Peter Eng

Peter Eng (* 21. Mai 1892 als Peter Engelmann in Olmütz, Österreich-Ungarn, heute Tschechien; † unbekannt, vermutlich nach 1938) war ein österreichischer Karikaturist und Trickfilmzeichner.

Neben Ladislaus Tuszyński und Louis Seel zählte er zu den drei aktivsten Trickfilmzeichnern des österreichischen Stummfilms – der einzigen Ära der österreichischen Filmgeschichte mit nennenswertem Trickfilmschaffen.



Leben




Peter Engelmann war der zweite Sohn des Kaufmanns Max Engelmann (1856–) und der Ernestine Engelmann, geb. Brecher (1866–1942). Ein Bruder seiner Mutter war der Psychoanalytiker Guido Brecher. Sein Bruder Paul Engelmann (1891–1965) wurde Architekt, seine Schwester Anny Engelmann (1897–1942) wurde Kinderbuchillustratorin.Peter Eng wuchs in Wien auf und verbrachte einen Teil seiner Jugend in den Vereinigten Staaten. Nach Absolvierung seiner Ausbildung war Eng als „akademischer Maler“ hauptberuflich Karikaturist und Illustrator. Weiters war er Verfasser von Humoresken und Satiren und Mitarbeiter der Fachzeitschrift „Filmwelt“.Im Dezember 1919 heiratete er die Malerin und Karikaturistin Anna Pölz.Über sein Schaffen nach 1929 ist nur noch wenig bekannt. Da als Jude von der nationalsozialistischen Verfolgung bedroht, soll er 1938 in die Vereinigten Staaten emigriert sein. Andere Angaben besagen jedoch, er und seine Frau hätten nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Wien 1938 oder in Olmütz 1939 Suizid begangen.

Wirken




Als Karikaturist war Peter Eng für seine „Wiener Typen“ bekannt – Personen also, denen als typisch wienerisch empfundene Eigenheiten und Äußerlichkeiten anzusehen waren. Textbeiträge zu seinen Zeichnungen waren häufig im Wienerischen gehalten. Stilistisch war er dem Realismus abgeneigt. Er wollte keine Illusion der ohnehin allgegenwärtigen Wirklichkeit bemühen und bevorzugte einfache und skizzierte Figuren. All dies trifft auch auf sein filmisches Schaffen zu.

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Peter Eng, österreichischer Karikaturist und Trickfilmzeichner (+ unbekannt)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1929

Film:
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Ja, warum fahrns denn ned? (hergestellt im Auftrag der Wiener Verkehrsbetriebe)

1926

Film:
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Lerne Schwimmen, 44,4 Meter

1926

Film:
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Schillers Räuber, 56 Meter

1925

Film:
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Ja, warum fahrns denn net? (Propagandafilm der Gemeinde Wien-Städtische Straßenbahnen), coloriert

1921

Film:
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Die Entdeckung Wiens am Nordpol (zugeschrieben), 35mm stumm, 140 Meter

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