Par in parem non habet imperium

Par in parem non habet imperium ist ein Rechtsgrundsatz, der besagt, dass Gleiche über Gleiche keine Macht haben. Er wird zuweilen auch als par in parem non habet iudicium (Ein Gleicher hat über einen Gleichen keine Gerichtsbarkeit) oder par in parem non habet iurisdictionem (Ein Gleicher hat über einen Gleichen keine Rechtsprechungsgewalt) zitiert.

Dieser Rechtsgrundsatz entstammt ursprünglich dem römischen Recht und findet sich bereits bei den antiken Juristen Ulpian (170–223) und Iulius Paulus (3. Jahrhundert). Er ist dann später auch in den unter Justinian I. erstellten Digesten (533) enthalten. Im Mittelalter wird er von Bartolus in seinem Werk Tractatus Represaliarum (1354) verwendet, dort steht er in der folgenden erweiterten Form: Non enim una civitas potest facere legem super alteram, quia par in parem non habet imperium. (Ein Staat kann nämlich über einen anderen kein Gesetz erlassen, weil Gleiche über Gleiche keine Macht haben.)

mehr zu "Par in parem non habet imperium" in der Wikipedia: Par in parem non habet imperium

Tagesgeschehen

thumbnail
Den Haag/Niederlande: Aufgrund der Staatenimmunität entscheidet der Internationale Gerichtshof, dass Deutschland vor ausländischen Gerichten nicht zu individuellen Entschädigungszahlungen an NS-Kriegsopfer verurteilt werden kann.

"Par in parem non habet imperium" in den Nachrichten