Prevalje

Das untere Mießtal mit dem damaligen Prävali und Gutenstein und die Mündung der Mieß in die Drau bei Unterdrauburg in der Landesaufnahme 1877/78
Bild: Österreichisch-Ungarische Monarchie, Militärgeographisches Institut
Lizenz: CC-PD-Mark

Prevalje (deutsch: Prävali) ist ein bedeutender zentraler Ort im Mießtal in der slowenischen Region Koroška. Am 1. Januar 1999 wurde Prevalje zur eigenständigen Gemeinde.

Andere große Gemeinden der Region sind Ravne na Koroškem (Gutenstein - Hauptort des Mießtales), Črna na Koroškem (Schwarzenbach) und Mežica (Mießdorf).



Geschichte




Das Gebiet des heutigen Prevalje war schon in früher Zeit besiedelt. Davon zeugen interessante Funde, z. B. eine Bronzeaxt, und Reste einer hallstattzeitlichen Siedlung. Im Jahr 1860 wurden im Flussbett unterhalb der heutigen Zellstoff- und Kartonfabrik Paloma in Zagrad um die 50 römische Marmorplatten gefunden. Die Steine gehörten zu einer größeren antiken Grabstätte an der Römerstraße Celeia-Virunum. Wenige Meter entfernt, beim Gasthaus Brančurnik, ist ein römischer Sarkophag – „Brančurnikova klop“ – zu sehen.Die älteste schriftliche Quelle über die Pfarrkirche Marija na jezeru stammt aus 1335, die Kirche ist jedoch einiges älter. Von der ersten romanischen Kirche sind östlicher Glockenturm, Schiff und Presbyterium erhalten. Markant ist der plumpe Glockenturm mit barocker Kappe. Das Innere ist vollständig bemalt, der reiche Hauptaltar mit einer Darstellung der Himmelfahrt Marias stammt aus der Renaissance.In Zagrad, erhöht über der Meža, steht markant die spätgotische, teils barockisierte Kirche sv. Barbara, mit Fresken aus dem 15. Jh. und von einer Mauer umgeben.Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildete der Bergbau einen wichtigen Einkommenszweig. So wurde ein Zinkbergwerk der österreichischen Industriellenfamilie Rosthorn errichtet, um im niederösterreichischen Oed Messingteile herstellen zu können.Im Zuge der Expansion des Dritten Reiches im Zweiten Weltkrieg kam Prävalje vom April 1941 bis Kriegsende unter deutsche Zivilverwaltung und wurde an den Gau Kärnten angeschlossen.Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fand ein Massaker in Liescha statt. Im Sommer 2010 wurde ein Massengrab aus dieser Zeit mit Überresten von ca. 700 Menschen gefunden. Die Opfer stammten überwiegend aus Slowenien, teilweise aus Kärnten.

mehr zu "Prevalje" in der Wikipedia: Prevalje

Leider keine Ereignisse zu "Prevalje"

"Prevalje" in den Nachrichten