Reichstag zu Augsburg

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Im Reichsabschied legt Kaiser Karl V. das Augsburger Interim fest. Es ist ein Versuch, nach seinem Sieg über den Schmalkaldischen Bund eine religiöse Ordnung mit den Protestanten herzustellen. Die Zwischenlösung soll bis zum Entscheid des Konzils von Trient gelten. Sie setzt sich in der Praxis aber nicht durch.

1548

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15. März: Das auf dem Reichstag zu Augsburg strittig beratene Augsburger Interim wird publiziert. Es enthält für die Protestanten Regelungen, wie sie es mit der Religion bis zur Entscheidung durch das Konzil von Trient halten sollen. Die protestantische Seite lehnt in der Folge das Interim ab, in oberdeutschen Städten wird die Umsetzung erzwungen.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Mit dem Erlass Licet ab initio begründet Papst Paul III. die Römische Inquisition zur Bekämpfung aus Sicht der katholischen Kirche häretischer Lehren wie des Protestantismus, aus der die heutige Kongregation für die Glaubenslehre hervorging.

Antike

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Heiliges Römisches Reich: Aus Misstrauen gegenüber seinem Sohn Maximilian, der Sympathien für den Protestantismus erkennen lässt, erlässt der österreichische Erzherzog Ferdinand I. die Ferdinandeische Hausordnung, mit der die habsburgischen Erblande unter seinen Söhnen Maximilian, Ferdinand und Karl aufgeteilt werden.
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Heiliges Römisches Reich: Der gegen Kaiser Karl. V. gerichtete Vertrag von Chambord wird unterzeichnet. Gegen hohe Geldzahlungen sagen die protestantischen Fürsten um Moritz von Sachsen darin Frankreichs König Heinrich II. das Reichsvikariat über vier Städte in Lothringen zu.
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Heiliges Römisches Reich: Kaiser Karl V. und die Protestanten vereinbaren im Nürnberger Religionsfrieden zum ersten Mal (befristet) eine gegenseitige Rechts- und Friedensgarantie für die gegenwärtigen „konfessionellen Besitzstände“.

Frankreich

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Die von König Karl IX. angeordnete Belagerung von La Rochelle beginnt. Die katholische Seite will im vierten Hugenottenkrieg die den Hugenotten überlassene Stadt als Hort des französischen Protestantismus niederwerfen und erhofft sich im Erfolgsfall einen Domino-Effekt auf andere Orte. Der Krieg entwickelt sich jedoch zu einem mühseligen Belagerungskrieg, vor allem deshalb, weil die Hugenotten La Rochelle mit englischer Unterstützung über das Meer versorgen können. Regenfälle und Seuchen führen zu großen Verlusten unter den katholischen Truppen, woraufhin die französische Krone einen Frieden anstrebt. In der Pazifikation von Boulogne wird den Hugenotten zwar Amnestie und Gewissensfreiheit zugestanden, öffentlich dürfen sie aber ihre Gottesdienste nur noch in La Rochelle, Nîmes und Montauban abhalten.

1562

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1. März: Der katholische Franz von Guise ordnet einen Überfall samt Massaker auf Protestanten bei der Stadt Wassy an. Danach bricht in Frankreich der erste Hugenottenkrieg aus.

Europa

Weitere Ereignisse in Europa:
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In Frankreich endet der Siebte Hugenottenkrieg mit dem Frieden von Fleix. Dieser bestätigt Vereinbarungen zweier vorhergehender Friedensschlüsse im Glaubenskampf der Protestanten.

Britische Inseln

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Der Ausbruch der irischen Rebellion durch katholische Aufständische in Ulster führt zu Massakern unter Protestanten. Im November kommt es zur Schlacht von Julianstown und daran anschließend beginnt im Dezember die bis zum März dauernde erste Belagerung von Drogheda durch die irischen Rebellen unter Felim O’Neill of Kinard.

Geschichte

1685

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Thouars war während der Hugenottenkriege eine Hochburg des Protestantismus, verlor jedoch nach der Aufhebung des Edikts von Nantes unter Ludwig XIV. einen Großteil seiner Bevölkerung.

Kalenderreformen

1700

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1. März: In den protestantischen Teilen des Heiligen Römischen Reiches und in Dänemark wird der Gregorianische Kalender eingeführt. Der vorige Tag war der 18. Februarjul..

