Phanarioten

Als Phanarioten (griechischΦαναριώτες) werden im weiteren Sinne alle Istanbuler Griechen bezeichnet, die heute nur noch wenige tausend Köpfe zählen. Während auch nach dem Ersten Weltkrieg und der Gründung der Republik Türkei 1923 noch zahlreiche Griechen in Istanbul lebten, setzte nach dem sogenannten „Pogrom von Istanbul“ am 7. September 1955 ein massiver Exodus ein.

Unter der Bezeichnung Phanarioten versteht man im engeren Sinne, insbesondere in den Ländern des ehemaligen Osmanischen Reichs auf dem Balkan, einen kleinen Kreis wohlhabender und politisch einflussreicher byzantinischer bzw. osmanischer Adelsfamilien, die im Osmanischen Reich des 17./18. Jahrhunderts die Oberschicht in Phanar, einem Stadtteil Konstantinopels, bildeten.

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Geboren & Gestorben

1911

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Geboren: Aleksandros Hacopulos wird in Istanbul geboren. Aleksandros Hacopulos, auch Aleksandros Haçopulos oder Aleksandr Haçopulos war ein türkischer Politiker griechischer Herkunft. Er war ein sogenannter Phanariote.
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Gestorben: Aleksandar Bogoridi stirbt in Paris. Aleksandar Stefanow Bogoridi auch Aleko Bogoridi oder Aleko Pascha genannt war bulgarischer Knjaz, Phanariot und Aktivist der Bulgarischen Nationalen Wiedergeburt. Er war zwischen 28. Mai 1879 und Mai 1884 Generalgouverneur der nach dem Berliner Kongress geschaffenen osmanischen Provinz Ostrumelien. Aleksandar war Bruder von Nikola Bogoridi und Urenkel von Sophronius von Wraza.
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Gestorben: Gawril Krastewitsch stirbt in Istanbul. Gawril Baew Krastewitsch auch Gawril Pascha genannt, geboren als Gandju Krastew (bulg. Гандю Баев Кръстев) war Phanariot, bulgarischer Herkunft, Aktivist der Bulgarischen Nationalen Wiedergeburt und nach Aleksandar Bogoridi dritter und letzter Generalgouverneur der nach dem Berliner Kongress geschaffene osmanische Provinz Ostrumelien.
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Gestorben: Stefan Bogoridi stirbt in Istanbul. Knjaz Stefan Bogoridi (bulgarisch? Стефан Богориди, gr. Στέφανος Βογορίδης, türk. Stefanaki Bey, rum. Ştefan Vogoride), geboren als Stojko Zonkow Stojkow war ein Enkel von Sophronius von Wraza, Bruder von Atanas Bogoridi und Vater von Aleksandar und Nikola Bogoridi. Stefan Bogoridi war Phanariot, bulgarischer Herkunft, außenpolitischer Berater von zwei Sultanen und Mitglied des Tanzimat-Rats. Er war der einziger Christ nach der Eroberung Konstantinopels 1453, der einem osmanischen Sultan einen Besuch erlaubte.

1844

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Gestorben: Ioannis Georgios Karatzas stirbt. Fürst Ioannis Georgios Karatzas war in der Zeit von 1812 bis 1818 Herrscher über die Walachei. Der Fürst entstammte der phanariotischen Adelsfamilie Caradja. Ioannis Georges Caradja ging nach seiner Absetzung im Jahre 1818 mit seinem Neffen, Prinz Alexandros Mavrokordatos, ins Exil nach Italien.

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