Perserreich

Als Perserreich wird das antike Großreich der Perser bezeichnet, das zeitweise von Thrakien bis nach Nordwestindien und Ägypten reichte. Es bestand in unterschiedlicher Ausdehnung von etwa 550 bis 330 v. Chr. (Altpersisches Reich der Achämeniden) und von ca. 224 bis 651 n. Chr. (Neupersisches Reich der Sassaniden).

Im folgenden Überblick wird sowohl auf die Zeit der Seleukiden als auch auf das iranische Partherreich der Arsakiden eingegangen, welche die makedonisch-griechische Fremdherrschaft beendeten. In vielerlei Hinsicht lehnten sich auch die Sassaniden an die Parther an, sodass aus Verständnisgründen die Geschichte des vorislamischen Persien einheitlich in diesem Artikel behandelt wird.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Alireza Shapour Shahbazi stirbt in Washington, D.C.. Alireza Shapour Shahbazi (persisch? ‏علیرضا شاپور شهبازی‎) war ein iranischer Iranologe, Historiker und Universitätsprofessor. Er war Professor an Universität Schiras, Universität Teheran, Universität London, Georg-August-Universität Göttingen, Eastern Oregon University, Columbia University und Harvard University. Shahbazi hat sich vor allem mit der vorislamischen persischen Geschichte befasst und unter anderem mehrere Artikel für die Encyclopædia Iranica verfasst.
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Geboren: Alireza Shapour Shahbazi wird in Schiras geboren. Alireza Shapour Shahbazi (persisch? ‏علیرضا شاپور شهبازی‎) war ein iranischer Iranologe, Historiker und Universitätsprofessor. Er war Professor an Universität Schiras, Universität Teheran, Universität London, Georg-August-Universität Göttingen, Eastern Oregon University, Columbia University und Harvard University. Shahbazi hat sich vor allem mit der vorislamischen persischen Geschichte befasst und unter anderem mehrere Artikel für die Encyclopædia Iranica verfasst.
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Geboren: Iraj Bashiri wird in Behbahan, Chuzestan, Iran geboren. Iraj Bashiri ist Professor für Geschichte an der University of Minnesota, USA und einer der führenden Wissenschaftler im Bereich der Zentralasiatischen Studien und der Iranistik. Fließend in Englisch, Persisch, Persisch-Tadschikisch und mehreren Turksprachen, war Bashiri in der Lage, Werke zu lesen und zu übersetzen, die der meist russischsprachigen Forschergemeinschaft der Zentralasiatischen Studien sonst unzugänglich geblieben wären. Bashiris Karriere konzentrierte sich zunächst auf das Antike Persien und verlagerte sich dann auf die tadschikische Identität und die Beziehungen zwischen Tadschiken und den turksprachigen Usbeken Zentralasiens.
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Gestorben: Arthur de Gobineau stirbt in Turin. Joseph Arthur de Gobineau war ein französischer Diplomat und Schriftsteller. Seine allgemeine Bekanntheit verdankt er dem “Essay über die Ungleichheit der Menschenrassen” (Essai sur l'inégalité des races humaines, 1853–1855). Er gilt deswegen als einer der Begründer des rassistischen Denkens. Daneben war er auch Autor spätromantischer Dichtungen, mehrerer polemischer Essays sowie der Verfasser von historischen und philologischen Arbeiten über das antike Persien.
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Geboren: Arthur de Gobineau wird in Ville-d’Avray bei Paris geboren. Joseph Arthur de Gobineau war ein französischer Diplomat und Schriftsteller. Seine allgemeine Bekanntheit verdankt er dem “Essay über die Ungleichheit der Menschenrassen” (Essai sur l'inégalité des races humaines, 1853–1855). Er gilt deswegen als einer der Begründer des rassistischen Denkens. Daneben war er auch Autor spätromantischer Dichtungen, mehrerer polemischer Essays sowie der Verfasser von historischen und philologischen Arbeiten über das antike Persien.

Ereignisse/Entwicklungen > Vorderasien

559 v. Chr.

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: Kyros II. wird König von Persien. (6. Jahrhundert )

Ereignisse/Entwicklungen > Afrika

525 v. Chr.

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, Mai: Die Perser unter Kambyses II. besiegen die Ägypter bei Pelusium und erobern das Land. (6. Jahrhundert )

Kunst & Kultur

472 v. Chr.

Kultur:
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Das Drama Die Perser von Aischylos wird uraufgeführt. Es behandelt den Untergang der persischen Flotte in der Seeschlacht von Salamis aus der fiktiven Sicht des persischen Königshofes.

Persisches Reich

349 v. Chr.

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Persien wirft den Aufstand auf Zypern nieder.

Vorderasien

338 v. Chr.

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Nach der Ermordung des persischen Großkönigs Artaxerxes III. durch den Eunuchen Bagoas wird zunächst Arses dessen Nachfolger.