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1746

Verehrung > Kirchenbauten:
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wurde im pfälzischen Dirmstein die Barockkirche St. Laurentius geweiht. Es ist dies die einzige Zweikirche Deutschlands, bei der die Trennwand zwischen Katholiken und Protestanten schon vom Bauplan her vorgesehen war, so dass die Kirche von außen als homogene Einheit erscheint und zugleich jeder der beiden Teile innen wie ein vollgültiges Gotteshaus wirkt. (Laurentius von Rom)

Ereignisse > Religion

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Eine päpstliche Allokution über die Einrichtung von fünf Bistümern in den Niederlanden löst bei der mehrheitlich protestantischen Bevölkerung Entrüstung aus, die in der Folge den Regierungschef Johan Rudolf Thorbecke zum Rücktritt bewegt. (7. März)

Politik & Weltgeschehen

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Preußens König Friedrich Wilhelm I. erlässt ein an die aus Salzburg vertriebenen Protestanten, die sogenannten Salzburger Exulanten, gerichtetes Einladungspatent. Die ersten Familien treffen per Schiff am 28. Mai ein.
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: In den protestantischen Teilen des Heiligen Römischen Reiches und in Dänemark wird der Gregorianische Kalender eingeführt. Der vorige Tag war der 18. Februarjul.. (1. März)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Im Restitutionsedikt versucht Kaiser Ferdinand II. die katholische Lesart des Augsburger Religionsfriedens durchzusetzen. Die protestantischen Reichsstände wehren sich erbittert dagegen und rufen Schwedens König Gustav II. Adolf um Hilfe an. Ein Ende des Krieges rückt damit in weite Ferne. (6. März)
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Dreißigjähriger Krieg: In Graubünden beginnt der Veltliner Mord. In einem katholischen Aufstand werden im Veltlin alle Protestanten, derer man habhaft werden kann, getötet. Zwischen 300 und 600 Menschen verlieren ihr Leben. Beginn der Bündner Wirren, in denen Venedig, Frankreich Österreich und Spanien um die Kontrolle der Bündner Alpenpässe ringen.

Religion

1853

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7. März: Eine päpstliche Allokution über die Einrichtung von fünf Bistümern in den Niederlanden löst bei der mehrheitlich protestantischen Bevölkerung Entrüstung aus, die in der Folge den Regierungschef Johan Rudolf Thorbecke zum Rücktritt bewegt.
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Mit königlicher Genehmigung darf im katholischen München die erste protestantischeKirchengemeinde in der bayerischen Hauptstadt errichtet werden.
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Auf dem Reichstag zu Regensburg konstituiert sich das Corpus Evangelicorum, die Körperschaft der protestantischenReichsstände in Religions- und Kirchenangelegenheiten. Das Direktorium befindet sich in Kursachsen. Ab der Gründung des Corpus Evangelicorum werden Beschlüsse in Religionsfragen nur in Übereinstimmung beider Körperschaften, des Corpus Evangelicorum und des Corpus Catholicorum gefasst.
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In der Paulustorvorstadt von Graz werden nach der Ausweisung der Protestanten als Schlusspunkt 10.000 protestantische Bücher und Schriften verbrannt. Zwei Tage später legt der päpstliche Nuntius an dieser Stelle den Grundstein zur Antoniuskirche.

1562

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Die dritte und letzte Trienter Periode des Konzils von Trient beginnt. Sie bringt Klarstellungen und Abgrenzungen zum Protestantismus, unter anderem zu den Sakramenten der Weihe und der Ehe sowie zur katholischen Liturgie.

Bekannte Schüler

1920

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Werner Straub, Evangelischer Geistlicher, Abitur (Ludwigsgymnasium (Saarbrücken))

Tagesgeschehen

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Deutschland. Mehrere protestantischeBundesländer feiern heute den Reformationstag.
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Deutschland. Der katholische Priester Gotthold Hasenhüttl wird vom Dienst suspendiert, weil bei einer Messfeier explizit auch Protestanten zur Kommunion eingeladen hatte.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2004

Werk:
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Aufgeklärter Protestantismus, Tübingen (Ulrich Barth)

1972

Veröffentlichungen:
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Der Evangelisch-Soziale Kongress. Der deutsche Protestantismus und die soziale Frage, Stuttgart (Gottfried Kretzschmar)

1960

Ausgewählte Werke:
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Credo ecclesiam catholicam. Evangelisches Bekenntnis gegen den Protestantismus, Graz u.? a. (Max Lackmann)

1936

Werk:
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Aufgaben des Weltprotestantismus, Hermannstadt (Viktor Glondys)

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