Pomerium

Pomerium ist die lateinische Verkürzung von post moerium (hinter der Mauer). Es war ein Begriff der Antike für die Grenze zwischen eigentlichem Stadtgebiet und Umland. Innerhalb galten besondere Regelungen, zum Beispiel das Bestattungsverbot. Die Festlegung dieser Grenze als rituelles Ende einer Stadtgründung geht auf die Etrusker zurück.

Das pomerium war keine Mauer, sondern eine gesetzlich und vor allem religiös definierte und durch weiße Steine (cippi) markierte Linie, teils wurde die Grenze (z. B. mit einem Pflug) als Linie in den Boden gezogen, die im Übrigen auch keineswegs das gesamte Gebiet der Stadt umfasste: Der Palatin lag innerhalb, der Aventin außerhalb des Pomeriums, die Curia Hostilia und der Comitia-Brunnen auf dem Forum Romanum, zwei besonders wichtige Orte der städtischen Regierung, lagen innerhalb, der Tempel der Kriegsgöttin Bellona und das Marsfeld (Campus Martius) außerhalb. In den beiden letzten Fällen hing dies damit zusammen, dass alles, was mit Krieg verbunden war, normalerweise außerhalb des Pomeriums zu bleiben hatte. Desgleichen hatte schon das Zwölftafelgesetz festgelegt, dass keine Toten innerhalb des Pomeriums bestattet werden dürften. Hieran hielt man sich (mit wenigen Ausnahmen wie Trajan) bis in die Hohe Kaiserzeit.

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