Persien

293 n. Chr.

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Vier Monate nach der Inthronisierung Bahrams III. erlangt der von vielen Adligen unterstützte Narseh die Herrschaft über das Perserreich. Er war zuvor Oberhaupt des Vizekönigreichs Armenien gewesen.

Antike

344 n. Chr.

Römisches Reich:
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Bei Singara kommt es zur offenen Feldschlacht zwischen Römern und Persern, bei der Kaiser Constantius II. eine Niederlage hinnehmen muss.

Ereignisse

441 n. Chr.

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Römisch-Persische Kriege: Zwischen den Persern und dem Oströmischen Reich kommt es zu einem kurzen Krieg, der jedoch bald unter Aufrechterhaltung des Status Quo beendet wird.

421 n. Chr.

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Bahram V. wird persischer Großkönig.

387 n. Chr.

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Armenien wird zwischen dem Römischen Reich und dem Perserreich der Sassaniden geteilt.

379 n. Chr.

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Ardaschir II. wird persischer Großkönig.

242 n. Chr.

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ca. 242: Nach dem Tod seines Vaters Ardaschir I. wird Schapur I. endgültig Alleinherrscher des persischenSassanidenreiches.

Perserreich

499 n. Chr.

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Kavadh I., der infolge der mazdakitischen Unruhen 496 den persischen Thron an Zamasp verloren hatte, erlangt mit Hilfe der zentralasiatischen Hephtaliten die Herrschaft als persischer Großkönig zurück.

424 v. Chr.

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Dezember: Xerxes II. wird nach dem Tod seines Vaters Artaxerxes I. Großkönig des persischenAchämenidenreiches.

463 v. Chr.

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Der libysche Fürst Inaros II. führt in Ägypten eine Revolte gegen die Oberherrschaft des Perserreichs. Er besiegt den Satrapen Achaimenes vernichtend.

486 v. Chr.

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Der persische Großkönig Dareios I. stirbt. Nachfolger als Herrscher des Achämenidenreichs wird sein Sohn Xerxes I. aus Dareios' Ehe mit Atossa, obwohl es ältere Brüder aus einer früheren Ehe gibt.

487 v. Chr.

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um 487 v. Chr.: Aufstand Ägyptens gegen das Perserreich.

Ereignisse > Asien

507 n. Chr.

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Zwischen dem oströmischen Reich und Persien bricht ein weiterer Römisch-Persischer Krieg aus, als Großkönig Kavadh I. auf römisches Gebiet vordringt. Er dauert bis (502)

Religion

529 n. Chr.

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Die Akademie des Platon in Athen wird als heidnisches Überbleibsel vom oströmischen Kaiser Justinian I. geschlossen. Einige der Akademie-Philosophen (z. B. Simplikios) finden später Aufnahme in Persien.

300 n. Chr.

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um 300: Im durch die Römer von den Persern eroberten Armenien bildet sich die Gregorianische Kirche heraus.

144 n. Chr.

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Marcion bricht mit der römisch-christlichen Theologie und gründet seine eigene, die Marcionitische Kirche, die bis ins 6. Jahrhundert in Ägypten und Persien ein Konkurrenzmodell des Katholizismus bleibt.

Wissenschaft & Technik

600 n. Chr.

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um 600: In Persien werden erstmals Windmühlen gebaut.

Natur & Umwelt

601 n. Chr.

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10. März: Totale Sonnenfinsternis in Ägypten und Persien.

Byzantinisches Reich

629 n. Chr.

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Friedensschluss zwischen dem Byzantinischen Reich unter Kaiser Herakleios und den Sassaniden unter Großkönig Ardaschir III.: Die Perser müssen alle eroberten Gebiete an Byzanz zurückgeben.

Asien & Afrika

631 n. Chr.

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Auf die ein Jahr regierende erste persische Großkönigin Boran folgt ihre Schwester Azarmedukht.

Europa

651 n. Chr.

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Ereignisse > Mittelmeerraum und Naher Osten: Tod des letzten persischen Großkönigs Yazdegerd III.; das Sassanidenreich fällt der arabischen Expansion zum Opfer. (7. Jahrhundert)

324 v. Chr.

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Griechenland / Reich Alexanders des Großen: Februar: Alexander der Große feiert in Susa Hochzeit mit Stateira, Tochter von Dareios III., sowie mit Parysatis, Tochter von Artaxerxes III.; zugleich werden 10.000 makedonische Soldaten mit persischen Frauen verheiratet.

336 v. Chr.

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Griechenland: Frühjahr - Erste makedonische Truppen (10.000 Mann) unter Parmenion überqueren den Hellespont und landen in Asien, werden aber von persischen Truppen unter Memnon von Rhodos vor Attarneos aufgehalten. Ein weiterer Vormarsch wird zudem durch die Ermordung Philipps II. verzögert.

