Plinius der Jüngere

Gaius Plinius Caecilius Secundus, auch Plinius der Jüngere, lateinisch Plinius minor (* zwischen 25. August 61 und 24. August 62 in Novum Comum, jetzt Como, Oberitalien; † um 113 oder 115 wahrscheinlich in der Provinz Bithynia et Pontus), war Anwalt und Senator in der römischen Kaiserzeit unter den Herrschern Domitian, Nerva und Trajan. Wie sein Onkel, der Naturforscher Plinius der Ältere, ist er für die Nachwelt vor allem wegen seines teilweise überlieferten schriftstellerischen Werkes, hauptsächlich der Plinius-Briefe, bedeutsam geblieben.

Die von Plinius dem Jüngeren zu Lebzeiten herausgegebenen Briefe stellen ein wichtiges Zeugnis dar für das Leben und Denken in führenden Kreisen Roms während dieser Phase des Prinzipats. Größere Bekanntheit erlangte neben seiner Schilderung des Vesuvausbruchs im Jahr 79 (daher der geologische Begriff Plinianische Eruption) auch sein postum erschienener Briefwechsel als Statthalter der Provinz Bithynien-Pontus mit Kaiser Trajan. Diese Korrespondenz ist eine erstrangige historische Quelle zu Aspekten der damaligen römischen Provinzverwaltung.

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Natur & Umwelt

Katastrophen:
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Bei einem Ausbruch des Vesuv werden die römischen Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae durch einen Pyroklastischen Strom zerstört. Durch den Bericht des römischen Schriftstellers Plinius der Jüngere, dessen Onkel Plinius der Ältere bei dem Vulkanausbruch ums Leben kommt, handelt es sich um die erste detailliert dokumentierte Naturkatastrophe. Diese Art des explosiven Vulkanausbruchs wird heute aus diesem Grund als Plinianische Eruption bezeichnet.

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