Pyrrhos I.

Pyrrhos I. (griechisch Πύρρος/ Feuerkopf, rothaarig, lateinischPyrrhus, altlateinisch Burrus; * ca. 319/18 v. Chr.; † 272 v. Chr. in Argos) war ein König der Molosser und Hegemon der Epiroten aus der Dynastie der Aiakiden im 4. und 3. vorchristlichen Jahrhundert. Vor dem historischen Hintergrund der Diadochenkriege war er in der Generation nach Alexander dem Großen einer der führenden Kriegsherren der frühhellenistischen Ära und bekannt geworden durch seinen Feldzug gegen die junge Römische Republik. Der Begriff „Pyrrhussieg“ für einen zu teuer erkauften Erfolg leitet sich von seinem Namen ab.

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Politik & Weltgeschehen

306 v. Chr.

Alexanderreich / Diadochenkriege:
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Pyrrhus wird mit 12 Jahren König von Epiros.

314 v. Chr.

Reich Alexanders des Großen:
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Kassander besiegt die illyrischen Taulantier unter König Glaukias, der dem epirotischen Prinzen Pyrrhus Asyl gewährt hatte. Kassander gelingt dabei die Einnahme der Stadt Epidamnos.

Ereignisse

289 v. Chr.

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Pyrrhus von Epirus besiegt Pantauchos, den Feldherrn des makedonischen Königs Demetrios I. Poliorketes, wobei Pyrrhus 5.000 Gefangene macht. Daraufhin dringt Pyrrhus bis Edessa vor, wird aber anschließend wieder aus Makedonien vertrieben.

Diadochenreiche

285 v. Chr.

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Lysimachos vertreibt Pyrrhus aus Makedonien und macht sich dort zum alleinigen Herrscher.

Europa

263 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Alexander II. von Epirus fällt, wie zuvor sein Vater Pyrrhus, in Makedonien ein, um anstelle von Antiochos I. König zu werden.

272 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: König Pyrrhus von Epirus fällt auf dem Peloponnes ein, wo er zunächst in Auseinandersetzungen in Sparta eingreift, vor den Toren der Stadt aber zurückgeschlagen wird. Er wendet sich dann nach Argos, wo es ebenfalls zu inneren Streitigkeiten gekommen war. Pyrrhus stirbt bei Straßenkämpfen in Argos, angeblich durch den Steinwurf einer Frau. In Epirus wird Alexander II. sein Nachfolger.

273 v. Chr.

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Mittelmeergebiet: Pyrrhus von Epiros macht Antigonos II. Gonatas den makedonischen Thron streitig und fällt in Makedonien ein. Pyrrhus gelingt die Einnahme von Aigai; Antigonos wird zur Flucht gezwungen.

275 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Schlacht bei Beneventum zwischen Pyrrhus und Rom. Nach dieser Schlacht muss sich Pyrrhus nach Epirus zurückziehen. Tarent bleibt damit gegen die Römer weitgehend auf sich gestellt und nimmt Friedensverhandlungen auf. Der Ort der Schlacht hieß bis dahin Maleventum und wurde von den Römern nun in Beneventum umbenannt. Auf dem Triumphzug in Rom werden in der Stadt erstmals Elefanten präsentiert.

276 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Pyrrhus stellt in Syrakus eine Flotte gegen Karthago zusammen, doch stellen sich die Griechenstädte Süditaliens zunehmend gegen ihn. Beim Kampf gegen die Mamertiner in Rhegium wird er verwundet. In Locri plündert er den Tempelschatz zur Auffüllung seiner Kriegskasse, den syrakusanischen Politiker Thoenon lässt er töten. Trotz seiner Siege gegen die Karthager auf Sizilien sieht er sich gezwungen, die Belagerung Lilybaeums aufzugeben und auf das italienische Festland zurückzukehren. Seine Flotte wird dabei von karthagischen Schiffen attackiert. Unterdessen nehmen die Römer ihr Winterquartier im Gebiet der Samniten.

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