Politikwissenschaft

Politikwissenschaft (früher meist Politische Wissenschaft, Wissenschaft von der Politik, Wissenschaftliche Politik oder auch Politologie) ist als Integrationswissenschaft ein Teil der modernen Sozialwissenschaften und beschäftigt sich mit dem wissenschaftlichen Lehren und Erforschen politischer Prozesse, Strukturen und Inhalte sowie den politischen Erscheinungen und Handlungen des menschlichen Zusammenlebens. Die Politikwissenschaft zählt von ihrer traditionellen Entwicklung als Wissenschaftsdisziplin im weiteren Sinne auch zu den Staatswissenschaften. Mit Nachbardisziplinen wie der Soziologie, der Rechtswissenschaft, der Geschichtswissenschaft, den Wirtschaftswissenschaften und der Psychologie erschloss sie sich inzwischen einen interdisziplinär angelegten Untersuchungsgegenstand, der über den Staat und seine Institutionen als Forschungsgegenstand hinausreicht.

Das Fach wird in verschiedene Teilbereiche untergliedert. Grundlegend ist die Differenzierung zwischen den Bereichen Politische Theorie (einschließlich Politische Philosophie und Ideengeschichte), Vergleichende Politikwissenschaft (früher Vergleichende Regierungslehre oder Vergleichende Analyse politischer Systeme) und Internationale Beziehungen (einschließlich Internationale Politik). Im Fall eines breiter angelegten Lehrangebots, wie es an manchen Universitäten betrieben wird, werden beispielsweise zusätzlich die Teildisziplinen System- bzw. Regierungslehre, Politische Soziologie, Politische Ökonomie, Politische Methodenlehre, Verwaltungswissenschaft und Politikfeldanalyse oder in jüngerer Zeit Geschlechterforschung unterschieden.



Geschichte




  • Klaus von Beyme (Hrsg.): Politikwissenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Entwicklungsprobleme einer Disziplin. In: Politische Vierteljahresschrift. Sonderheft 17. VS, Opladen 1986, ISBN 3-531-11830-7.
  • Gerhard Göhler, Bodo Zeuner (Hrsg.): Kontinuitäten und Brüche in der deutschen Politikwissenschaft. Nomos, Baden-Baden 1991, ISBN 3-7890-2268-3.
  • Wilhelm Bleek, Hans J. Lietzmann (Hrsg.): Schulen in der deutschen Politikwissenschaft. Leske + Budrich, Opladen 1999, ISBN 3-8100-2116-4.
  • Jürgen W. Falter, Felix W. Wurm (Hrsg.): Politikwissenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003, ISBN 3-531-13815-4.
  • Hans-Dieter Klingemann (Hrsg.): The State of Political Science in Western Europe. Barbara Budrich Publishers, Opladen 2007, ISBN 978-3-86649-045-1.
  • Irene Gerlach, Eckhard Jesse, Marianne Kneuer, Nikolaus Werz (Hrsg.): Politikwissenschaft in Deutschland (= Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft. Band 27). Nomos, Baden-Baden 2010, ISBN 978-3-8329-6229-6.
  • Eckhard Jesse, Sebastian Liebold (Hrsg.): Deutsche Politikwissenschaftler – Werk und Wirkung. Von Abendroth bis Zellentin. Nomos, Baden-Baden 2014, ISBN 3-8329-7647-7.
  • Susanne Ehrlich, Horst-Alfred Heinrich, Nina Leonhard, Harald Schmid (Hrsg.): Schwierige Erinnerung. Politikwissenschaft und Nationalsozialismus. Beiträge zur Kontroverse um Kontinuitäten nach 1945. Nomos, Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8487-1074-4. (Politikwissenschaftliche Rezension)
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    Bekannte Schüler

    1955

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    Peter Brokmeier, Politikwissenschaftler, Abitur (Ludwigsgymnasium (Saarbrücken))

    Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

    1969

    Akademischer Werdegang:
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    1974: Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Anglistik in Freiburg im Breisgau, Auslandsaufenthalte in England und USA (Gerd Mielke)

    1958

    Ausbildung:
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    B.S. , Waseda-Universität (Ikujir? Nonaka)

    Übersicht

    1997

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    Bd. 27 : Politik/Politikwissenschaft – Publizistik/Presse, 807 S. (Theologische Realenzyklopädie)

    Rundfunk, Film & Fernsehen

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