Klugheit

Klugheit (griechischφρόνησιςphrónesisVernunft, lat. prudentia) ist die Fähigkeit zu angemessenem Handeln im konkreten Einzelfall unter Berücksichtigung aller für die Situation relevanten Faktoren, Handlungsziele und Einsichten, die der Handelnde kennen kann. Platon übernimmt die Idee der vier Kardinaltugenden von Aischylos und ersetzt dessen Frömmigkeit (εὐσέβεια, eusébeia) durch eine kluge Weisheit, die nach jeweiliger Interpretation auch als weise Klugheit verstanden werden kann. Marcus Tullius Cicero zählt die Klugheit in loser Verbindung mit Weisheit zu diesen Kardinaltugenden. Kant befreit Klugheit gänzlich von moralischer Funktion. Er hält sie für ein pragmatisches Wissen um die der Beförderung des eigenen Wohlseins dienlichen Mittel.

Klugheit kann zumindest in zwei Richtungen abgrenzt werden: Im Gegensatz zum auf das Allgemeine gerichteten Wissen (griech. epistéme) kann sich die Klugheit auf den einzelnen konkreten Fall richten. In beider Hinsicht kann entweder die Absicht verfolgt werden, das moralisch Gute, Zuträgliche und ethisch Angemessene zu erreichen oder, in Abgrenzung dazu, der Charakter einer Bindung an die Lebensführung von Schlauheit, Gerissenheit, Tücke und Verschlagenheit gewonnen werden.

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