Palästinenser

Die Palästinenser (arabisch فلسطينيون, DMGFilasṭīnīyūn, von neugriechischΠαλαιστίνηPalaistínē, arabisch فلسطين, DMGFalasṭīn[falasˈtˁiːn] oder Filasṭīn[filasˈtˁiːn]) sind ein arabisches Volk.

Als Palästinenser galten ursprünglich alle Bewohner im gesamten Völkerbundsmandat für Palästina. Heute wird diese Bezeichnung vor allem für die Arabisch sprechenden Bewohner im Westjordanland und dem Gazastreifen, selbst wenn es sich um im Ausland geborene aus der Mandatszeit handelt (z. B. Yasser Arafat), sowie für im Ausland lebende Angehörige gebraucht. Für palästinensische Araber in Jordanien und jüdische Bewohner Israels ist diese Bezeichnung inzwischen nicht mehr gebräuchlich, selbst wenn es sich um „Sabre“ (in Palästina geborene Juden) aus der Mandatszeit handelt. Araber mit israelischen Bürgerrechten werden, manchmal fallweise variierend, als israelische Palästinenser oder als arabische Israelis bezeichnet. Von offizieller Seite wird in Israel der zweite Begriff bevorzugt und Palästinenser vorwiegend für die Bürger der Autonomiegebiete verwendet. Arabische Drusen wie auch Teile der arabischen Beduinen der Region Palästina, die heute überwiegend in Israel leben, zählen sich nicht zu den Palästinensern bzw. werden von israelisch-staatlicher Seite nicht dazu gezählt. Bis heute definiert UNRWA einen Großteil des palästinensischen Volkes als Flüchtlinge, weil der Flüchtlingsstatus in väterlicher Linie vererbt wird, heute etwa 3,7 Millionen der insgesamt über 9,0 Millionen Palästinenser weltweit.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Arthur Goldreich stirbt in Herzliya, Israel. Arthur Goldreich war ein südafrikanischer Maler, Apartheidsgegner, israelischer Professor für Design und Kritiker der Politik Israels gegenüber den Palästinensern.
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Gestorben: Nizar Rayan stirbt in Dschabaliya. Nizar Rayan (auch: Nizar Ghayan ) war ein palästinensischer Militärkommandeur und einer von zehn Führern der Hamas.
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Gestorben: Mahmud Darwisch stirbt in Houston, Texas. Mahmud Darwisch war ein palästinensischer Dichter, der als die poetische Stimme seines Volkes bezeichnet wurde.
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Gestorben: Dschamal Abu al-Dschadyan stirbt in Bait Lahiya. Dschamal Abu al-Dschadyan war ein palästinensischerPolitiker und Mitbegründer der al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden. Sein Beiname lautete Abu Mahir.
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Gestorben: Musa Arafat stirbt in Gaza. Musa Arafat, arabisch? ‏موسى عرفات‎, DMG Mūsā ʿArafāt, war Generalmajor und Leiter des palästinensischenMilitärgeheimdienstes.

Politik & Weltgeschehen

1995

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Das Interimsabkommen über das Westjordanland und den Gazastreifen zwischen Israel und der PLO wird von Jitzchak Rabin und Yassir Arafat in Washington ein zweites Mal offiziell unterzeichnet. (28. September)
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Das Kreuzfahrtschiff Achille Lauro wird durch Palästinenser unter dem Kommando Abu Abbas’ entführt.
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Im Süden des Libanon kommen bei israelischen Luftangriffen auf palästinensische Stellungen 134 Menschen ums Leben.
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Als erster arabischer Staatschef spricht Anwar as-Sadat vor dem Europa-Parlament in Luxemburg; er fordert Israel und die Palästinenser zu gegenseitiger Anerkennung auf.

1980

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3. März: Der französische Staatspräsident Valery Giscard d'Estaing erkennt erstmals offiziell das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser an.

Völkermorde in der Geschichte

1982

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Massaker von Sabra und Schatila : Die Tötung palästinensischer Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern von Sabra und Schatila durch christliche Phalange-Milizen während des libanesischen Bürgerkrieges. (Völkermord)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2004

Preisträger:
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Joschka Fischer für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. (Leo-Baeck-Preis)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2004

Gründung:
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Le Trio Joubran ist ein palästinensischesOud-Trio. Die drei Brüder haben durch ihre Weiterentwicklung arabischer Volksmusik und ihre virtuose Spieltechnik internationale Bekanntheit erreicht.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2006

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Film: The Bubble -Eine Liebe in Tel Aviv (hebräisch ‏הבועה‎ Ha-Buah) ist ein israelischer Film unter der Regie von Eytan Fox. Er handelt von der homosexuellen Beziehung des Israeli Noam mit dem Palästinenser Ashraf und geht dabei auch thematisch auf den israelisch-palästinensischen Konflikt ein. Der Film zeigt außerdem Parallelen zu Shakespeares Romeo und Julia sowie zu dem Theaterstück Bent von Martin Sherman, aus dem ein Ausschnitt zu sehen ist. Der Film wurde am 29. Juni 2006 veröffentlicht.

