Ostrava

Luftbildaufnahme Mährisch-Ostraus aus dem Deutschen Bundesarchiv, ca. 1940, ohne weitere Angaben
Bild: Unknownwikidata:Q4233718

Ostrava (Audio-Datei / HörbeispielAussprache?/i) (dt. Ostrau bzw. Mährisch Ostrau) ist nach Einwohnerzahl und nach Fläche die drittgrößte Stadt Tschechiens. Sie ist das Verwaltungszentrum der Mährisch-Schlesischen Region. Die Stadt liegt an der Oder, zehn Kilometer südwestlich der Grenze zu Polen und 50 Kilometer nordnordwestlich der Grenze zur Slowakei, und damit an der Nordostgrenze des Landes Tschechien.



Geschichte




Ostrava entstand aus alten Siedlungen an der Mündung der Ostravice in die Oder. Hier führte die Bernsteinstraße durch die Mährische Pforte. Seit dem 10. Jahrhundert ist das Ostrauer Becken als Siedlungsgebiet des slawischen Stammes der Hollasitzer (tschechisch Holasici) bekannt. Zuvor war es erst keltisch, dann germanisch besiedelt.Oder und Ostravice bildeten hier jahrhundertelang die Grenze zwischen Mähren und Schlesien. An der Mündung der Ostravice in die Oder entstanden beiderseits des Nebenflusses zwei Dörfer mit Namen Ostrava. Polska Ostrawa (tschechisch: Polská Ostrava / deutsch: Polnisch Ostrau) wurde erstmals 1229 erwähnt. Moravská Ostrava (Mährisch Ostrau), erstmals 1267 genannt, erhielt 1279 Stadtrecht. 1297 entstand in Polska Ostrawa eine Burg der Piastenherzöge von Oppeln. Im Laufe des Mittelalters wanderten viele Deutsche ein.Die Bedeutung beider Orte blieb bis ins 18. Jahrhundert gering. Wirtschaftliche Bedeutung und Bevölkerungswachstum änderten sich rapide mit dem intensiven Abbau der Steinkohleflöze ab 1763. Im Jahr 1794 lebten 1.578 Einwohner in Mährisch-Ostrau, 6.881 im Jahre 1869.1827 gründete Familie Rudolf die Rudolfs Eisenhüttenwerke. Diese wurden später von der Familie Rothschild erworben und in Witkowitzer Eisenhüttenwerke umbenannt. Ostrava wurde zu einem Zentrum der Stahlindustrie.Die durch den Zensus erfasste Bevölkerung wuchs von 13.448 (1880) 19.240 (1890), 30.116 (1900) und 36.754 (1910). Ein ähnlicher Anstieg ist für die Gesamtregion (d. h. inkl. dem Umland) zu verzeichnen: von 18.711 (1843) bis auf 186.613 (1910). Diese Wachstumsrate der Bevölkerung war nur durch eine Zuwanderung zu erreichen, welche nicht nur aus Mähren, sondern insbesondere auch aus Galizien erfolgte, was durch die gemeinsame staatliche Zugehörigkeit erleichtert wurde. Die massive Zuwanderung von ehemaliger Landbevölkerung in eine zunehmend industrialisierte Wirtschaftsregion brachte große soziale wie auch sozio-kulturelle Probleme mit sich.Einer der größeren Arbeitgeber um 1900 waren die Centralheizungswerke mit Hauptsitz in Hannover....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Václav Roubíček stirbt in Ostrava. Václav Roubíček war ein tschechischer Ingenieurwissenschaftler, Rektor der Technischen Universität Ostrava und Senator des tschechischen Parlaments.
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Gestorben: Jan Balabán stirbt in Ostrava. Jan Balabán war ein tschechischer Schriftsteller, Publizist und Übersetzer.
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Gestorben: Boris Čelovský stirbt in Ostrava-Heřmanice. Boris Čelovský, eigentlich Bořivoj Čelovský war ein tschechischer Historiker und Philosoph. Seine Werke beschäftigten sich zumeist mit den tschechisch-deutschen Beziehungen.
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Geboren: Michaela Doleželová wird in Ostrava-Svinov geboren. Michaela Doleželová ist eine tschechische Skispringerin.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1889

Bauwerk > Öffentliche Bauten:
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Vollendung der von Gustav Meretta entworfenen Erlöserkirche in Ostrava (heute Kathedrale) (Max von Ferstel)

Europa

Weitere Ereignisse in Europa:
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In den Kohlerevieren Lüttich und Mährisch-Ostrau kommt es zu Aufständen und Streiks.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1952

Gründung:
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Advanced World Transport a.s. (AWT), ehemalige OKD, Doprava a.s. (OKDD), ist ein tschechisches Eisenbahnverkehrsunternehmen. Sitz der Gesellschaft ist Ostrava.

1267

Stadtrechte & Ersturkundliche Erwähnungen:
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Ostrava (deutsch Ostrau), heute drittgrößte tschechische Stadt und Hauptstadt der Moravskoslezský kraj, wird gegründet.

Politik & Weltgeschehen

1996

Politik > Städtepartnerschaften:
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Ostrava (Tschechien) seit (Katowice)

1971

Politik > Städtepartnerschaften:
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Tschechien? Ostrava, Tschechien, seit (Dresden)

1948

Politik > Städtepartnerschaften:
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TschechienOstrava, Tschechien (Wolgograd)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2007

Auszeichnungen:
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Best Actor Award, Spectaculo Interesse, Ostrava für Vampyr (Neville Tranter)

2006

Ehrung:
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Grand Prix des Doku-Festivals in Ostrava (Joachim Bublath)

2005

Erfolg/Ergebniss > Junioren Grand Prix Wettbewerbe:
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– 4. Rang – Grand Prix Finale in Ostrava, Tschechien (Katy Taylor)

2003

Erfolg/Ergebniss > Juniorenweltmeisterschaft:
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– 13. Rang – Ostrava (Rebecca Handke)

2003

Erfolg/Ergebniss > Juniorenweltmeisterschaft:
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– 5. Rang - Ostrau (Christina Beier)

Städtepartnerschaften

2009

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Ukraine Donezk

2008

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Kasachstan Oral

2005

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Polen Powiat Wodzis?awski

2001

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Slowakei Košice

2001

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Ungarn Miskolc

Tagesgeschehen

Sport

2011

Leichtathletik:
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U23-Leichtathletik-Europameisterschaften 2011 vom 14. bis 17. Juli in Ostrava, Tschechien

2010

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11.-19. September: 29. Tischtennis-Europameisterschaft in Ostrava, Tschechische Republik

2003

Resultat > Weltmeisterschaft:
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39. Junioren in Ostrava (Jamal Othman)

2000

Persönliche Bestleistungen:
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m: 5:35,62 min, 12. Juni 2003, Ostrava (Berhane Adere)

2000

Bestzeit > Freiluft:
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m: 5:27,50 min, 17. Juni 2014, Ostrava (Genzebe Dibaba)

"Ostrava" in den Nachrichten