337 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Korinthischer Bund: alle Griechenstädte (außer Sparta) erkennen den makedonischen König Philipp II. als Hegemon an. Makedonien garantiert im Rahmen eines Allgemeinen Friedens die Autonomie der Bündner; die Verfassung eines anderen Staates durch gewaltsame Intervention zu ändern, ist ebenso verboten wie Fehden oder Piraterie. Oberstes Organ des Bundes ist der Synhedrion (Rat), dem Philipp als Hegemon vorsitzt. Zur Sicherung des Friedens legt Makedonien Besatzungen nach Theben, Korinth und Chalkis; Athen muss die Chersones an Makedonien abtreten. Der Krieg gegen Persien (Rachefeldzug für die Zerstörung Athens 480 v. Chr.) wird beschlossen.

340 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Rhodos wird vom Achämenidenherrscher Artaxerxes III. erobert und dadurch persisch.

Islamische Expansion

705 n. Chr.

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Wiederaufnahme der Expansionspolitik der Araber an der persischen Ostgrenze.

Asien

1304

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Öljeitu wird Ilchan von Persien.

945 n. Chr.

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Die persischenBuyiden besetzen Bagdad und übernehmen für über einhundert Jahre die Schutzherrschaft über die Kalifen. Damit sind die Abbasiden politisch entmachtet und nur noch das geistige Oberhaupt der sunnitischen Muslime.

643 n. Chr.

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Islamische Expansion: Die islamische Stadt Isfahan (davor Aspardana) wird neugegründet, die später einer der bedeutendsten Herrschersitze des persischen Reiches werden wird. Neben der persischen Provinz Dschibal (Medien), in der Isfahan liegt, erobern die Araber in diesem Jahr auch Aserbaidschan.

633 n. Chr.

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Nach dem Tod von Chosrau IV. kann sich Yazdegerd III. als alleiniger persischer Großkönig durchsetzen.

632 n. Chr.

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Yazdegerd III. wird nach Thronwirren persischer Großkönig.

Politik & Weltgeschehen

1421

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Die Flotte des chinesischen Drei-Juwelen-Eunuchen und Admirals Zheng He sticht erneut in See, durchquert den Indischen Ozean und landet an den Küsten des Perserreiches und Ostafrikas (siehe auch: Yongle).

1295

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Perserreich: Die herrschenden Mongolen treten zum Islam über.

873 n. Chr.

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Ende der persischenTahiriden-Dynastie. Sie wird nach der Eroberung der Hauptstadt Nischapur von der Saffariden-Dynastie gestürzt und abgelöst.

612 n. Chr.

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um 612: Awaren und Slawen nehmen ihre Plünderungszüge auf dem Balkan wieder auf. Die Slawen beginnen mit der flächendeckenden Landnahme auf dem Balkan. Da sich für Ostrom gleichzeitig die Lage an der persischen Front dramatisch verschlechtert, kann es diese Entwicklung nicht verhindern. Um 625 befinden sich auf der Balkanhalbinsel nur noch vereinzelte Kastelle und einige größere Städte wie Konstantinopel und Thessaloniki in oströmischer Hand.

589 n. Chr.

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Römisch-Persische Kriege: April: Kaiser Maurikios nimmt von der beabsichtigten Soldkürzung Abstand und beendet damit die Revolte seiner Truppen an der persischen Front.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2004

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Film: Oliver Stones Monumentalfilm Alexander aus dem Jahr 2004 schildert das Leben und Wirken von Alexander dem Großen. Der makedonische König gehört zu den größten Eroberern aller Zeiten und dehnte sein Reich bis nach Persien, Ägypten und Indien aus. Der Film konzentriert sich auf den Charakter Alexanders und die Historie und verzichtet bewusst auf die Darstellung der mythologischen Elemente, wie beispielsweise den gordischen Knoten, die Massenhochzeit von Susa oder das Orakel von Siwa.

Stab:
Regie: Oliver Stone
Drehbuch: Oliver Stone Christopher Kyle Laeta Kalogridis
Produktion: Moritz Borman Jon Kilik Thomas Schühly Iain Smith
Oliver Stone
Musik: Vangelis
Kamera: Rodrigo Prieto
Schnitt: Yann Hervé Alex Márquez Thomas J. Nordberg

Besetzung: Colin Farrell, Angelina Jolie, Jared Leto, Val Kilmer, Anthony Hopkins, Elliot Cowan, Christopher Plummer, Rosario Dawson, Jonathan Rhys Meyers, Raz Degan, Francisco Bosch, Gary Stretch, Brian Blessed, Erol Sander, Nick Dunning, Féodor Atkine, Joseph Morgan, Neil Jackson, Rory McCann, Ian Beattie, Annelise Hesme, Toby Kebbell, Tim Pigott-Smith, Brian McGrath

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