Propaganda

Propaganda (von lateinischpropagare ‚weiter ausbreiten, ausbreiten, verbreiten‘) bezeichnet in seiner modernen Bedeutung die zielgerichteten Versuche, politische Meinungen und öffentliche Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und das Verhalten in eine vom Propagandisten oder Herrscher erwünschte Richtung zu steuern. Dies steht im Gegensatz zu pluralistischen und kritischen Sichtweisen, welche durch unterschiedliche Erfahrungen, Beobachtungen und Bewertungen sowie einen rationalen Diskurs geformt werden.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Karl Nicolussi-Leck stirbt in Bozen. Karl Nicolussi-Leck war Propagandist des Nationalsozialismus in Südtirol und während des Zweiten Weltkriegs Offizier der Waffen-SS, zuletzt im Rang eines SS-Hauptsturmführers. Nach 1945 war er Unternehmer und Kunstsammler.
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Gestorben: Iva Ikuko Toguri D’Aquino stirbt in Chicago, Illinois. Iva Ikuko Toguri D’Aquino war eine japanischstämmige Amerikanerin, die während des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg in Japan unter dem Pseudonym Orphan Ann bei Radio Tokyo (NHK) in der Sendung The Zero Hour als Musikmoderatorin engagiert war. Diese Sendung war Bestandteil der japanischen Propaganda.
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Gestorben: Eschel Rhoodie stirbt in Atlanta, Georgia. Eschel Mostert Rhoodie war ein südafrikanischer Journalist, Autor und Politiker, der von 1972 bis 1977 als Staatssekretär im südafrikanischen Informationsministerium fungierte. In dieser Funktion war er während dieser Zeit einer der wichtigsten Akteure der Regierung seines Heimatlandes im Bereich der politischen Propaganda. Zum Ende der 1970er Jahre spielte er eine zentrale Rolle in einem als Muldergate-Affäre bezeichneten politischen Skandal um die Aufdeckung verdeckter Propagandamaßnahmen im In- und Ausland. Er wurde infolgedessen zunächst wegen Betrugs verurteilt sowie später im Berufungsverfahren freigesprochen, und emigrierte 1982 in die USA.

1987

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Gestorben: Bruce Lannes Smith stirbt. Bruce Lannes Smith war ein US-amerikanischer Politik- und Kommunikationswissenschaftler, der sich schwerpunktmäßig mit Propaganda beschäftigte. Er lehrte u.a. am Michigan State College. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er mit der Suche und dem Verhör des NS-Propagandatheoretikers Franz Six betraut.
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Gestorben: Heinrich Anacker stirbt in Wasserburg am Bodensee. Heinrich Anacker war ein erfolgreicher schweizerisch-deutscherPropaganda-Schriftsteller im Nationalsozialismus.

Antike

33 v. Chr.

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Römisches Reich: Oktavian und Marcus Antonius, die jeder für sich die Alleinherrschaft im Reich anstreben, bekämpfen sich in einem aufwendig geführten Propagandakrieg. Die zwei Rivalen versuchen, den jewells anderen vor der römischen Öffentlichkeit zu diskreditieren. Es gelingt Oktavian zahlreiche Römer gegen Marcus Antonius einzunehmen, indem er ihm ein seit Jahren gepflegtes Liebesverhältnis mit der ägyptischen Königin Kleopatra sowie den Verrat an den Interessen Roms vorwirft.

46 v. Chr.

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Römisches Reich: Caesar entdeckt die Funktion des Geldes als Machtmittel. Zum ersten Mal wird ein noch lebender römischer Bürger auf einer Münze verewigt. Bis dahin wurden nur historische Ereignisse zur Propaganda abgebildet. Die neuen Münzen sind Ausdruck des Personenkults um den Römischen Diktator.

Politik & Weltgeschehen

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Am wegen Landesverrats verurteilten Journalisten Max Blokzijl wird als erstem Niederländer nach dem Zweiten Weltkrieg die Todesstrafe vollstreckt. Er hat nationalsozialistische Propaganda über den Rundfunk in der deutschen Besatzungszeit verbreitet. (16. März)

1946

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16. März: Am wegen Landesverrats verurteilten Journalisten Max Blokzijl wird als erstem Niederländer nach dem Zweiten Weltkrieg die Todesstrafe vollstreckt. Er hat nationalsozialistische Propaganda über den Rundfunk in der deutschen Besatzungszeit verbreitet.

Sport

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Unter großem propagandistischem Aufwand werden die III. Weltjugendfestspiele in Ost-Berlin eröffnet.

Musik

1990

Diskografie:
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1234 von Propaganda (Pino Palladino)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2005

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Film: Why We Fight ist ein mehrfach ausgezeichneter Dokumentarfilm von Eugene Jarecki aus dem Jahre 2005. Der Titel des Films wurde gewählt in Anlehnung an die mehrteilige propagandistische Wochenschauserie Why We Fight des Pentagon aus dem Jahr 1942.

