Ostbelgien

Die drei belgischen Ostkantone: Eupen (gelber Bereich oben), St. Vith (gelber Bereich unten) und Malmedy (grüner Bereich)
Bild: El Bubi

Als Ostbelgien oder die belgischen Ostkantone (in den 1920er-Jahren war der Ausdruck Neubelgien gebräuchlich) werden die Gebiete im Osten des Königreichs Belgien bezeichnet, die 1920 vom Deutschen Reich durch den Versailler Vertrag abgetrennt wurden und deren großenteils deutschsprachige Bevölkerung so zu belgischen Staatsbürgern wurde.

Der 20 bis 50 km breite Grenzstreifen mit einer Fläche von 1036 km² wurde am 1. Juli 1925 nach einer fünfjährigen Übergangszeit als Gouvernement Eupen-Malmedy in den belgischen Staatsverband eingegliedert. Er umfasst das Gebiet um Eupen, Malmedy, Sankt Vith und Kelmis (Neutral-Moresnet) und wird nach den beiden ehemaligen preußischen Landkreisen Malmedy und Eupen auch heute in deutschen Quellen manchmal noch Eupen-Malmedy genannt. Die nördliche Gemeindefläche von Waimes teilt im extrem dünn besiedelten Gebiet des Hohen Venns das Gebiet der 1963 und erneut 2004 als föderaler Bestandteil Belgiens definierten Deutschsprachigen Gemeinschaft in einen nördlichen und einen südlichen Teil (siehe nebenstehende Karte).

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Jean Firges stirbt. Jean Firges, auch Johann Firges oder Hannes Anderer (Pseudonym), war ein in Ostbelgien aufgewachsener, später deutscher (und auf Deutsch schreibender) Literaturwissenschaftler und Schriftsteller.
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Gestorben: Herman Baltia stirbt in Saint-Gilles/Sint-Gillis. Baron Herman Baltia war ein belgischer General-Leutnant, sowie Hoher Kommissar und General-Gouverneur für die Ostkantone, die zu seiner Zeit Neubelgien genannt wurden.
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Geboren: Jean Firges wird in Sankt Vith, Belgien geboren. Jean Firges, auch Johann Firges oder Hannes Anderer (Pseudonym), war ein in Ostbelgien aufgewachsener, später deutscher (und auf Deutsch schreibender) Literaturwissenschaftler und Schriftsteller.
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Geboren: Herman Baltia wird in Saint-Josse-ten-Noode/Sint-Joost-ten-Node bei Brüssel geboren. Baron Herman Baltia war ein belgischer General-Leutnant, sowie Hoher Kommissar und General-Gouverneur für die Ostkantone, die zu seiner Zeit Neubelgien genannt wurden.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Die belgischen Ostkantone werden nach fünfjähriger Übergangszeit unter dem Hochkommissar Herman Baltia endgültig ein Teil Belgiens. Der deutsche Gebietsverlust wurde im Friedensvertrag von Versailles festgelegt. (6. März)

1925

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6. März: Die belgischen Ostkantone werden nach fünfjähriger Übergangszeit unter dem Hochkommissar Herman Baltia endgültig ein Teil Belgiens. Der deutsche Gebietsverlust wurde im Friedensvertrag von Versailles festgelegt.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Neubelgien, durch den Versailler Vertrag von 1919 vom Deutschen Reich abge­trennt und provi­sorisch Belgien unter­stellt, wird end­gültig in den belgi­schen Staats­verband einge­gliedert.

Mitglieder > G

1941

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Stephan Gierets (1895–), Eupen-Malmedy, eingetreten am 9. Juni , verstorben am 25. Juni (Liste der Reichstagsabgeordneten im Nationalsozialismus (4. Wahlperiode))

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