Otto Schenk

Otto Schenk (2010)
Bild: Manfred Werner - Tsui



Leben




Otto Schenk wurde als Sohn katholischer Eltern geboren. Da jedoch seine Großeltern väterlicherseits getaufte Juden waren, wurde sein Vater nach dem „Anschluss Österreichs“ 1938 nach den Nürnberger Gesetzen diskriminiert. Daher verlor er seinen bisherigen Arbeitsplatz als Jurist. Eine weitere Verfolgung blieb ihm erspart, da er mit einer „Arierin“ verheiratet war und dadurch in einer „privilegierten Mischehe“ lebte. Otto Schenk wiederum musste vorübergehend dem „Deutschen Jungvolk“ beitreten, wurde aber wenig später, da von den Nationalsozialisten als „Mischling“ eingestuft, wieder ausgeschlossen.Nach seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar begann er seine Karriere am Theater in der Josefstadt und am Wiener Volkstheater. Ab 1953 führte er bei verschiedenen Aufführungen in Wiener Theatern Regie. 1957 inszenierte er seine erste Oper (Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart) am Salzburger Landestheater. Schenk spielte und inszenierte an den bedeutendsten Schauspiel- und Opernhäusern der Welt, darunter am Wiener Burgtheater, den Münchner Kammerspielen, der Wiener Staatsoper, der New Yorker Metropolitan Opera, der Mailänder Scala und dem Royal Opera House in Covent Garden, London. Weitere Operninszenierungen erarbeitete er für die Deutsche Oper Berlin, die Bayerische Staatsoper oder die Hamburgische Staatsoper.1956 heiratete Schenk Renée Michaelis, die er am Reinhardt-Seminar kennengelernt hatte; 1957 wurde der gemeinsame Sohn Konstantin geboren.Von 1986 bis 1988 fungierte Schenk als Direktoriumsmitglied der Salzburger Festspiele, von 1988 bis 1997 war Otto Schenk Direktor des Theaters in der Josefstadt (gemeinsam mit Robert Jungbluth). Für seine ausdrucksstarken Wagner-Interpretationen erhielt er im Jahr 2009 den „Anton-Seidl-Preis“ (Anton-Seidl-Award) der „Wagner-Society of New York“.Als Kabarettist trat Schenk schon in den 1950er-Jahren im Kabarett Simpl auf, begeisterte jedoch in den letzten Jahrzehnten sein Publikum im gesamten deutschen Sprachraum mit seinen Leseabenden unter dem Motto „Sachen zum Lachen“. Zahlreiche Schallplatten begleiten diese Tätigkeit, bei der er immer dieselbe Rolle spielt – den Schenk.

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Otto Schenk wird in Wien geboren. Otto Schenk ist ein österreichischer Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Intendant.

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Otto Schenk ist heute 87 Jahre alt. Otto Schenk ist im Sternzeichen Zwilling geboren.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2002

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Film: Hochwürden wird Papa

2002

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Film: August der Glückliche, Regie: Joseph Vilsmaier

2002

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Film: August, der Glückliche, Regie: Joseph Vilsmair

2001

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Film: Zwei unter einem Dach ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm von Peter Weck aus dem Jahr 2001.

Stab:
Regie: Peter Weck
Drehbuch: Uli Brée Rubert Henning
Produktion: Lisa Film ORF
Musik: Wolfgang Hammerschmid
Kamera: Rainer Gutjahr
Schnitt: Sonja Glanz

Besetzung: Klausjürgen Wussow, Otto Schenk, Suzanne von Borsody, Peter Matic, Valentin Heidrich Klausburg, Heinz Petters, Erich Padalewski, Gundula Rapsch, Harald Posch, Gertrud Roll, Sabine Muhar

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2006

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Theater > Regiearbeiten: „Don Pasquale“, Metropolitan Opera, New York (Bühnenbild und Kostüme: Rolf Langenfass, Dirigent: Maurizio Benini, mit Anna Netrebko als Norina, Juan Diego Flórez als Ernesto und Simone Alaimo als Don Pasquale). Diese letzte Operninszenierung Schenks wurde von Anthony Tommasini am 3. April in der New York Times sehr gelobt.

1988

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Theater > Regiearbeiten: „Die Zauberflöte“, Wiener Staatsoper (Bühnenbild und Kostüme: Yannis Kokkos; Dirigent: Nikolaus Harnoncourt; mit Jerry Hadley als Tamino, Mikael Melbye als Papageno, Matti Salminen als Sarastro, Luciana Serra als Königin der Nacht, Hermann Prey als Sprecher)

1986

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Theater > Regiearbeiten: „Manon Lescaut“, , Wiener Staatsoper, (Bühnenbild und Kostüme Rolf Langenfass, Dirigent: Giuseppe Sinopoli; mit Mirella Freni als Manon, Peter Dvórsky als Des Grieux, Bernd Weikl)

1986

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Theater > Regiearbeiten: „Ring des Nibelungen“, Metropolitan Opera (Bühnenbild: Günther Schneider-Siemssen, Kostüme Rolf Langenfass, Dirigent James Levine)

1983

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Theater > Regiearbeiten: „Der Freischütz“, Bregenzer Festspiele

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2010

2005

Auszeichnungen:
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Undine Award für das Lebenswerk eines Nachwuchsförderers

2000

Auszeichnungen:
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Nestroy-Theaterpreis für sein Lebenswerk

1995

Auszeichnungen:
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Romy als Beliebtester Schauspieler

Bücher

2012

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Warum mir so fad ist... Amalthea

2010

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Es war nicht immer komisch. Notizen aus meinen ersten 80 Jahren. Amalthea

2008

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Darum das ganze Theater. Nichts ist so komisch wie das Leben. Amalthea

2007

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Wer kocht, ist selber schuld. Angefressene Memoiren. Amalthea

2006

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Nach außen bin ich ja viel jünger. Ein Stück aus meinem Leben. Piper

Kunst & Kultur

2014

Theater > Schauspielrollen:
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Hans Weiring in Liebelei von Arthur Schnitzler, Theater in der Josefstadt, Regie: Alexandra Liedke

2013

Theater > Schauspielrollen:
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Forever Young von Franz Wittenbrink, Theater in der Josefstadt, Regie: Franz Wittenbrink

2012

Theater > Schauspielrollen:
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Edek in Chuzpe nach dem Roman von Lilly Brett, Kammerspiele, Regie: Dieter Berner

2009

Theater > Schauspielrollen:
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Plutzerkern in Der Talisman von Johann Nestroy, Theater in der Josefstadt, Regie: Michael Gampe

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