleichzeitig seine Uraufführung in West- und Ost-Berlin
Kultur:
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Uraufführung des Lustspiels „Leonce und Lena“ von Paul Dessau in Ost-Berlin.

1974

Ausstellungen:
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Gesamtwerkschau in Ost-Berlin, Potsdam, Leipzig und Greiz. (Karl Holtz)

Geschichte > Mauerfall und Restaurierung

1989

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Ost-Berliner beobachten Demonstranten auf der Berliner Mauer, Ende Dezember (Brandenburger Tor)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1991

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Preisträger: – Peter Merseburger für seinen kritischen Journalismus in seiner Zeit als Korrespondent in Ost-Berlin. (Fritz-Sänger-Preis)

1981

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Ehrungen: wurde die renommierte Schauspielschule in Ost-Berlin zu seinen Ehren in Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ umbenannt. (Ernst Busch (Schauspieler))

1980

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Ehrung: den Goethe-Preis der Hauptstadt der DDR und (Elfriede Brüning)

1973

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Ehrung: besuchte Davis die zehnten Jugend-Weltfestspiele in Ost-Berlin (DDR). (Angela Davis)

1951

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Preise, Ehrungen und Auszeichnungen: Bronzemedaille bei den Weltfestspielen der Jugend und Studenten in Ost-Berlin (Roland Zimmer)

Politik & Weltgeschehen

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Mit dem Beitritt der Gebiete der DDR samt Ost-Berlins zum Geltungsbereich des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland wird die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten vollzogen. Damit enden die Reste der Alliierten Vorbehaltsrechte bezüglich Gesamtdeutschlands und Berlin als Folge des Zweiten Weltkriegs -Deutschland wird vollends souverän. Erstmalig ist der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit auch gesamtdeutscher Nationalfeiertag.
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Susanne Albrecht wird – als erste der ausgestiegenen und mit neuer Identität in der DDR lebenden RAF-Terroristen -in Ost-Berlin festgenommen.
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: In Ost-Berlin einigen sich Vertreter von Regierung und Opposition am „runden Tisch“ u. a. auf die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) sowie auf freie Kommunalwahlen in der DDR am 6. Mai 1990. (7. Dezember)

1989

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: In Ost-Berlin einigen sich Vertreter von Regierung und Opposition am „runden Tisch“ u.? a. auf die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) sowie auf freie Kommunalwahlen in der DDR am 6. Mai 1990. (7. Dezember)
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Der rumän. Präsident Nicolae Ceaușescu trifft sich in Ost-Berlin zu Gesprächen mit Erich Honecker und wird anlässlich seines 70. Geburtstages mit dem Karl-Marx-Orden ausgezeichnet.

Rundfunk, Film & Fernsehen

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Rundfunk: Der nationale Hörfunksender Deutschlandradio nimmt mit zwei Programmen seinen Betrieb auf. In dem Kulturprogramm DLR Berlin (heute Deutschlandradio Kultur) gehen die beiden ehemaligen Sender RIAS 1 (West-Berlin) und Deutschlandsender Kultur (Ost-Berlin) auf. Das Informationsprogramm kommt vom Deutschlandfunk aus Köln.

1988

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Rundfunk: 2./3. Oktober -Rio Reiser gibt in der Ost-BerlinerWerner-Seelenbinder-Halle ein vielbeachtetes Konzert, das auch vom DDR-Fernsehen mitgeschnitten und ausgestrahlt wird. Für die damalige Situation in der DDR besonders brisant ist die Textpassage aus dem Ton Steine Scherben-Song Der Traum ist aus: „Gibt es ein Land auf der Erde wo der Traum Wirklichkeit ist / ich weiß nur eins und da bin ich sicher / dieses ist es nicht“
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Rundfunk: ARD und ZDF eröffnen Korrespondentenbüros in Ost-Berlin.
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Rundfunk: In Ost-Berlin wird der 368 Meter hohe Fernsehturm offiziell seiner Bestimmung übergeben.
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Rundfunk: Der Sender DIAS sendet zum ersten Mal über einen Mittelwellensender. Infolgedessen wird der Sender in Rundfunk im amerikanischen Sektor kurz RIAS umbenannt. Das Equipment stammt aus Beständen des ehemaligen Soldatensenders Belgrad. Seine Programme werden gleichermaßen in West- wie auch Ost-Berlin geschätzt. Besonders das unverwechselbare Pausenzeichen mit dem Dreiklang und den Worten "Hier ist RIAS Berlin. Eine freie Stimme der freien Welt" wird zum akustischen Symbol der späteren "Mauerstadt" Berlin.

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