Petrinische Reformen

Die Petrinischen Reformen sind die zusammenfassende Bezeichnung für die Reformen in verschiedenen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens im Zarentum Russland bzw. Russischen Kaiserreich, die von Zar Peter I. seit seiner Rückkehr von der Großen Gesandtschaft (1698) bis zum plötzlichen Tode des Kaisers Peter I. (1725) durchgesetzt worden sind.

Sie wurden unter den Bedingungen des langjährigen und schließlich siegreichen Großen Nordischen Krieges mit Schweden eingeleitet und durchgesetzt. Vielfach improvisierte man, einen Generalplan gab es nicht. Die oft sprunghaften petrinischen Reformen betrafen das Militärwesen, die Verwaltung, die Steuern, die Wirtschaft und die Kirche. Die Menschen, gleich welcher Schicht, wurden zwangsweise in den Dienst des Staates gestellt. Im Gegensatz zu früheren Zaren glaubte Peter I., dass eine wirksame Modernisierung des Landes sich nicht auf das Militärische beschränken dürfe, sondern das Ganze des zeitgenössischen Lebens umfassen müsse.

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Russland & die Große Gesandtschaft

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Nach seiner Rückkehr von der Großen Gesandtschaft aus Westeuropa beginnt der russische Zar Peter I. zügig mit dem Petrinischen Reformen. Er verbietet das Tragen von Bärten als unzeitgemäß und schneidet auch selbst anderen solche Manneszierden ab. Weil der Erlass im Land besonders bei den Altgläubigen nicht den gewünschten Erfolg erzielt, wird einige Monate später vom Zaren eine Bartsteuer eingeführt.

Kalenderreformen

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Zar Peter I.ersetzt die bis dahin in Russland geltende byzantinische Jahreszählung ab Erschaffung der Welt durch den julianischen Kalender mit Jahreszählung ab der Geburt Christi.

Kunst & Kultur

Kultur & Gesellschaft:
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Modernisierung der kyrillischen Schrift durch den russischen Zaren Peter I.

Europa

1717

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Dezember: Seit 1712 bzw. 1715 läßt Zar Peter I. nach ausländischen Vorbildern eine Neugliederung der gesamten Staatsverwaltung und die Einrichtung von Zentralbehörden vorbereiten. (vgl. Petrinische Reformen) Im Dezember 1717 werden neun Kollegien mit jeweils einem Präsidenten und einem Vizepräsidenten an der Spitze und einer entsprechenden Anzahl von Räten, Assessoren und Sekretären, die überwiegend Russen sein sollen, eingerichtet: Kollegium für die auswärtigen Angelegenheiten, Kammer-, Justiz-, Revisions-, Kriegs-, Berg- und Manufakturkollegium, Staatskontor, Admiralitätskollegium. Die Arbeit der neuen Kollegien soll 1719 beginnen.

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