Prix Goncourt

Der Prix Goncourt (frz. Le prix Goncourt, [lə pʁi ɡɔ̃'kuʁ]) ist der bekannteste französische Literaturpreis.



Geschichte




Er wird seit 1903 jeweils im Spätherbst, meist im November, von der 1900 gegründeten Académie Goncourt vergeben und soll das beste erzählerische Werk auszeichnen, das im laufenden Jahr in französischer Sprache erschienen ist. Seine Verleihung ist das wichtigste Ereignis der sogenannten rentrée littéraire, dem für das literarische Leben Frankreichs so typischen massierten Erscheinen neuer Werke ab Mitte August, d. h. etwa zeitgleich mit der „rentrée“, der Heimkehr der Franzosen aus dem Urlaub und dem Beginn des neuen Schuljahres.Obwohl nur mit symbolischen 10 € dotiert, ist der Prix Goncourt bei den Autoren überaus begehrt, weil er starken Einfluss auf den Verkaufserfolg eines Werkes hat.Benannt wurde der Preis nach den Schriftsteller-Brüdern Edmond und Jules de Goncourt. Edmond de Goncourt legte in seinem Testament 1896 die Gründung einer Académie Goncourt und die Stiftung des Prix Goncourt fest.Die Jury besteht aus zehn Schriftstellern, Die Zehn genannt, die nicht auch Mitglieder der Académie française sein dürfen. Naturgemäß gibt es immer wieder Verschwörungstheorien, wonach Jurymitglieder sich verbünden, um reihum die ihnen nahestehenden Verlage zu begünstigen. So gab es das böse Wort von einem Kartell „Galligrasseuil“ (Gallimard, Grasset, Seuil).Der Preis wird für Romane vergeben; es gibt daneben auch Goncourt-Preise für Lyriker, Roman-Erstlinge, Kurzgeschichten sowie für Biografien.Versammlungsort der Jury ist seit 1914 ein Salon im ersten Stock des Pariser Restaurants Drouant in der Rue Gaillon nahe der Opéra Garnier. Der französische Meisterkoch Auguste Escoffier war verantwortlich für das Menü beim ersten Zusammentreffen der Jury am 26. Februar 1903.Erfolgreichster Verlag ist Éditions Gallimard mit bisher 37 Preisträgern.1988 kam es zu einer Neuerung im Sinne der Leseförderung, der Prix Goncourt des lycéens (dt. etwa Goncourt-Preis der Oberstufenschüler) : Die Zehn schlagen 12 Romane vor und 2000 Schüler zwischen 15 und 18 wählen einen davon aus.

mehr zu "Prix Goncourt" in der Wikipedia: Prix Goncourt

Geboren & Gestorben

thumbnail
Gestorben: Béatrix Beck stirbt in Saint-Clair-sur-Epte, Val d'Oise/Frankreich. Béatrix Beck war eine französische Schriftstellerin, die vor allem realistisch orientierte, oft auch autobiografisch gefärbte Romane verfasste. Kurzzeitig war sie außerdem Sekretärin des Schriftstellers André Gide. 1952 erhielt sie den begehrten Prix Goncourt. Der preisgekrönte Roman Léon Morin, prêtre („in erbarmungsloser Prosa erzählt die ehemalige Atheistin ihre eigene Konversion“) wurde auch verfilmt.
thumbnail
Gestorben: Jean-Louis Curtis stirbt in Paris. Jean-Louis Curtis war ein französischer Schriftsteller, Übersetzer und Widerstandskämpfer. Für die Darstellung der Besatzungszeit in seinem zweiten Roman Labyrinthe der Nacht (1947) erhielt er den Prix Goncourt. Curtis schrieb über 30 Romane. Für James Kirkup verfügte er über einen klassischen, sparsamen und eleganten Stil, tiefen Witz und große thematische Vielfalt. Den Vorwurf des „Konservatismus“ nicht fürchtend, habe er auf die wechselnden literarischen Moden nichts gegeben. Bei alledem habe er eine ironische Zurückhaltung gepflogen, die so manchem Franzosen „typisch britisch“ dünke, obwohl sie in Wahrheit das stolze Erbe solcher Autoren wie Stendhal, Voltaire, Flaubert, Proust sei.
thumbnail
Geboren: Atiq Rahimi wird in Kabul geboren. Atiq Rahimi ist ein französischer Schriftsteller und Dokumentarfilmer afghanischer Herkunft. Für seinen ersten Roman in französischer Sprache Syngué Sabour. Pierre de patience („Stein der Geduld“) erhielt Rahimi 2008 den Prix Goncourt.
thumbnail
Geboren: Gilles Leroy wird in Bagneux, Hauts-de-Seine geboren. Gilles Leroy ist ein französischer Schriftsteller. Leroy wurde 2007 für sein zwölftes Werk Alabama Song mit dem renommierten französischen Literaturpreis Prix Goncourt ausgezeichnet.
thumbnail
Geboren: Patrick Chamoiseau wird in Fort-de-France, Martinique geboren. Patrick Chamoiseau ist ein französischer Schriftsteller. 1992 erhielt er für Texaco den prestigeträchtigen Prix Goncourt.

