Philologie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopdie
Wechseln zu:Navigation, Suche

Philologie (altgriechisch φιλολογία philología, lat. philologia, aus φίλος und λόγος, wörtlich „Liebe zur Sprache“) ist die zusammenfassende Bezeichnung für die Sprach- und Literaturwissenschaft einer Sprache oder eines Sprachzweiges. Man unterscheidet die Altphilologie (Klassische Philologie), die sich mit Altgriechisch und Latein befasst, und die Neuphilologie, die Beschäftigung mit den modernen Sprachen. Gelegentlich wird unter Philologie ausschließlich die Sprachwissenschaft oder ausschließlich die wissenschaftliche Beschäftigung mit einem Autor und dessen literarischem Werk bezeichnet.



Inhaltsverzeichnis



Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprüngliche Aufgabe der Philologie war die Textkritik, also die Herstellung eines möglichst authentischen Textes, der aus verschiedenen voneinander abweichenden Handschriften erschlossen wurde. Diese Editionsphilologie ist heute nur noch ein Teilbereich der Philologie.

Als älteste Philologie ist die Klassische Philologie zu betrachten. Diese nennt sich klassisch, da sie sich mit dem als klassisch verstandenen griechischen und römischen Altertum befasst und sich aus ihr die meisten anderen Philologien entwickelten. Die sogenannten Neuphilologien, zu denen die Anglistik, die Germanistik, die Slawistik und die Romanistik gehören, entwickelten sich vor allem während der Aufklärung und der Romantik und bildeten die Grundlage zur Herausbildung weiterer Ableger, zum Beispiel Lusitanistik und Rumänistik.

Im Rahmen der Orientalistik entstanden zahlreiche kleine Philologien, die heute an verschiedenen Hochschulstandorten als Orchideenfächer fortexistieren, deren Bestand jedoch gefährdet ist. Die Tendenz der Aufspaltung einer größeren Philologie in viele Teilphilologien bezeichnet man auch als Orchideisierung.



Fachgebiete (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klassische Philologie (Altphilologie)

Neuphilologie – Europa

Philologien – Naher Osten, Asien

Philologien – Afrika

Übergreifende Philologien



Philologische Programmschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Klassische Philologie? Quellen und Volltexte


Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Vgl. Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwrterbuch. G. Freytag Verlag/Hlder-Pichler-Tempsky, Mnchen/Wien 1965.

Philologie (altgriechischφιλολογίαphilología, lat.philologia, aus φίλος und λόγος, wörtlich „Liebe zur Sprache“) ist die zusammenfassende Bezeichnung für die Sprach- und Literaturwissenschaft einer Sprache oder eines Sprachzweiges. Man unterscheidet die Altphilologie (Klassische Philologie), die sich mit Altgriechisch und Latein befasst, und die Neuphilologie, die Beschäftigung mit den modernen Sprachen. Gelegentlich wird unter Philologie ausschließlich die Sprachwissenschaft oder ausschließlich die wissenschaftliche Beschäftigung mit einem Autor und dessen literarischem Werk bezeichnet.

mehr zu "Philologie" in der Wikipedia: Philologie

Geboren & Gestorben

Gestorben:
thumbnail
Karl Theodor Gustav Julius Krafft, deutscher Kirchenrat und Doktor der Philologie (* 1804)
Geboren:
thumbnail
Karl Theodor Gustav Julius Krafft, deutscher Kirchenrat und Doktor der Philologie (+ 1878)

Philologische Programmschriften

2008

thumbnail
Thomas Schestag: Philologie, Erkenntnis. In: Neue Rundschau 119,3 , S.? 128–143.

Z

1691

thumbnail
Zenogasse (Meidling), 1908 benannt nach dem italienischen Gelehrten, Dichter und Librettisten Apostolo Zeno (1668–1750); er befasste sich intensiv mit Geschichte, Philologie und Münzkunde und war Mitbegründer der Accademia degli Animosi. 1718 kam er als Hofdichter und Hofhistoriker nach Wien, wo er als Librettist arbeitete und sich als Gelehrter um die kaiserlichen Münzsammlungen kümmerte. Die Gasse hieß davor Grünberggasse, ein Teil Maria-Theresien-Straße. Die heutige Grünbergstraße hieß vorher Zenogasse. 1908 wurden die Namen der beiden Gassen getauscht. (Liste der Straßennamen von Wien/Meidling)

"Philologie" in den Nachrichten