Parabel (Sprache)

Die Parabel (lateinisch parabole (-es, f.) und parabola, griechisch παραβολήparabolḗ) ist eine mit dem Gleichnis verwandte Form von Literatur, eine lehrhafte und kurze Erzählung. Sie wirft Fragen über die Moral und ethische Grundsätze auf, welche durch Übertragung in einen anderen Vorstellungsbereich begreifbar werden. Das im Vordergrund stehende Geschehen (Bildebene) hat eine übertragene Bedeutung (ähnlich der Allegorie). Die Parabel soll durch die Herleitung des gemeinten Allgemeinen (Sachebene) den Leser zum Nachdenken und zu einer Erkenntnis bringen. Der Leser soll die Arbeit des Autors umgekehrt nachvollziehen. Eine Parabel enthält meist zwei Lehren: Zum einen eine im engeren Sinn, zum anderen eine im weiteren Sinn. Die Lehre kann sowohl explizit als auch implizit enthalten sein.

Man kann das Charakteristische dieser Literaturform im Sinne einer Eselsbrücke auch an einer geometrischen Parabel verdeutlichen: Die beiden Parabeläste stehen dann für Bild- und Sachebene der Erzählung. Im Scheitelpunkt steht das abstrakte Bindeglied zwischen Erzähltem und Gemeintem (Tertium comparationis), das der verstehende Leser sich selbst erschließen muss.

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Rundfunk, Film & Fernsehen

1962

Film:
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Seelenwanderung ist ein deutscher Fernsehfilm des deutschen Regisseurs Rainer Erler aus dem Jahr 1962 nach der gleichnamigen Parabel von Karl Wittlinger.

Stab:
Regie: Rainer Erler
Drehbuch: Rainer Erler
Produktion: Bavaria Atelier GmbH
Musik: Otto Erich Schilling
Kamera: Günther Senftleben
Schnitt: Hannes Nikel

Besetzung: Wolfgang Reichmann, Hanns Lothar, Robert Meyn

Geboren & Gestorben

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Geboren: Sergei Loznitsa wird in Baranawitschy, Breszkaja Woblasz, Weißrussische SSR, UdSSR geboren. Sergei Loznitsa ist ein ukrainischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Bekanntheit erlangte er ab Ende der 1990er Jahre als Regisseur von Dokumentarfilmen über die russische Provinz beziehungsweise die sowjetische Geschichte. Waren seine Arbeiten anfangs noch von ironisch-versöhnlicher Heiterkeit geprägt, werden sie mittlerweile in Hinblick auf den moralischen Zustand Russlands als tieftraurige Parabeln rezipiert. Sein Dokumentarfilm Blokada wurde 2005 mit dem wichtigsten russischen Filmpreis Nika ausgezeichnet. Seit 2001 lebt Loznitsa mit seiner Familie in Deutschland.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1976

Werke ab 1973:
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Die sieben Todsünden (Libretto: Bertolt Brecht; Musik: Kurt Weill; Ballett mit Pantomime, Tanz und Gesang (Sopran und Männerquartett); Inhalt: Parabel über die Verlogenheit kleinbürgerlicher Doppelmoral; Musikstil: Spätromantik und Jazz; Genre: Parodie und Musical) (Pina Bausch)

Adaption

2007

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Unschuld, Regie: Andreas Morell, mit Nadeshda Brennicke, Kai Wiesinger, Leslie Malton. Mit der Adaption von Kai Hafemeister holte der Film die Parabel ins 21. Jahrhundert. (Reigen (Drama))

Beispiele für Übergangsformen und Adaptionen

2010

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Ulrich Karger: Vom Uhrsprung und anderen Merkwürdigkeiten. Moderne Märchen und Parabeln (Kunstmärchen)

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