Berühmte Absolventen

1962

thumbnail
Pascal Lainé , Schriftsteller (École normale supérieure de Lyon)

Persönlichkeiten

1983

thumbnail
Frédérick Tristan (* 1931), Schriftsteller, Prix Goncourt (Castres (Tarn))

1928

thumbnail
Maurice Constantin-Weyer (1881–1964), Schriftsteller, Gewinner des Prix Goncourt (Bourbonne-les-Bains)

Literarisches Werk > Roman

2003

thumbnail
La Maîtresse de Brecht (Prix Goncourt ) (Jacques-Pierre Amette)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1991

thumbnail
Film: La Demoiselle sauvage ist ein Spielfilm der Regisseurin Léa Pool aus dem Jahr 1991. Die kanadisch-schweizerische Produktion entstand nach der im Original gleichnamigen Novelle der Autorin Corinna Bille, die 1975 mit dem Prix Goncourt de la Nouvelle ausgezeichnet wurde. In der Hauptrolle des französischsprachigen Filmes spielt Patricia Tulasne eine Frau, die nach einem Suizidversuch in der Wildnis umherirrt und eine Beziehung zu einem verheirateten Mann (Matthias Habich) eingeht. Drehort war die Walliser Gemeinde Grimentz.

Stab:
Regie: Léa Pool
Drehbuch: Léa Pool, Michel Langlois, Laurent Gagliardi
Produktion: Denise Robert
Musik: Jean Corriveau
Kamera: Georges Dufaux
Schnitt: Alain Belhumeur

Besetzung: Patricia Tuslane, Matthias Habich, Roger Jendly, Michel Voïta, Séverine Bujard

1977

thumbnail
Film: Madame Rosa ist ein preigekrönter französischer Film aus dem Jahr 1977 von Moshé Mizrahi nach dem mit dem Prix Goncourt ausgezeichneten Roman Du hast das Leben noch vor dir von Romain Gary und Simone Signoret in der Titelrolle.

Stab:
Regie: Moshé Mizrahi
Drehbuch: Romain Gary
Moshé Mizrahi
Produktion: Ralph Baum Jean Bolvary Raymond Danon
Musik: Dabket Loubna Philippe Sarde
Kamera: Néstor Almendros
Schnitt: Sophie Coussein

Besetzung: Simone Signoret, Michal Bat-Adam, Samy Ben-Youb, Gabriel Jabbour, Geneviève Fontanel, Bernard La Jarrige, Mohamed Zinet, Elio Bencoil, Stella Annicette, El Kebir, Ibrahim Seck, Math Samba, Claude Dauphin, Théo Légitimus

1977

thumbnail
Film: Die Spitzenklöpplerin (Originaltitel: La dentellière) ist ein französisches Filmdrama des schweizerischen Regisseurs Claude Goretta und der Darstellerin Isabelle Huppert aus dem Jahre 1977. Er basiert auf dem Roman La Dentellière von Pascal Lainé, welcher den Prix Goncourt 1974 gewann.

Stab:
Regie: Claude Goretta
Drehbuch: Claude Goretta, Pascal Lainé
Produktion: Lise Fayolle, Yves Gasser
Musik: k. A.
Kamera: Jean Boffety
Schnitt: Joële Van Effenterre

Besetzung: Isabelle Huppert, Yves Beneyton, Florence Giorgetti, Annemarie Düringer, Renate Schroeter, Michel de Ré, Monique Chaumette, Jean Obé, Christian Baltauss, Christian Peythieu, Heribert Sasse, Jeanne Allard, Odile Poisson, Gilberte Géniat, Sabine Azéma

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2008

Literatur:
thumbnail
Prix Goncourt: Atiq Rahimi

2005

Literatur:
thumbnail
Prix Goncourt: François Weyergans

2004

Literatur:
thumbnail
Prix Goncourt2004:

2003

Literatur:
thumbnail
Prix Goncourt: Jacques-Pierre Amette Paul Clément, La Maîtresse de Brecht

2002

Literatur:
thumbnail
Prix Goncourt2002: Pascal Quignard, Les Ombres errantes

Musik

2014

Diskografie > Album:
thumbnail
"Hard Core 2K14" (Mixtape) (Lil’ Kim)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2014

Preisträger:
thumbnail
Lydie Salvayre Pas pleurer

2013

Preisträger:
thumbnail
Pierre Lemaitre Au revoir l?? -haut – dt. Wir sehen uns dort oben 2014

2012

Ehrung:
thumbnail
Prix Goncourt für Le Sermon sur la chute de Rome (Jérôme Ferrari)

2012

Preisträger:
thumbnail
Jérôme Ferrari Le Sermon sur la chute de Rome – dt. Predigt auf den Untergang Roms 2013

2011

Preisträger:
thumbnail
Alexis Jenni L’Art français de la guerre, Éditions Gallimard, Paris – dt. Die französische Kunst des Krieges 2012

"Prix Goncourt" in den Nachrichten