Stab:
Regie: Eytan Fox
Drehbuch: Gal Uchovsky
Eytan Fox
Produktion: Gal UchovskyRonen Ben-Tal Amir Feingold
Musik: Ivri Lider
Kamera: Yaron Scharf
Schnitt: Yosef Grunfeld Yaniv Raiz

Besetzung: Ohad Knoller, Yousef Sweid, Daniella Wircer, Alon Friedman, Zohar Liba, Shredi Jabarin, Ruba Blal, Zion Baruch, Oded Leopold

2004

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Film: Zahras blaue Augen (persisch ‏چشمهای آبی زهرا‎, Tscheschmhā-ye ābi-ye zahrā) ist eine siebenteilige antisemitische Fernsehfilm-Reihe des iranischen Staatsfernsehens, die erstmals im Dezember 2004 vom Sender IRIB Channel 1 ausgestrahlt wurde. In der Serie lässt ein israelischer Präsidentschaftskandidat palästinensische Kinder entführen, um ihnen Organe für seinen Sohn zu entnehmen.

Stab:
Regie: Ali Derachschi
Kamera: Morteza Pursamadi

2003

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Film: Der Vierte Weltkrieg (Originaltitel: The Fourth World War) ist der Titel eines Dokumentarfilms aus dem Jahr 2003, der von Jacqueline Soohen und Richard Rowley unter dem Gruppennamen „Big Noise Tactical Media“ produziert wurde. Der im Originalton englische Film ist mit Untertiteln auf Deutsch, Französisch und Spanisch übersetzt. Der Film behandelt aktuelle Konflikte und soziale Bewegungen gegen Neoliberalismus und kapitalistische Globalisierung in Mexiko, Argentinien, Korea, Südafrika, Nordamerika und Europa sowie den Nahost-Konflikt in Israel, letzteren vor allem aus der Sicht der Palästinenser.

Stab:
Regie: Rick Rowley
Produktion: Rick Rowley , Jacqueline Soohen
Kamera: Rick Rowley , Jacqueline Soohen
Schnitt: Rick Rowley, Jacqueline Soohen

1999

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Film: Ein Tag im September ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 1999, der die Ereignisse der Geiselnahme von München 1972 nachvollzieht, bei der ein palästinensisches Terrorkommando während der Olympischen Sommerspiele von 1972 elf Athleten der israelischen Mannschaft als Geiseln nahm und später tötete.

Stab:
Regie: Kevin Macdonald
Produktion: Arthur Cohn, John Battsek
Musik: Alex Heffes
Kamera: Neve Cunningham, Alwin Küchler
Schnitt: Justine Wright

Tagesgeschehen

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Jerusalem/Israel: Im festgefahrenen Friedensprozess wollen die Palästinenser international um Unterstützung für die einseitige Ausrufung eines eigenen Staates ersuchen.
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Gazastreifen/Israel: Militante Palästinenser verstärken ihre Raketenangriffe auf Israel. Dabei sind mehr als 60 Qassam-Raketen im Grenzgebiet eingeschlagen.
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Jerusalem/Israel: Die israelische Regierung beschließt die Freilassung von 250 Palästinensern zum muslimischen Opferfest. Zuletzt wurden im August 198 palästinensische Gefangene freigelassen.
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Dschenin/Westjordanland: Bei einem Militäreinsatz töten israelische Soldaten bei Dschenin Walid Obeidi (38 Jahre), einen Anführer der radikalen PalästinenserorganisationIslamischer Dschihad.
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USA, Deutschland: Bundeskanzlerin Angela Merkel initiiert bei ihrer Kurzvisite in Washington D.C. ein neues Treffen des Nahost-Quartetts, um den Friedensprozess zwischen Israel und denPalästinensern wiederzubeleben. US-Präsident Bush erklärt dies auf der gemeinsamen Pressekonferenz für „eine gute Idee“ der neuen G-8-Vorsitzenden. Das Ziel seien „zwei Demokratien, die das Existenzrecht der anderen unterstützen“. US-Außenministerin Condoleezza Rice werde deshalb in Kürze in den Nahen Osten reisen. Das Nahost-Quartett hat sich im Sommer 2000 gebildet, als die in Oslo 1993 vereinbarten Friedensverhandlungen scheiterten.

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