Psychoanalyse

Die Psychoanalyse (von griechisch ψυχήpsychḗ ‚Atem, Hauch, Seele‘ und ἀνάλυσις analysis ‚Zerlegung‘, im Sinne von „Untersuchung, Enträtselung der Seele“) ist eine psychologische Theorie und psychotherapeutische Behandlungsform, die um 1890 von dem Wiener Neurologen Sigmund Freud begründet wurde. Aus der Psychoanalyse haben sich später die verschiedenen Schulen der Tiefenpsychologie entwickelt.

Der Begriff Psychoanalyse steht sowohl für das auf Freuds Theorien über die Psychodynamik des Unbewussten gegründete Beschreibungs- und Erklärungsmodell der menschlichen Psyche als auch für die analytische Psychotherapie und für die psychoanalytische Methodik, die sich auch mit der Untersuchung kultureller Phänomene beschäftigt. In allen drei Aspekten wird die Psychoanalyse bis heute von Klinikern und Forschern weiterentwickelt und verändert. So ist die Psychoanalyse heute durch einen theoretischen, methodischen und therapeutischen Pluralismus charakterisiert.

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Hauptwerk

1924

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Freud und Adler. Elementare Einführung in Psychoanalyse und Individualpsychologie. Dresden (Alice Rühle-Gerstel)

Wissenschaft & Technik

1926

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In der allgemeinen Gebührenordnung für Ärzte wird die Psychoanalyse als neues Aufgabengebiet aufgenommen.

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Die österreichisch-britische PsychoanalytikerinAnna Freud, eine Tochter Sigmund Freuds, stirbt.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1992

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Werk: Psychoanalyse und Moraltheologie (3 Bände), Verlag: M. Grünewald, Mainz; Auflage: N.-A. ISBN 3-786-70989-0 (Eugen Drewermann)

1973

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Werke: Hoffet, Frédéric et Muller, Germain : Psychanalyse de l'Alsace. Texte de 1951, augm. d'une preface de l'auteur et d'un avant-propos de Germain Muller. Colmar: Édition Alsatia, 214 S.

1945

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Werk: Die Trilogie A Grammar of Motives , A Rhetoric of Motives (1950) und Language as Symbolic Action (1966) baut Thesen aus der Philosophy weiter aus. Zentral ist die Erkenntnis, dass sich menschliches Sozialverhalten ebenso wie Literatur rhetorisch interpretieren lässt. Burke versucht hierbei eine Fusion von Psychoanalyse und Marxismus. (Kenneth Burke)

Dokumentation

2002

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The Century of the Self Beschreibt den Einfluss von Sigmund Freuds Familie und seiner Psychoanalyse auf das 20.Jahrhundert. (Adam Curtis)

Leistung

1998

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Viertens zeigte Bastine, dass die Allgemeine Klinische Psychologie sich mit den grundlegenden Annahmen über die Gegenstände, Strukturen, Theorien, Methodologien und Methodiken des Faches zu beschäftigen hat. „Allgemein“ wird dabei im Sinne von übergreifend oder generisch verwendet, nicht als vorrangiger Bezug zur Allgemeinen Psychologie, da diese gegenüber anderen psychologischen Fächern wie z.B. der Sozialpsychologie, Biopsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie usw. keineswegs eine herausgehobene Stellung hat. Aufgabe der Allgemeinen Klinischen Psychologie ist die konzeptionelle Fundierung der zentralen Themen des Faches, also der Definition klinisch-psychologischer Phänomene, der Erklärung ihrer Entwicklung und Verursachung (Ätiopathogenese), ihrer Klassifikation, Diagnostik und Intervention (Prävention, Therapie, Rehabilitation). Mit dieser Konzeption von Allgemeiner Klinischer Psychologie hat Bastine ein neues Leitbild des Faches entworfen. Durch diese Metaperspektive wird dessen zunehmender Aufsplitterung entgegengewirkt, die einerseits durch die verschiedenen Theorie-Systeme (Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, klientenzentrierte Psychotherapie, Kognitive Verhaltenstherapie, Gestalttherapie usw.) droht, andererseits durch die explosionsartige Ausdifferenzierung störungsspezifischer Ansätze. Im Vergleich zur Allgemeinen Klinischen Psychologie werden die störungsspezifischen Ansätze der ergänzenden „Speziellen Klinischen Psychologie“ zugeordnet. In Bastine werden sechs zentrale inhaltliche und methodologische Merkmale der Allgemeinen Klinischen Psychologie postuliert (Reiner Bastine)

Weitere Verwendung

2003

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In der Psychoanalyse und damit auch in der Analytischen Psychotherapie, teilweise auch in der Tiefenpsychologisch-fundierten Psychotherapie wird der Begriff Vakanz für eine nicht durchgeführte z.B. abgesagte Sitzung verwendet. Die vakante Sitzung und die damit verbundene Vakanzregel sind Bestandteil jeder psychoanalytischen und psychoanalytisch begründeten Behandlung. Die Bedeutung der vakanten Sitzung ergibt sich aus den Überlegungen zur Theorie des Behandlungsprozesses und zu den Rahmenbedingungen für das psychoanalytische und psychoanalytisch begründete Arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung einer Kontinuität des Prozesses, die sich in einer verlässlichen zeitlichen Abfolge der Sitzungen äußert und durch die die einzelne Sitzung Bedeutung bekommt (Diskussion dazu s. z.B. Korte ).

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