Stab:
Regie: Eugene Jarecki
Drehbuch: Eugene Jarecki
Produktion: Eugene JareckiSusannah Shipman
Musik: Robert Miller
Kamera: Etienne Sauret May Ying Welsh
Schnitt: Nancy Kennedy

Besetzung: John McCain, Susan Eisenhower, Richard Perle, Gore Vidal

1963

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Film: Millioner (russisch Миллионер, Millioner) ist ein sowjetischerPropagandacartoon aus dem Jahr 1963, der unter der Regie von Vitold Bordzilovsky und Yuri Prytkov entstand. Der Cartoon wurde von der Filmfirma Soyuzmultfilm produziert. Das Drehbuch dieses Cartoons wurde von Sergei Wladimirowitsch Michalkow verfasst.

Stab:
Regie: Vitold Bordzilovsky, Yuri Prytkov
Drehbuch: Sergei Wladimirowitsch Michalkow
Musik: Mikhail Meerovich
Kamera: E. Rizo

1960

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Rundfunk: 21. März -Das DDR-Fernsehen strahlt die erste von insgesamt 1.519 Folgen der Propaganda-Reihe Der schwarze Kanal aus. Karl-Eduard von Schnitzler zeigt darin Ausschnitte aus westdeutschen Fernsehprogrammen und kommentiert diese nach den ideologischen Grundsätzen der SED.

1943

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Film: Der Fuehrer's Face (deutsch: Das Gesicht des Führers) ist ein US-amerikanischer Zeichentrickfilm, der am 1. Januar 1943 uraufgeführt wurde. Die Walt-Disney-Produktion mit dem Publikumsliebling Donald Duck in der Hauptrolle war Propaganda gegen das Dritte Reich und gewann einen Oscar für den besten animierten Kurzfilm.

Stab:
Regie: Jack Kinney
Drehbuch: Joe Grant, Dick Huemer
Produktion: Walt Disney
Musik: Oliver Wallace

Besetzung: Clarence Nash, Bob Carlson

1942

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Film: Die Stimme des Terrors ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1942. Er ist der dritte Film der Serie mit Basil Rathbone und Nigel Bruce sowie der erste, der zu Propagandazwecken in die aktuelle Zeit versetzt wurde. Das Drehbuch basiert in groben Linien auf der im September 1917 zuerst in "The Strand Magazine" und dann in "Collier's weekly" veröffentlichten Kurzgeschichte „His last Bow“ von Sir Arthur Conan Doyle. Der Film wurde von Universal Pictures produziert und hatte seine TV-Premiere in Deutschland erst am 17. August 1992 auf 3sat. Man merkt diesem und den folgenden Filmen an, dass die Geschichte deutlich im Dienste der Propaganda gegen Deutschland steht.

Stab:
Regie: John Rawlins
Drehbuch: John Bright, Robert Hardy Andrews, Lynn Riggs
Produktion: Howard Benedict
Musik: Frank Skinner
Kamera: Elwood Bredell
Schnitt: Russell Schoengarth

Besetzung: Basil Rathbone, Nigel Bruce, Evelyn Ankers, Reginald Denny, Thomas Gomez, Henry Daniell, Montagu Love, Olaf Hytten, Leyland Hodgson, Mary Gordon

Tagesgeschehen

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Windhoek/Namibia: Die in Namibia erscheinende deutschsprachige Wochenzeitung „Plus“ veröffentlicht eine Schmähanzeige gegen den verstorbenen Nazi-Jäger Simon Wiesenthal. Darin beschuldigt eine nicht näher bekannte Gruppe „Internationale Aktion wider das Vergessen“ Wiesenthal der Lüge und Verleumdung und drückt ihre Freude über seinen Tod aus. Diese Anzeige hat in Namibia und auch im Ausland Empörung hervorgerufen -der deutsche Botschafter Wolfgang Massing bezeichnet die Anzeige als „Hasspropaganda“ und forderte von der Zeitung eine unmissverständliche Distanzierung.
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Deutschland. 5 Männer und eine Frau werden in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg festgenommen. Sie werden dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet. Einer der Festgenommenen ist Martin Wiese, eine Führungspersönlichkeit der Neonazis in Bayern. Es werden Sprengstoff, Granaten, 2 scharfe Schusswaffen, mehrere Stichwaffen, eine Streitaxt, Sturmhauben und Propagandamaterial sichergestellt. Die Ermittlungen ergeben, dass die Täter in der Nacht zum 9. November einen Sprengstoffanschlag auf die Baustelle eines jüdischen Gemeindezentrums verüben wollten. An diesem Tag wollen Bundespräsident Johannes Rau, Edmund Stoiber und Paul Spiegel der Grundsteinlegung beiwohnen. Die Bundesanwaltschaft hat den Fall wegen Verdachts auf die Bildung einer terroristischen Vereinigung übernommen.

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